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Coverbild Sonja: „negativ-dekadent“Neu: Coverbild Sonja: „negativ-dekadent“

Schriftenreihe (Bd. 1509)

Sonja: "negativ-dekadent"

Eine rebellische Jugend in der DDR

Jugend in der DDR fand in den engen Grenzen sozialistischer Moral statt. Sonja passte nicht in dieses Schema – aber Anderssein war nicht vorgesehen. In staatlichen Disziplinierungseinrichtungen versucht man, sie auf Linie zu bringen, aber es gelingt nicht, sie zu brechen. Das Buch porträtiert eine mutige Jugendliche.

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Inhalt

Lange Haare, Sit-ins, Barrikaden: Gegen Ende der Sechzigerjahre begehrt die Jugend der westlichen Welt gegen das Establishment auf. Zur gleichen Zeit genügt es im Osten des geteilten Deutschland, die Kleidung des Klassenfeinds zu tragen, "Westmusik" zu hören, Nächte im Freien zu verbringen oder rebellischen Büchern widerspenstige Gedanken zu entnehmen, um in die erbarmungslosen Mühlen der staatlichen Disziplinierungsinstrumente zu geraten. Sonja wächst als vernachlässigte Tochter einer linientreuen Karrieristin auf. Der Vater geht in den Westen, der Mutter ist sie im Weg. Im SED-Regime macht sie sich aufgrund ihres unangepassten Verhaltens rasch verdächtig. Im Geschlossenen Jugendwerkhof Torgau wird versucht, Sonjas Persönlichkeit unter Anwendung psychischer und physischer Gewalt zu brechen. Silke Kettelhake porträtiert eine eigenwillige, mutige Jugendliche, die sich widersetzte. Das Buch spiegelt zugleich das Arsenal subtiler und offener Gewaltmaßnahmen eines Staates gegen seine eigenen Bürger – eines Staates, der Anderssein nicht ertrug.



Autorin: Silke Kettelhake, Seiten: 296, Erscheinungsdatum: 07.08.2015, Erscheinungsort: Bonn, Bestellnummer: 1509