15.4.2015 | Von:
Lothar Probst

Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokrati­sche Initiative (Die PARTEI)

Die ParteiDie Partei
Die "Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative" (Die PARTEI) wurde 2004 von Mitarbeitern der Satire-Zeitschrift Titanic gegründet. Sie bezeichnet sich selbst als Partei der "extremen Mitte". Ihr Vorsitzender ist der ehemalige Chefredakteur der Titanic Martin Sonneborn, der 2014 für die PARTEI in das Europaparlament eingezogen ist. In Bremen wurde bereits im Gründungsjahr 2004 ein eigener Landesverband ins Leben gerufen. Neben dem Landesverband gibt es seit kurzem auch zwei Kreisverbände in Bremen – einen in Bremen-Nord und einen in Bremerhaven. Die PARTEI tritt zum ersten Mal bei einer Bürgerschaftswahl in Bremen an.

Die XYZ tritt/treten in beiden Wahlbereichen mit einer Liste an.Die PARTEI tritt in beiden Wahlbereichen mit einer Liste an. (bpb, TUBS) Lizenz: cc by-sa/3.0/de
Wie bereits der Gründungsprozess und der vollständige Parteiname nahelegen, versteht sich Die PARTEI als satirische "Spaßpartei", die mit ihrer Programmatik und ihren Aktionen die offizielle Politik und die Mitbewerber parodiert. Mit Parolen wie "Inhalte überwinden", "Einführung der Faulenquote" und "Abschaffung der Sommerzeit" macht sie sich über die aus ihrer Sicht inhaltsleeren Slogans anderer Parteien lustig. Ein konkretes Wahlprogramm für ganz Bremen hat Die PARTEI nicht veröffentlicht. Auf ihrer Internetseite schreibt sie dazu lediglich: "Haben wir eins!"

Ganz in der Tradition ihrer Spaßwahlkämpfe setzt Die PARTEI in Bremen das Wahlplakat "Das Brot ist voll! Salamisierung des Abendbrots stoppen" ein. Der Kreisverband Bremen-Nord, der für diesen Teil Bremens mit einem eigenen Wahlprogramm antritt, wirbt mit dem Slogan "Nach der Wahl ist vor dem Wal" und fordert die Wiederaufnahme des Walfanges sowie "ein gläsernes Schlachthaus" in der Markthalle auf dem Sedanplatz, um die Wirtschaft in Bremen-Nord anzukurbeln. Durch den "Ausbau der ortsansässigen Prostitution und des Glücksspiels" will Die PARTEI außerdem mehr Touristen nach Bremen-Nord locken.