30.8.2012

WDR: Fernsehfilme für Kinder

In Fortsetzung der tschechisch-deutsch-österreichischen Koproduktion "Pan Tau" standen dann auch andere Märchenfilme aus dem Barrandov-Studio: "Luzie, der Schrecken der Straße" (1980), "Die Märchenbraut" (1981), "Die Besucher"(1984) und andere Produktionen begeisterten in den 1980er Jahren die kleinen und großen Fernsehzuschauer.

Der WDR erprobte auch – da die Kinderfernsehredaktion nur über einen kleinen Etat verfügte – eine Zusammenarbeit mit der Fernsehspielredaktion des Senders. Hier entstanden Fernsehfilme wie Ilse Hofmanns Verfilmung des Christine-Nöstlinger-Buches "Die Ilse ist weg" (1976) oder Wolfgang Beckers/Max von der Grüns "Vorstadtkrokodile" (1978). Dabei steht der Fernsehfilm "Die Vorstadtkrokodile" exemplarisch für eine neue Generation von Kinderfilmen in den 70er Jahren. So stammen auch die "Vorstadtkrokodile" nach der literarischen Vorlage des Autors Max von der Grün aus dem Arbeitermilieu. Sowohl die Szenerie als auch Dialoge und Thematik machen um soziale Probleme wie das des Bandendiebstahls jugendlicher Täter keinen Bogen und verdeutlichen so einen besonderen Realitätsbezug. Das Profil des ARD-Kinderfernsehens – ohnehin schon föderal angelegt, weil es aus Kinderfernsehredaktionen verschiedener Fernsehanstalten zusammengesetzt war – ging ab 1997 in dem neu gegründeten, mit dem ZDF gemeinsam betriebenen ARD/ZDF-Kinderkanal KiKA auf. Der Sender hat seitdem seinen Sitz in Erfurt, die Kinderredaktionen der ARD-Anstalten und des ZDF produzieren anteilig Beiträge für dieses Programm.