Schüler stellen am 12.06.2013 in der Ernst-Schering-Schule in Berlin Prominenten Fragen bei einer Veranstaltung im Rahmen der Aktion "Gewalt verhindern - Integration fördern".

Migration und Bevölkerung Ausgabe 07/2014

Nach einmonatiger Sommerpause sind am 4. September die Verhandlungen im seit Mai 2013 andauernden "NSU-Prozess" wieder aufgenommen worden. Der Newsletter "Migration & Bevölkerung" nimmt dies zum Anlass, sich in seiner aktuellen Ausgabe verstärkt den Entwicklungen und Erkenntnissen rund um das Thema "Rechtsextremismus" zu widmen. So werden die Entwicklung des Prozesses um die rechtsextreme Terrorgruppe "Nationalsozialistischer Untergrund" beleuchtet sowie die rechts- und gesellschaftspolitischen Konsequenzen der Mordserie aufgezeigt. Der Rechtsanwalt der Angehörigen zweier Mordopfer Mehmet Daimagüler zieht im Interview eine gemischte Bilanz des bisherigen Prozesses und fordert eine verstärkte Auseinandersetzung mit dem "institutionellen Rassismus". Verschiedene Studien und Berichte dokumentieren das Ausmaß von antidemokratischen, rechtsextremen und fremdenfeindlichen Einstellungen in der Bevölkerung sowie die Verbreitung rechtsextremer Inhalte im Internet, und zeigen die Dringlichkeit des gesellschaftlichen Engagements gegen rechts.

Außerdem werden in den mehreren Beiträgen die aktuellen Entwicklungen der weltweiten Fluchtbewegungen beleuchtet. So haben zahlreiche europäische Staaten haben im ersten Halbjahr 2014 so viele Asylanträge registriert wie im gleichen Zeitraum seit einem Jahrzehnt nicht mehr. Eine Analyse der EU-Asylstatistiken des Vorjahres zeigt die ungleiche Verteilung von Asylanträgen und -bewilligungen in Europa. Im Irak sind in diesem Jahr bereits über eine Million Menschen aus ihren Herkunftsregionen vertrieben worden. Seit Juni fliehen viele Iraker vor allem vor den Milizionären des "Islamischen Staates" (IS). Auch in Südostasien haben die Fluchtbewegungen zugenommen. Nach Schätzungen des UN-Flüchtlingshilfswerks sind in den ersten sechs Monaten des Jahres mehr als 20.000 Menschen über den Indischen Ozean geflohen. Seit Mitte 2012 ist die Zahl der Bootsflüchtlinge auf rund 87.000 gestiegen.

In den Kurzmeldungen aus Deutschland, Europa und der Welt werden Schlaglichter auf das aktuelle Migrations- und Integrationsgeschehen weltweit geworfen.

   

Migration und Bevölkerung Ausgabe 7/2014

NSU-Prozess: Rolle des Verfassungsschutzes bleibt fragwürdig

Nach einmonatiger Sommerpause wurden Anfang September die Verhandlungen im seit Mai 2013 andauernden "NSU-Prozess" wieder aufgenommen. Die Mitglieder der rechtsextremen Terrorgruppe "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU), darunter die Hauptangeklagte Beate Zschäpe, sollen zwischen 1998 und 2011 zehn Morde, zwei Sprengstoffanschläge und vierzehn Banküberfälle in Deutschland begangen haben. Während der Prozess zuletzt durch einen von Zschäpe gestellten Antrag auf Entpflichtung ihrer Verteidiger ins Stocken geraten war, sind erneut schwere Vorwürfe gegen den Verfassungsschutz bekanntgeworden. Weiter...

Mehmet Daimagüler bei einer Diskussion in der Heinrich-Böll-Stiftung

Migration und Bevölkerung Ausgabe 7/2014

Interview: "Wir brauchen eine stärkere Auseinandersetzung mit institutionellem Rassismus"

Der Anwalt Mehmet Daimagüler vertritt im NSU-Prozess die Angehörigen von zwei Mordopfern. Mehr als ein Jahr nach Prozessbeginn zieht er ein gemischtes Zwischenfazit und fordert eine verstärkte Auseinandersetzung mit institutionell verankertem Rassismus. Weiter...

Migration und Bevölkerung Ausgabe 7/2014

Studien dokumentieren Rechtsextremismus in Deutschland

Eine Studie der Universität Leipzig dokumentiert rechtsextreme Einstellungen in der deutschen Gesellschaft. Demnach ist jeder fünfte Deutsche ausländerfeindlich. Immer häufiger wird rechtsextreme Propaganda über das Internet verbreitet, wie eine Untersuchung der Organisation jugendschutz.net zeigt. Weiter...

Positive Entscheidungen in erster Instanz sowie neue Erst- & Folgeanträge auf Asyl, 2013

Migration und Bevölkerung Ausgabe 07/2014

Europa: Ungleiche Verteilung der Asylsuchenden

Zahlreiche europäische Staaten haben im ersten Halbjahr 2014 so viele Asylanträge registriert wie im gleichen Zeitraum seit einem Jahrzehnt nicht mehr. Damit setzt sich der Trend steigender Asylantragszahlen der vergangenen sechs Jahre fort. Eine Analyse der Asylstatistiken des Vorjahres zeigt die ungleiche Verteilung von Asylanträgen und -bewilligungen auf die einzelnen Staaten Europas. Weiter...

Migration und Bevölkerung Ausgabe 7/2014

Irak: Flüchtlinge suchen Schutz in autonomer Region Kurdistan

Mehr als eine Million Iraker sind im laufenden Jahr 2014 bereits aus ihren Herkunftsregionen vertrieben worden. Seit Juni nimmt die Fluchtdynamik stark zu. Die Menschen fliehen momentan vor allem vor den Milizionären des "Islamischen Staates" (IS). Ein Großteil der Flüchtlinge findet Schutz in der autonomen Region Kurdistan im Norden des Irak. Nach Deutschland gelangen bisher nur wenige der in diesem Jahr geflohenen Iraker. Weiter...

Australien

Migration und Bevölkerung Ausgabe 7/2014

Südostasien: Mehr als 20.000 Bootsflüchtlinge im ersten Halbjahr 2014

Nach Schätzungen des UN-Flüchtlingshilfswerks sind in den ersten sechs Monaten des Jahres mehr als 20.000 Menschen aus Südostasien über den Indischen Ozean geflohen. Damit ist die Zahl der Bootsflüchtlinge aus der Region seit Mitte 2012 auf rund 87.000 gestiegen. Weiter...

Deutschland

Migration und Bevölkerung Ausgabe 7/2014

Kurzmeldungen – Deutschland

Jugendliche mit Migrationshintergrund werden generell nicht häufiger straffällig als Gleichaltrige ohne Migrationshintergrund, 2013 war jeder fünfte Existenzgründer in Deutschland nichtdeutscher Herkunft, es gibt keine Anhaltspunkte für den von Unionspolitikern wiederholt beklagten Sozialbetrug durch Migranten aus den südosteuropäischen EU-Mitgliedstaaten und die Zahl der Einbürgerungen in Deutschland blieb im vergangenen Jahr auf dem Niveau des Vorjahres. Weiter...

EU-Mitgliedstaaten & -beitrittskandidaten

Migration und Bevölkerung Ausgabe 7/2014

Kurzmeldungen – Europa

Laut einer Studie nimmt die Mobilität innerhalb der EU zu, die Bundesregierung wertet die EU Blue Card als Erfolg: am 30. Juni 2014 befanden sich insgesamt 17.157 Drittstaatsangehörige mit einer Blue Card in Deutschland und damit 8.278 Personen mehr als noch ein Jahr zuvor, die sozialistische Regierung Frankreichs unter Premierminister Manuel Valls (PS) hat Ende Juli eine Reform des Ausländer- und Asylrechts beschlossen und in der Schweiz sinkt nach dem Referendum für eine Begrenzung der Zuwanderung aus EU-Staaten die EU-Zuwanderung. Weiter...

Neuseeland

Migration und Bevölkerung Ausgabe 7/2014

Kurzmeldungen – Welt

In der Türkei ist es in den vergangenen Wochen wiederholt zu Konflikten zwischen syrischen Flüchtlingen einerseits sowie der türkischen Bevölkerung und Sicherheitskräften andererseits gekommen, das Einwanderungsgericht in Neuseeland hat in einem Asylverfahren erstmals den Klimawandel als Fluchtgrund anerkannt und die Einwanderungsbehörde der USA und die honduranische Polizei haben ein Abkommen zur engeren Zusammenarbeit geschlossen. Weiter...

Migration und Bevölkerung Ausgabe 7/2014

Literatur

Hier finden Sie Literaturhinweise zum Thema Migration und Bevölkerung. Weiter...

 
Teaserbild Newsletter Migration und Bevölkerung

Newsletter Migration und Bevölkerung abonnieren

Hier können Sie den Newsletter Migration und Bevölkerung abonnieren oder sich aus der Mailingliste austragen. Weiter... 

Logo werkstatt.bpb.de

Wo liegen deine Wurzeln?

Was bedeutet Migration für Dich? Die 9. Klasse der Sophie-Scholl-Oberschule Berlin näherte sich dem Thema Migration auf einem Workshop von werkstatt.bpb.de mit persönlichen Zugängen und methodischer Vielfalt. Weiter... 

zum Fragebogen >

Ihre Meinung ist uns wichtig


Vielen Dank für Ihren Besuch von bpb.de!

Wir wollen unseren Internetauftritt verbessern - und zwar mit Ihrer Hilfe. Dazu laden wir Sie herzlich zu einer kurzen Befragung ein. Sie dauert etwa 10-12 Minuten. Die Befragung führt das unabhängige Marktforschungsinstitut SKOPOS für uns durch.

Bitte unterstützen Sie uns mit Ihrer Teilnahme. Ihre Meinung ist uns sehr wichtig!

Ihre Bundeszentrale für politische Bildung

Information zum Datenschutz und zur Datensicherheit


Als unabhängiges Marktforschungsinstitut führt SKOPOS Institut für Markt- und Kommunikationsforschung GmbH & Co. KG im Auftrag der Bundeszentrale für politische Bildung diese Befragung durch.

Zur Durchführung der Befragung erhebt SKOPOS Ihre IP-Adresse. Diese wird umgehend anonymisiert und getrennt von den Befragungsdaten verarbeitet, deshalb ist eine Identifizierung von Personen nicht möglich. Weitere personenbeziehbare oder personenbezogene Daten werden nicht erhoben.

Die Befragung entspricht den gesetzlichen Bestimmungen zum Datenschutz und den Richtlinien des Berufsverbandes Deutscher Markt- und Sozialforscher e.V. sowie der Europäischen Gesellschaft für Meinungs- und Marketingforschung. Es erfolgt keine Weitergabe an Dritte.

Weitere Informationen und Kontaktdaten finden Sie hier.