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16.2.2006

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News

Alle Radiohörer im Blick

Im neuen Webangebot der ARD-Werbung Sales & Services (AS&S) unter der Adresse www.reichweiten.de werden die Ergebnisse der Media-Analyse Radio erfreulich übersichtlich dargestellt.

25. September 2006 (hm). Wie viele Hörer hat eigentlich Radio Hamburg? Bei der Suche nach den zuletzt im Juli dieses Jahres veröffentlichten Ergebnissen der Media-Analyse Radio wird man zumeist den Wert 201.000 finden. Das ist tatsächlich die Zahl der Hörer, die der Hamburger Marktführer von Montag bis Samstag im Zeitraum zwischen 06.00 und 18.00 Uhr durchschnittlich pro Sendestunde erreicht. Wesentlich mehr Informationen über die Zusammensetzung der Hörerschaft von Radiosendern gibt's im neuen Webangebot der ARD-Werbung Sales & Services (AS&S) unter der Adresse www.reichweiten.de.

Dort sind nicht nur die so genannten Stundenreichweiten der Sender zu finden, die Werbung ausstrahlen, sondern auch die Tagesreichweiten der werbefreien Programme. Im Norden Deutschlands betrifft das beispielsweise die regionalen Landesprogramme des NDR und die Jugendwelle N-Joy. Durch verschiedene Filteroptionen können die Darstellungen auf bestimmte Zielgruppen und/oder Verbreitungsgebiete begrenzt werden. So erfährt man beispielsweise, dass Radio Hamburg weniger als die Hälfte seiner Hörerschaft in der Hansestadt selbst hat, mit 99.000 pro Sendestunde dem direkten öffentlich-rechtlichen Konkurrenten NDR 2 (58.000) jedoch weit voraus ist.

Die Darstellungen und Filtermöglichkeiten auf www.reichweiten.de genügen sogar Ansprüchen von gestandenen Radiomachern. Dennoch ist die Website ohne jegliche Zugangsbeschränkung im Internet zu erreichen. Alle aufgerufenen Darstellungen können auf dem eigenen Computer in den Formaten Adobe PDF und Excel gespeichert werden. Zurzeit stehen die Stundenreichweiten der werbeführenden Programme sowie Tagesreichweiten (Hörer gestern) und der weiteste Hörerkreis (WHK) für alle in der Media-Analyse ausgewiesenen deutschen Radiosender zur Verfügung. Vergleichsmöglichkeiten gibt es bislang von der MA Radio 2006 II zu 2006 I sowie 2005 II.




Relaunch bei der Drehscheibe

Magazin für Lokalredakteure in neuer Aufmachung ist auch für Lokalredakteure beim Radio eine sprudelnde Ideenquelle


8. August 2006. Die Redaktion der Drehscheibe wertet täglich mehr als 150 Zeitungen aus mit dem Ziel, Lokalredaktionen Ideen und Best Practice Beispiele an die Hand zu geben. Seit Juli informiert die Drehscheibe mit neuem Layout, in Farbe und mit neuer Gliederung. Ohne den Werkstattcharakter des Heftes aufzugeben, bietet die neue Einteilung des Heftes in Dossier, Magazin und Prisma mehr Übersichtlichkeit und Benutzerfreundlichkeit.


Titel Ausgabe Nr.8 DrehscheibeDas neue Outfit
der Drehscheibe
Das Magazin konzentriert sich auf redaktionelle Arbeitsabläufe und gibt zeitgemäße Tipps, die den Workflow in den Redaktionen verbessern sollen. Innovative Veränderungen und Trends im Lokaljournalismus werden anhand von Beispielen präsentiert, von Konzepten der Leserforschung über rechtliche Aspekte beim Umgang mit Leserpost bis hin zum Trend, Artikel als Audiodateien online anzubieten.

"Die Drehscheibe will Lokalredaktionen bei der Aufgabe unterstützen, komplexe politische und gesellschaftliche Fragestellungen auf eine lokale Ebene zu übersetzen", so Thomas Krüger, Präsident der bpb.

Die Drehscheibe will in Zukunft aber auch neue Wege gehen und zusätzlich Informationen speziell für die Lokalredaktionen der Radiostationen bieten. Geplant sind laut Redaktionsleiter Bernd Ziegenbalg ab Herbst Podcasts und akustische Beispielsbeiträge für gelungene Lokalberichte im Hörfunk. "Auch jetzt schon findet man im Heft viele neue Ideen, die sich vorzüglich auf den Hörfunk übertragen lassen", so Ziegenbalg.

Das Augustheft, das Mitte des Monats erscheint, hat als Schwerpunktthema "Kind und Karriere". Untersucht wird anhand von konkreten Beispielen, welche Rolle dieses Thema im Lokalen spielte. Wie Journalistinnen mit der Doppelrolle Kind und Karriere umgehen, wird anhand von Portraits zweier Lokaljournalistinnen nachzulesen sein

Herausgegeben wird die Drehscheibe von der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb und dem Projektteam Lokaljournalisten. Konzipiert und redaktionell betreut wird das "Magazin aus Lokalredaktionen für Lokalredaktionen" von der Zeitungsagentur Raufeld Medien aus Berlin.

Exemplare der aktuellen Drehscheibe sind bei der Redaktion der Drehscheibe in Berlin erhältlich.

Weitere Informationen unter:
www.drehscheibe.org
www.jugenddrehscheibe.de
www.bpb.de/lokaljournalistenprogramm




Sendestart ohne Hörer?

In Sachsen-Anhalt könnte man seit Montag OldieStar Radio auf der digitalen Mittelwelle empfangen


7. August 2006 (hm). Als erster deutscher Privatsender ist am Montag OldieStar Radio auf der digitalen Mittelwelle mit einem Versuchsprogramm gestartet. Zu empfangen wäre das täglich 12stündige Programm in Sachsen-Anhalt auf der Mittelwellenfrequenz 1575 kHz, doch Hörer wird's zum Start kaum geben.

Grund dafür ist die bislang völlig unzureichende Verbreitung von Empfangsgeräten für das System Digital Radio Mondiale (DRM). Eines der wenigen Geräte, die in Sachsen-Anhalt im Einsatz sein dürften, steht bei Michael Richter, dem Projektleiter Digitaler Rundfunk bei der Medienanstalt Sachsen-Anhalt in Halle. Er geht davon aus, dass neben ihm"höchstens noch ein paar Funkamateure" solche Geräte besitzen. Ob die allerdings ausgerechnet das aus Oranienburg bei Berlin zugelieferte Oldie-Programm hören, erscheint kaum wahrscheinlich. OldieStar-Geschäftsführer Oliver Dunk hat deshalb in einer am Starttag verbreiteten Pressemitteilung die Geräteindustrie aufgefordert "unverzüglich bezahlbare Empfangsgeräte auf den Markt zu bringen". Tatsächlich ist das Angebot bislang eher dürftig und extrem teuer. Ein Empfänger kostet derzeit rund 800 Euro.

Dabei strahlt OldieStar das digitale Mittelwellenprogramm in Sachsen-Anhalt mit gewaltiger technischer Power aus. "In der Nacht senden wir mit 100 Kilowatt, am Tage mit 20 Kilowatt digital", teilt Dunk mit. Nach seinen Angaben ist das der "stärkste digitale Mittelwellensender in Europa". Vor Aufnahme des Regelbetriebs will er genaue Erfahrungen über die Reichweite der Sendeanlage sammeln und verschiedene mögliche Zusatzdienste erproben.

Ob sich DRM auf dem deutschen Radiomarkt künftig behaupten kann, vermag auch Michael Richter von der Medienanstalt Sachsen-Anhalt derzeit nicht zu beurteilen. Immerhin steht die digitale Mittelwelle in direkter Konkurrenz zu weiteren Systemen wie Digital Audio Broadcasting (DAB), für die ebenfalls bislang nur wenige Empfangsgeräte in Deutschland im Einsatz sind. Die von der Bundesregierung geplante komplette Umstellung von UKW- auf digitalen Sendebetrieb bis zum Jahr 2010, wird in der Radiobranche ohnehin skeptisch gesehen. Das sei kaum realistisch, meint beispielsweise Hans-Dieter Hillmoth, Chef des Privatsenders Hitradio FFH. Hillmoth, der auch Vorsitzender des Fachbereichs Hörfunk beim Verband privater Rundfunk und Telekommunikation (VPRT) ist, geht davon aus, dass der qualitativ gute UKW-Empfang in ganz Europa mindestens noch zehn, wenn nicht sogar 15 Jahre eine wesentliche Rolle für das Radio spielen wird.



German Radio Awards vorläufig gestrichen

Neuauflage im Jahr 2007 möglich

3. August 2006 (hm). In diesem Jahr werden keine German Radio Awards verliehen. Gründe für die Streichung der ursprünglich für den 11. November geplanten Großveranstaltung deutscher Privatsender seien "Finanzierungsprobleme und organisatorische Schwierigkeiten", teilte Martina Müller, Kommunikationschefin der More Events, Hamburg, auf Anfrage des Mediendienstes blogMEDIEN.de mit. Gleichzeitig stellte sie jedoch eine Neuauflage für das kommende Jahr in Aussicht.

Die German Radio Awards waren erstmals im September des vergangenen Jahres im Berliner Tempodrom verliehen worden. Neben Popgrößen wie Melanie C., Craig David und Söhne Mannheims, wurden dabei auch Radiomacher in verschiedenen Kategorien ausgezeichnet. Wenige Wochen nach der Veranstaltung trennten sich allerdings die Radio-Hamburg- Gesellschafter von ihrem damaligen Geschäftsführer Stefan Schwenk, der auch Initiator des Radiopreises war. Seitdem hat offenbar kein anderer Radiomanager die Federführung für das Event übernommen.

Martina Müller ist jedoch überzeugt davon, dass die Streichung der diesjährigen Veranstaltung keinesfalls das endgültige Aus für die "German Radio Awards" bedeuten müsse. Zurzeit suche man noch nach einer Lösung für das kommende Jahr. Als Organisatorin ist dabei die Berliner "Radiozentrale" im Gespräch. Das vom ehemaligen RMS-Geschäftsführer Lutz Kuckuck geleitete Unternehmen will sich vor allem um die Anhebung des Radio-Image kümmern. Die German Radio Awards wären dazu wohl geeignet.


Der neue "Radio-Guide"

Einen aktualisierten Radio-Guide hat die ARD Werbung Sales & Services (AS&S) veröffentlicht.
Der aktuelle Radio-Guide steht zum Download bereit.Der aktuelle Radio-Guide steht zum Download bereit.


In der 44seitigen Broschüre, die auch als PDF-Datei von der Internetseite der ARD-Werbetochter heruntergeladen werden kann, sind wichtige Informationen zu Deutschlands Radiosendern und Werbezeitenvermarktern zusammengefasst. Neben üblichen Kontaktdaten werden zu jedem Sender die jeweiligen Programmformate, Wort- und Musikanteil sowie die Reichweiten der zuletzt veröffentlichten MA-Radio 2006/1 aufgeführt. Gute Unterlage für Radiomacher und solche, die es noch werden wollen.



Googlen im Radio
Medienbeobachtung mittels Audio-Clipping

Vorbei sind die Zeiten, in denen man im Radio davon sprechen konnte: das versendet sich! Ein innovatives und bislang angeblich einzigartiges Audio-Monitoring-System beobachtet 24 Stunden täglich das Programm von Radio- und TVSendern und findet, mittels modernster Spracherkennung, die gesuchten Begriffe aus kompletten Sätzen und Themenbeiträgen heraus.

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16 deutschsprachige Radiosender werden seit Oktober 2005 von der Firma Com Vision in Wismar digitalisiert und nach Wörtern zerlegt. Darunter Antenne Brandenburg, Bayern 1, Bremen 1, NDR Info, SWR 3 und WDR Eins Live.

Derzeit ist die Software in der Beta-Version unter der Adresse www.audioclipping.de kostenlos zu testen. Das Land Mecklenburg-Vorpommern hat zur Entwicklung des Produktes laut einer Meldung der Ostseezeitung über eine Million Euro Fördergelder zur Verfügung gestellt. Zur Zielgruppe gehören Werbeagenturen, Landesmedienanstalten und recherchierende Journalisten.

In der Ergebnisliste taucht der gesuchte Begriff geordnet nach Datum, Uhrzeit, Sendungsname und Sender auf. Das Ergebnis kann als geschriebener Text zusammengestellt werden. Ein Symbol hinter einem Treffer zeigt an, ob über die Webseite eine Hörprobe von etwa 40 Sekunden möglich ist. Der Firma stehen enorme Rechenleistungen zur Verfügung. Die Daten werden ein Jahr lang gespeichert. Auf längere Sicht sollen auch Podcasts und Internetstreams in die Suche einbezogen werden.