re:publica 2012 in Berlin.

Perzeption, Partizipation, Politische Bildung

Deutsche aus Russland und russischsprachige Gruppen in Deutschland

Mikrofon Lizenz: cc by/4.0/deed.de
Die Tagung wird sich auf zentrale Themen und Probleme konzentrieren, die die politische Teilhabe und die öffentliche Wahrnehmung der Deutschen aus Russland und russischsprachiger Gruppen – wie etwa der sogenannten jüdischen Kontingentflüchtlinge – in Deutschland betreffen. Es ist das Ziel der Tagung in konstruktiven und offenen Gesprächen die Ergebnisse wissenschaftlicher Forschungen zu präsentieren, sowie zu zeigen, wie differenziert die Deutschen aus Russland und die sogenannte 'postsowjetische Diaspora' in Deutschland zu betrachten sind. Im Zentrum stehen die Möglichkeiten und Perspektiven politischer Teilhabe in einer sich wandelnden deutschen Gesellschaft.

Politische Teilhabe bedarf der politischen Bildung. Wie kann diese – allzu lange vernachlässigt – zukünftig in Zusammenarbeit mit vielfältigen zivilgesellschaftlichen Initiativen und Ansätzen weiter ausgebaut werden? Welche Fragen und Themen sollten im Mittelpunkt stehen? Wo liegen die Potentiale, welche Probleme stehen im Weg?

Der mediale und politische Diskurs mit seinen Fremd- und Selbstzuschreibungen scheint eher zu den Problemen zu zählen, die der politischen Bildung im Wege stehen.

Wie kommt es, dass auch noch zwei Jahre nach dem berüchtigten "Fall Lisa" weiterhin alte Ressentiments und unverarbeitete gesellschaftliche Diskurse in Bezug auf die Migranten aus dem postsowjetischen Raum im medialen Raum präsent sind? Klischees, Stereotypen und Pauschalisierungen scheinen die Berichterstattung zu prägen. Termini wie "Deutsche aus Russland", "(Spät-)Aussiedler", "Russlanddeutsche", "Deutschrussen" bis hin zur "russischen Diaspora" werden immer wieder unpräzise verwendet.

Hinzu kommt: "Russlanddeutsche" werden seit Jahren scheinbar unverrückbar auf den politisch rechten Raum festgelegt. Wie lassen sich auf der anderen Seite neuere Ergebnisse der Wahlforschung nach der Bundestagswahl interpretieren, die auf eine Korrelation zwischen "russlanddeutschen Ballungsräumen" und den Wahlerfolgen populistischer Parteien hinweisen? Die Darstellung von Russlanddeutschen in den deutschen Medien aber auch die Wirkung und Bedeutung von russischsprachigen Medien und sozialen Netzwerken von Facebook bis Odnoklassniki für die unterschiedlichen russlanddeutschen und russischsprachigen Milieus werden in zwei Podien sowie weiteren Workshops behandelt werden. Zahlreiche Podien, Workshops und ein Open Space sowie ein Projektmarkt werden Gelegenheiten zum intensiven Austausch und Gesprächen bieten.

Das PDF-Icon Programm zur Tagung finden Sie hier.

Termin

02.05.2018 bis 03.05.2018

Ort

Maternus Haus
Kardinal-Frings-Straße 1-3
50668 Köln

Für

Multiplikatorinnen und Multiplikatoren der Politischen Bildung

Veranstalter

Bundeszentrale für politische Bildung/bpb

Anmeldung

Teilnahmegebühr: keine
Es gibt ca. 250 Plätze.

Kontakt

Christoph Müller-Hofstede

Bürgerservice der bpb

Sie haben Fragen? Treten Sie mit unserem Bürgerservice in Kontakt:
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Fax +49 (0)228 99515-113
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Pressekontakt

Journalistinnen und Journalisten wenden sich bitte an die Pressestelle.

Dossier

Russlanddeutsche

Vor 80 Jahren begann mit dem NKWD-Befehl Nr. 00439 am 25. Juli 1937 die "Deutsche Operation". Ihr fielen viele deutschstämmige Sowjetbürger zum Opfer, deren Vorfahren vor allem im 18. und 19. Jahrhundert auf Einladung der russischen Monarchen in Russland eine neue Heimat gefunden hatten. Das Dossier wirft einen Blick auf wichtige Etappen ihrer Geschichte und soll schrittweise ausgebaut werden.

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