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"Das Leben bedeutet Kampf". Abituraufsätze im "Dritten Reich"

2.8.2012

Deutscher Prüfungsaufsatz, Gymnasium zu Berlin-Steglitz, den 19.1.1934



Was hat Hitler für das Deutsche Volk geleistet? Will man die Leistungen eines Mannes, der in dieser Leistung seine Lebensaufgabe sieht, beurteilen, so muß man zunächst den Kampf dieses Mannes verstehen. Unsere Nachkommen werden nach dem Städtchen Braunau am Inn pilgern: als Stätte, wo Adolf Hitler das Licht der Welt erblickte. Schon in frühester Jugend begriff Hitler, daß Blut zu Blut gehört, und daß Deutschösterreich zum Reich. Er haßte die Habsburger, weil ihre Politik keine deutsche Politik war. Schon der "kleine Rädelsführer" stellte Selbstbetrachtungen an und entdeckte sein Redner- und Führertalent. Das Schicksal lenkte ihn in andere Bahnen, als er sie sich dachte. In Wien hatte er Gelegenheit, an sich und anderen Arbeitern die soziale Frage zu studieren. Durch Diskussionen und politische Gespräche und Bücher wurde sein Geist geschult. Als Arbeiter auf dem Bau fiel er doch nicht dem Marxismus anheim. Hier in Wien erkannte er auch das Spiel des internationalen Juden und wurde zum eifrigen Antisemiten. Als der Krieg ausbrach, wurde er Freiwilliger in einem bayerischen Regiment. Hier focht er für Deutschland und nicht für das Habsburger Haus. Die Revolution fand ihn im Pasewalker Lazarett fast erblindet liegend. Er weinte damals zum ersten Mal. "Ich aber beschloß, Politiker zu werden". Hierin liegt auch unsere Zukunft. Mit ungeheurem Mut und Willen ging er nun an das Werk. Es erfolgte die Gründung und der Aufbau der Bewegung. Übermenschliches leistete Hitler von da ab, nicht für sich oder eine Minderheit, sondern für das Deutsche Volk.

Will man Hitlers Leistungen richtig erfassen, so muss man sie von drei Gesichtspunkten aus betrachten.

1. Wie waren die Zustände, die damals bei uns herrschten. Die Antwort ist traurig, denn es sah einfach trostlos aus in Deutschland. Nach dem Dolchstoß der Heimat in dem Rücken der Heldenfront hatten Marxisten und Separatisten das Wort. Die Gauner und Drückeberger kamen aus ihren Schlupfwinkeln hervor und "gaunerten" dem Deutschen Volk eine Verfassung vor. Landesverrat wurde nun Ehre. Der Jude hatte freie Bahn. Jetzt hieß es: Freie Bahn der Korruption. Mit den nationalen Interessen wurde Schindluder getrieben. "Wir haben Schuld am Kriege; tut uns nichts, wir tun euch auch nichts!" Das Volk wurde verraten, die Wirtschaft wurde verraten. Jeder Strolch und Verbrecher wurde als Mensch behandelt, denn Menschen sind menschlich! Daß aber Tausende von Menschen infolge wirtschaftlicher Not zugrunde gingen, kümmerte die Humanitäts- und Pazifisten-Vereine nicht. Die Kurve der Selbstmorde stieg steil an, die Zahl der Arbeitslosen wuchs in die Millionen. In den Parlamenten scharten sich die Schafe um die Krippe. Eine Wahl jagte die andere. Der Reichskanzler von heute hob die Verfügungen und Gesetze seines Vorgängers auf. Immer stärker wurde die Steuerschraube angezogen, immer neue Notverordnungen wurden diktiert. Wer protestierte, erlag dem Gummiknüppel. Die Kultur wird zur Unkultur. Der Jude erobert die Presse und Kunst und ergießt von dort aus Gift unter das Volk und Schmutzkübel auf die, die ihm entgegenzutreten wagen. Das bolschewistische Chaos rückt in immer bedenklicher werdende Nähe. Die Irrenhäuser sind überfüllt, die Degeneration schreitet voran. Die Art und Rasse wird mit Füßen getreten, die Bevölkerungszahl nimmt ab, und der Bauer muss Hof und Scholle verlassen. Das Deutsche Volk aber zerfleischt sich selbst im Bruderkrieg. Mit dieser wahnsinnigen Idee vom Klassenkampf glaubte das internationale Judentum, den Weg für seine Weltherrschaft frei zu machen. Und wahrlich, ohne einen Hitler wäre es auch so gekommen.

2. Zur Zeit tiefsten Verfalls säte er Glauben, Hoffnung und – das Gefühl für – Ehre in den Gemütern. Die Saat ging auf und hat tausendfältige Frucht gebracht. Nach dem Sturz der Novemberverbrecher wurde sehr gründlich alles gereinigt und ausgeschwefelt. Die Bonzen wurden zur Verantwortung gezogen. Die Reichseinheit wurde durch das Reichsstatthaltergesetz garantiert. Kleinliche, egoistische Parteien wurden beseitigt. Der Stein, den Bismarck nicht hatte zersprengen können, wird weggeräumt: Die katholische Geistlichkeit darf sich nie wieder an der Politik beteiligen. Der Marxismus ist auf der ganzen Linie geschlagen. Volksfeindliche Elemente werden in eigens dazu errichtete Konzentrationslager gebracht, wo die Erziehung, die sie nicht genossen, nachgeholt wird. Jetzt wird überall "gleichgeschaltet". Die Behörden werden von Systembeamten gereinigt, Ministerien werden begründet. Mit der großen Säuberungsaktion, die bis in die entferntesten Winkel reichte, beginnt die Aufbauarbeit. Der Wille zum Aufstieg war geweckt; Ehrgefühl und Verantwortungsfreudigkeit ergriff das Volk, ja das Volk, denn die Klassenschranken waren gefallen. Gläubig und voll von Vertrauen auf den Führer, dem eisernen Volkskanzler, tut jeder seine Pflicht. Presse, Rundfunk und Film tritt in den Dienst der Regierung. Das große Arbeitsbeschaffungsprogramm reiht über zwei Millionen Männer wieder in die Produktion ein. Der Bauernstand, die Grundlage der Nation, wird wieder aufgerichtet und für die Zukunft gestützt. Volksgesundheitliche Maßnahmen gebieten der zunehmenden Degeneration unseres Volkes Einhalt. Der Arierparagraph, dessen Wichtigkeit vielfach nicht erkannt wird, verhindert, daß jüdische Zersetzung weiter um sich greift. Gemeinnutz geht vor Eigennutz, so lautet der geltende Leitsatz von heute. Jeder muß opfern, kein Opfer ist zu hoch. Das Deutsche Volk wird ein Volk ohne Jugend, wenn die Geburtenziffer weiter sinkt! Das Gesetz über Ehestandsdarlehen wird erlassen, die Junggesellensteuer eingeführt und die Zeugung minderwertigen Nachwuchses verhindert. Die Kultur wird wieder Deutsche Kultur, aufkommender Kitsch wird vertilgt. Dem Ausland, das mit gemischten Gefühlen die Einigung Deutschlands sah, klang das Genfer "Nein" sehr nach wiedergefundenem Stolz und Selbstbewußtsein. Nun ist Schluß mit der ehrlosen und feigen Außenpolitik. Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg! Einen schönen Lohn erhielt Hitler, als ihm über vierzig Millionen deutscher Männer und Frauen ihre Gefolgschaftstreue aussprachen. Daneben steht die Deutsche Jugend, die gewiß nicht zurückbleibt. Die moralischen Erfolge der größten und unblutigsten Revolution sind einzigartig, aber auch die politischen und wirtschaftlichen versprechen die schönsten Hoffnungen für die Zukunft.

3. Der Aufstieg hat begonnen, jetzt gilt es, zäh das Gewonnene festzuhalten und neue Stellungen zu erobern. Vier Jahre nur verlangte der Früher zur Wiederaufrichtung der Wirtschaft. Viel wichtiger ist es, daß das Volk als Gemeinschaft erkannt hat, worum es geht. Der völkische Gedanke muß in alle Deutschen gepflanzt werden. Die Theorie der Rassen ist kein Unsinn. Die Menschen sind nun einmal verschieden. Kein Klima, nicht die Fruchtbarkeit des Bodens zaubert Kultur bei Völkern hervor. Nein, es ist ein göttlicher Funke, der in den kulturfähigen Rassen glimmt. Die größte Sünde ist es also, die Rasseneinheit eines Volkes zu vermischen – verderben durch die Vermischung mit – mit minderwertigen Rassen. Der Gedanke der Rassenpflege muß also Wurzeln schlagen in jedem Mitglied der Deutschen Nation. Es geht nicht um Konfessionen, sondern um Erhaltung der völkischen Kultur. Je früher sich ein Volk seines Blutes besinnt, um so weiter ist es allen anderen Völkern voraus. Das Deutsche Volk müsste längst das Herrenvolk sein, wenn Rassenpflege getrieben worden wäre. Ebenso muß der Vergreisung unseres Volkes Einhalt geboten werden. "Zurück auf das Land", das ist die Forderung des Dritten Reiches. Unser Volk wird sich wieder besinnen, daß der Boden und das Blut die heiligsten Güter einer Nation sind. Die altgermanischen Ideale, Führer und Gefolgschaft, werden wieder Geltung bekommen. Deshalb wird die Jugenderziehung auch andere Bahnen gehen. Es kommt nicht so sehr auf wissenschaftliche Bildung als auf gesunden Körper und Charakter an. Die Verfassung der Zukunft ist nicht die Demokratie, in der mit dem Einsatz gespielt wird; die Nation als Einsatz ist zu wertvoll, als daß sie der Spielball von gewissenlosen Parlamentarien sein dürfte. Das aristokratische Führerprinzip, in dem das Können und die Verantwortungsfreudigkeit wieder gelten, wird sich durchsetzen. Der Deutsche wird nicht mehr "Kulturdünger" sein, sondern wird seinem eigenen Volke nützen. Der Staat ist nicht Selbstzweck, sondern die Zusammenfassung eines einheitlichen Wollens. Das Wollen unseres Volkes aber muß endlich einheitlich werden, wir müssen den gesunden Herdeninstinkt bekommen, den andere Nationen schon immer hatten. Auf der Popularität, der Macht und der Tradition baut sich die ideale Führung eines Staates auf. Im Endkampf der Völker aber, der nach meiner festen Überzeugung doch einmal kommt, entscheidet nur die Macht. Das Leben bedeutet Kampf, und wenn wir unserem Volk zum Aufstieg verhelfen wollen, so geschieht das nicht an dem grünen Tisch in Genf, sondern nur mit dem Schwert in der Hand. Auch ein Volk, das bereit ist, alles zu wagen, hat Berechtigung, zu sein. Diesen Geist wird sich unser Volk erwerben, das ist unsere Hoffnung und unser Glaube.

Wenn man also zum Schluß fragt, was Hitler für das Deutsche Volk geleistet hat, gibt es nur eine Antwort: Adolf Hitler hat das Deutsche Volk in seiner Einheit geschmiedet, wie Bismarck das Reich. Die Weltanschauung des National-Sozialismus in jeden Deutschen zu pflanzen, ist unsere Aufgabe für die Zukunft. Dann brauchen wir nie zu verzagen.

Mit schönem Überschwang entwirft W. ein großzügiges und groß aufgefasstes Gemälde, das man gleichsam nur aus der Ferne betrachten darf: Einzelheiten fehlen. Aber der Gesamteindruck vermittelt ein den Tatsachen entsprechendes Bild.

Der Stil ist gut, die Wortwahl treffend. Im besten Sinne Genügend (3 +) Klassenleistungen: gut. Gez. Studienrat Sch.