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Vernetzungstreffen mit Thementag: Rassismus, Differenz und Vorurteile

Herausforderungen für eine rassismuskritische Bildungsarbeit

Vernetzungstreffen mit Thementag: Rassismus, Differenz und Vorurteile.Vernetzungstreffen mit Thementag: Rassismus, Differenz und Vorurteile. (© bpb)

Längst hat sich durchgesetzt, dass es keine Menschenrassen gibt. Demnach gibt es auch keine Abwertungen anderer mehr. Wirklich? Als Denkstruktur und in Form gruppenbezogener Vorurteile existiert Rassismus in der gesamten Gesellschaft, mal mehr oder weniger verborgen.

Eine Zunahme rassistischer Formen der Ausgrenzung und Diskriminierung in Deutschland kann nicht verleugnet werden. Dennoch werden sie mehr oder weniger zurückgewiesen, gelegentlich rufen sie politische Versprechen hervor, mehr gegen Rassismus zu tun. Rassistische Phänomene – von den Pegida-Protesten über „Fremdenangst“ und Ausländerhass bis zur Mordserie des NSU – werden lieber als ostdeutsche Befindlichkeit, als Flüchtlingsproblem oder als Neonazismus diskutiert, kaum aber als Varianten eines gemeinsamen Problems namens Rassismus.

Kulturell und "rassisch" bestimmte Vorurteile sind nicht vorgegeben, sondern erlernt. Sie können demnach auch verlernt werden. Da das Eigenbild das Fremdbild bestimmt, sind das Äußern und Reflektieren der eigenen Vorurteile und Vorbehalte wichtige Schritte, das eigene Denken und Handeln nicht von ihnen bestimmen zu lassen.

Welche Rolle spielt Rassismus in der Bildungsarbeit? Was sind bewährte und innovative Ansätze in der Arbeit gegen Diskriminierung? Wie kann ich lernen, die eigene Haltung kritisch zu analysieren? Gilt es, die aktuellen Herausforderungen und Spannungsfelder der Praxis herauszuarbeiten und passende Lösungsansätze zu finden. Es muss ebenso definiert werden, was Bildungsarbeit leisten kann und was nicht.

Das sind die Fragen, mit denen sich das Netzwerktreffen in diesem Jahr auseinandersetzen möchte.

VERSTÄRKER - Vernetzung ermöglichen: Miteinander Lösungen erarbeiten, Themen im Kontext der politischen Bildung mit schwer erreichbaren Zielgruppen erschließen und sich untereinander unterstützen. Das Verstärker Netzwerktreffen möchte Menschen zusammenbringen, die an diesen Themen arbeiten und die ihnen und für ihre Arbeit wichtig sind.

Programmübersicht als PDF-Icon PDF zum Download.

Termin

15.11.2018 bis 16.11.2018

Ort

Evangelische Tagungsstätte Hofgeismar im VCH
Gesundbrunnen 8
34369 Hofgeismar

Für

Die Veranstaltung richtet sich an Fachkräfte der Jugend-, Sozial- und Bildungsarbeit, an Lehrkräfte sowie an Personen aus Wissenschaft und Verwaltung. Das verbindende Element ist die politische Bildungsarbeit mit bildungsbenachteiligten Jugendlichen, die aufgrund ihrer Lebenswelten, Freizeitgewohnheiten, Themeninteressen und ihrem Mediennutzungsverhalten mit klassischen Angeboten der politischen Bildung nicht oder nur schwer erreicht werden können.

Veranstalter

Bundeszentrale für politische Bildung/bpb

Anmeldung

Teilnahmegebühr: keine
Die Anmeldefrist war der 5. November 2018. Eine Anmeldung ist leider nicht mehr möglich.
Nach verbindlicher Anmeldung übernimmt die bpb im Rahmen der Veranstaltung die Kosten für Übernachtung und Verpflegung. Ein Teilnahmebeitrag wird nicht erhoben. Eine Übernahme der Reisekosten durch die bpb ist möglich.
Ihre Anmeldung gilt erst als verbindlich, wenn Sie von uns eine Bestätigung der Anmeldung nach Anmeldeschluss erhalten haben.

Kontakt

Projektkoordination i.A. der bpb:
BBJ Consult AG
Ansprechpartnerin: Camille Toggenburger
Bessemerstr. 82
12103 Berlin
Tel. +49 (0)30 814 068 -102
verstaerker@bbj.de

Bürgerservice der bpb

Sie haben Fragen? Treten Sie mit unserem Bürgerservice in Kontakt:
Tel +49 (0)228 99515-0
Fax +49 (0)228 99515-113
E-Mail info@bpb.de
Twitter @frag_die_bpb

Pressekontakt

Journalistinnen und Journalisten wenden sich bitte an die Pressestelle.



Netzwerk

Verstärker – Netzwerk aktivierende Bildungsarbeit

Das Netzwerk bietet eine Plattform für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren der politischen Bildung mit sogenannten politik- und bildungsfernen Jugendlichen. Im Zentrum steht dabei der professionelle Austausch rund um das Thema politische Jugendbildung und die daraus resultierende Vernetzung und Qualifizierung.

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Demonstration des Aktionsbündnisses gegen Rassismus in Kandel/Rheinland Pfalz am 28.01.2018.
Maureen Maisha Eggers

Rassismus

Rassismus lässt sich als ein Diskriminierungsmuster und Ausdruck gesellschaftlicher Machtverhältnisse beschreiben. In modernen Gesellschaften sind es vor allem kulturelle Merkmale, über die Menschen abgewertet und ausgeschlossen werden. Das hat Auswirkungen auf die Wahrnehmung von Chancen und die Möglichkeiten der gesellschaftlichen Integration der Betroffenen. Ein Überblick darüber, was Rassismus ist und welche Funktionen er erfüllt.

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Ein Besucher zeigt in Schwerin in der Ausstellung "Labyrinth X" zu Rassismus und Ausgrenzung auf eine Wand mit Bildschirmen (Foto vom 02.06.2005). Die Videoinstallation "between the languages - between the cultures" zeigt 25 Porträts von Menschen unterschiedlicher Kulturen. Veranstalter sind die Landeshauptstadt, die Landeszentrale für politische Bildung und das Ludwigsluster Zentrum für Bildung, Erholung und Freizeit (Zebef). Die vom Zebef erarbeitete Ausstellung setzt kulturelle Akzente gegen rechte Ideologien und will zum Nachdenken über Werte anregen. Bis zum 23. Juni ist "Labyrinth X" täglich von 10 bis 18 Uhr zu sehen. Foto: Jens Büttner/lmv +++(c) ZB-FUNKREGIO OST - Honorarfrei nur fuer Bezieher des ZB-Regiodienstes+++
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Was ist Rassismus, wie ist er entstanden und warum glauben eigentlich immer noch viele von uns, es gebe Rassen? Rassismus hat viele Facetten, hier haben wir eine kleine Auswahl unserer Inhalte zum Thema Rassismus zusammengestellt.

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