Der Dortmunder Torschütze Timo Konietzka (hinten) und sein Teamkollege Lothar Emmerich (vorn) bejubeln das erste Tor der Fußball-Bundesliga am 24.08.1963 im Bremer Weserstadion.

24.6.2013 | Von:
Jutta Braun

Abseits der Bundesliga? Zur Aufarbeitung des DDR-Fußballs

Wenn von 50 Jahren Bundesliga als Erinnerungsort[1] der Deutschen die Rede ist, so gilt dies nicht allein für das soziale Gedächtnis fußballbegeisterter Westdeutscher. Vor allem in den 1970er und 1980er Jahren war der bundesdeutsche Profifußball im Alltag vieler Fußballanhänger in der DDR dauerpräsent: HSV-Wimpel zierten Jugendzimmer, Rummenigge-Autogrammkarten waren begehrte Schwarzmarkt-Trophäen, und natürlich wurden auch ostdeutsche Familienväter samstagnachmittags magisch vom Fernsehschirm angezogen, wo es ein doppeltes Programm zu bewältigen galt: "Um 17 Uhr 35 begann 'Sport aktuell' mit den Berichten von der DDR-Oberliga. Das Thüringen-Derby tobte, Jena gegen Erfurt, ein herzaufregendes Superspiel, doch Punkt 18 Uhr schaltete Onkel Rittmüller zur 'Sportschau' um: nach drüben. Alemannia Aachen und 1860 München fabrizierten ein gähnendes 0:0. 'Aha' schwärmte Onkel Rittmüller, 'Bundesliga, das ist wenigstens Fußball!'"[2]

Vor allem die Nationalmannschaft der Bundesrepublik mit ihren zwei Welt- und Europameistertiteln genoss bei Fans in der DDR hohe Wertschätzung. Demgegenüber gelang es der DDR-Elf nur einmal, bei der WM 1974, an der Endrunde eines internationalen Turniers teilzunehmen. "Freundschaftsspielweltmeister" und "Qualifikationsversager" sind die von Enttäuschung geprägten Bezeichnungen, mit denen diese vergleichsweise magere Bilanz im Volksmund belegt wurde. Bei olympischen Fußballturnieren trumpfte der DDR-Fußball hingegen mehrfach auf: Nach Bronze 1964 und 1972 erreichte die DDR-Elf 1976 sogar den Olympiasieg und errang 1980 noch einmal eine Silbermedaille. Doch war das Interesse an diesen Auszeichnungen gering, da der olympische Wettbewerb im Gegensatz zum Profifußball unter Amateuren ausgetragen wurde.[3] Über die Gründe für den mäßigen Erfolg des DDR-Teams ist viel spekuliert worden: Wie viele andere sieht der ehemalige Nationaltrainer Georg Buschner "DDR-Sportchef" Manfred Ewald als eigentlichen Totengräber des DDR-Fußballs, da Talente und Ressourcen vor allem in sogenannte medaillenintensive Sportarten kanalisiert wurden.[4] "Die langen Fußballer sind bei uns Ruderer",[5] erklärte 1986 der Jenaer Trainer Lothar Kurbjuweit entsprechend sarkastisch, als er nach den Gründen für die wenigen hochgewachsenen DDR-Auswahlspieler gefragt wurde.

Die Begeisterung der DDR-Fans für die westdeutschen Kicker war für die SED-Führung, die seit Mitte der 1950er Jahre auf scharfe Abgrenzung von der Bundesrepublik bedacht war, ein peinliches Phänomen. Für die Verfechter einer "sozialistischen Nation"[6] war besonders irritierend, dass sich, wie das Leipziger Zentralinstitut für Jugendforschung in einer geheim gehaltenen Studie feststellte,[7] gerade die Jugend für die bundesdeutschen Fußballidole interessierte – und damit eine Generation, die in der DDR aufgewachsen war und eigentlich keinen gesamtdeutschen Bezug mehr kennen sollte. Als 1971 in Warschau anlässlich eines EM-Qualifikationsspiels der bundesdeutschen Nationalmannschaft Hunderte aus der DDR angereiste Fans Grüße an "die deutsche Nationalelf und den Kaiser Franz" skandierten, griff der Sicherheitsapparat rigide durch. Die Fans wurden bis an ihren Heimatort verfolgt und mit empfindlichen Sanktionen bestraft.[8] Während sich die Sportpolitiker anderer Staaten in West- und Osteuropa vor allem um die wachsende Zahl gewalttätiger Fans in den Stadien sorgten, schufen sich die DDR-Funktionäre ein zusätzliches "Fanproblem" selbst, indem sie Bundesliga-Anhänger pauschal als "negativ-dekadent" etikettierten und mit Knüppeln, durch Inoffizielle Stasi-Mitarbeiter in Fanclubs und weitere Schikanen zu bekehren suchten. Doch ließen sich echte Fans natürlich nicht abschrecken, und so gerieten Auftritte von Bundesliga-Clubs im Ostblock stets zu fröhlichen Treffen ihrer ostdeutschen Schlachtenbummler.

Im Rahmen des Möglichen wurde der deutsch-deutsche Doppelpass von den westdeutschen Vereinen auch zurückgespielt: So ermöglichte es etwa Werder Bremen, dass ostdeutsche Fans heimlich eine Mitgliedskarte erhielten. Und FC-Bayern-Präsident Fritz Scherer schmuggelte an einem Winterabend 1981 ein von allen Spielern signiertes Mannschaftstrikot unter seinem Pullover nach Ost-Berlin, als Überraschungsgeschenk für einen der treuesten Fans im Osten.[9] Was als freundschaftliche Geste der Bundesliga-Vereine gedacht war, interpretierte die Stasi als organisierte Agententätigkeit zur "Zersetzung" der DDR. Nirgends wurde das Misstrauen des Regimes deutlicher als beim Europapokalspiel der Landesmeister, das der BFC Dynamo am 15. September 1982 im Ost-Berliner Jahnsportpark gegen den Hamburger SV bestritt. Um deutsch-deutsche Verbrüderungsszenen zu verhindern, wurde ein freier Kartenverkauf unterbunden: Nur 2.000 Tickets gingen an handverlesene Fans, die überwältigende Mehrheit der Plätze auf den Tribünen wurde von Staatsschützern, Funktionären und Sicherheitsorganen eingenommen, darunter etwa 10.000 Stasi-Mitarbeiter.[10] Doch sollte die Begeisterung für den Bundesliga-Fußball nicht darüber hinwegtäuschen, dass die ostdeutschen Fans ihren Fußball liebten: weniger die Nationalelf, die häufig mit dem System identifiziert wurde, als vielmehr die Mannschaften der Oberliga und ihres Unterbaus, der DDR- und Bezirksligen.

Im Unterschied zur jüngsten wissenschaftlichen Erforschung der bundesdeutschen Fußballgeschichte fehlt bislang jedoch eine vergleichbare Auseinandersetzung mit 40 Jahren DDR-Fußball. Das ist umso bedauerlicher, als gerade eine systematische Untersuchung der auch in Ostdeutschland populärsten Sportart einen breiten Zugang zum Verständnis der Gesellschaftsgeschichte der DDR erschließen kann. Im Folgenden soll anhand von zwei Forschungsfeldern das Potenzial des Themas ausgelotet werden: Zunächst wird mit der Verfasstheit des Sports in der DDR, einer "Vereinskultur ohne Vereine", das Spannungsverhältnis zwischen politischer Durchherrschung und Versuchen zivilgesellschaftlicher Selbstorganisation umrissen. Anschließend wird der Frage der politisch bedingten In- und Exklusion im Bereich des Spitzenfußballs nachgegangen. Die Ausgrenzung sportlicher Leistungsträger aus ideologischen Gründen zeigt, welche Restriktionen die ostdeutsche Diktatur der Entwicklung des Fußballsports auferlegte und hiermit auch zu einem Modernisierungsdefizit beitrug. Gleichzeitig ist die "Kaltstellung" von Personen stets auch mit der moralischen Frage des "SED-Unrechts" verbunden, das auch im Sport deutliche Spuren hinterließ.

Vereinskultur ohne Vereine

Ein grundlegendes Desiderat der Fußballgeschichte der DDR ist zunächst nach wie vor eine Organisationsgeschichte der Verbandsstruktur, also des ostdeutschen Pendants zum Deutschen Fußball-Bund (DFB), des Deutschen Fußball-Verbandes (DFV) der DDR.[11] Auch die Ebene der Clubs und Betriebssportgemeinschaften (BSG) ist bis auf wenige Ausnahmen nicht wissenschaftlich fundiert untersucht worden. Die Literatur wird von einer Vielzahl entweder lexikalisch[12] oder populärwissenschaftlich gehaltener Werke zum "Zonenfußball"[13] bestimmt. Bislang fehlt vor allem eine grundsätzliche, wissenschaftliche Reflexion der Tatsache, dass in der DDR kein Vereinswesen bürgerlicher Prägung existierte. So wurden auch im Bereich des Fußballs die traditionellen und selbstverwalteten Vereine faktisch verboten und im Jahr 1948 flächendeckend durch staatlich gelenkte und kontrollierte Körperschaften, die sogenannten Sportgemeinschaften, ersetzt.[14] Allerdings hatten die Sportvereine bereits im Nationalsozialismus ein hohes Maß ihrer Eigenständigkeit eingebüßt, so dass zur Zeit der DDR bereits die zweite Welle der Umstrukturierung des organisierten Sports innerhalb von rund zehn Jahren erfolgte.[15] Die SED-Führung beabsichtigte, strukturell gründlich aufzuräumen und "brach radikal mit einem seit über hundert Jahren verankerten Organisationsprinzip in der deutschen Turn- und Sportbewegung".[16] Die Neuformierung des Fußballs betraf nicht allein seine innere Organisation, die zumeist als Betriebssportgemeinschaften nach sowjetischem Modell erfolgte, sondern ging einher mit der Einführung von bislang unüblichen Symbolen und Namen wie "Fortschritt" und "Aktivist".

Die "Entbürgerlichung"[17] wurde zuweilen sogar mit Hilfe politischer Justiz vorangetrieben, wie etwa ein Schauprozess gegen ehemalige Anhänger und Mitglieder des Dresdner SC Ende der 1950er Jahre belegt.[18] Zwar sind durchaus Proteste gegen die Zwangsumwandlungen überliefert,[19] und in den Turbulenzen der Frühphase gab es nicht wenige Republikfluchten, darunter die des späteren Bundestrainers Helmut Schön im Jahr 1950. Doch auch in den kommenden Jahren präsentierte sich der DDR-Fußball als ein brodelndes Laboratorium auf dem Feld des "Erfindens von Traditionen":[20] Mannschaften wurden per Parteiorder in andere Teile des Landes verpflanzt, und mit der Gründung der Sportvereinigung Dynamo und der Armeesportvereinigung Vorwärts wurden explizit Elemente des sowjetischen Sportsystems auf die deutschen Verhältnisse übertragen.

1966 wiederum erfolgte ein weiteres grundlegendes Revirement, als mit der Gründung von zehn "Fußballclubs" die parteilich gewollten "Leistungsschwerpunkte" im Fußball endgültig definiert und entsprechend ausgestattet wurden. Doch trotz der Vielzahl staatlicher und parteilicher Eingriffe bewahrten die Betriebssportgemeinschaften und Fußballclubs ihre Anhängerschaft beziehungsweise fanden sie aufs Neue. Das neue Gewand des Fußballs wurde letztendlich angenommen – selbst einem Club mit dem sperrigen Titel "ZSK Vorwärts Berlin" zollten die Fans Respekt und Treue, denn die Armeekicker schossen eine Menge Tore.[21] Auch blieb "Verein" in der Alltagssprache der DDR die gängige Bezeichnung für eine BSG beziehungsweise einen Club. Fußball in der DDR, mochte er noch so sehr staatlich gelenkt sein, bot auch hier nicht nur Zerstreuung, sondern die Möglichkeit der regionalen Identifikation mit einem Teil der "sozialistischen Heimat". Fußball, mit seinen Ritualen und den Wochen- wie Jahresrhythmus strukturierenden Spielplänen, trug durchaus zur Normalität des Alltags in der DDR und damit zur "heilen Welt der Diktatur"[22] bei.

Gleichzeitig gelang es der SED jedoch nicht, den Fußball, der wie der Sport der DDR generell neben der Produktion von Leistung auch ein "organisiertes Weltbild"[23] zu transportieren hatte, zu einem Transmissionsriemen ihrer politischen Botschaften werden zu lassen. Davon zeugt zum einen die spöttische Distanzierung der Spieler von der obligatorischen ideologischen Schulung als lästige "Rotlichtbestrahlung", vor allem aber das alles andere als staatskonforme Auftreten der Fans in den 1970er und 1980er Jahren. Von "Wismut Aue bis Rotes Banner Trinwillershagen"[24] entfaltete sich eine bunte Fankultur, die in ihrem Spektrum sämtliche Spielarten der entsprechenden Fanszene im Westen aufzuweisen hatte. Hilflos erscheinen die gescheiterten Versuche der SED-Sportführung, die Fanclubs mit Hilfe staatlicher Eingriffe zu homogenisieren, indem nur Utensilien und Fahnen erlaubt sein sollten, die der Symbolik der Fußballteams entsprachen.[25]

Insofern wäre zu fragen, inwieweit der "Fußball Marke DDR" trotz seiner organisatorisch völlig anders gearteten Grundlage auch im Osten zu einem Fixpunkt von – staatlich nicht erwünschter – Selbstorganisation werden konnte. Hierzu gehört auch, dass ehrgeizige Betriebssportgemeinschaften wie Stahl Brandenburg es schafften, den materiell und kaderpolitisch privilegierten, und damit für die Oberliga prädestinierten Fußballclubs die Stirn zu bieten. Mit Hilfe großzügiger Prämien und gezielter Rekrutierung von Talenten verstanden es Kombinatsdirektoren, die sportpolitisch programmierte Überlegenheit der FC zu konterkarieren und den Traum vom Aufstieg zu verwirklichen.[26] Hier ist es auch möglich, die Grenzen einer Diktatur[27] aufzuzeigen, die offenbar verhinderten, den Fußballsport beliebig zu instrumentalisieren.

Doch war auch der Fußballsport der DDR in weiten Teilen von Dirigismus der Partei und Stasi-Verstrickungen geprägt. Diese Durchherrschung ist von Hanns Leske für den in dieser Hinsicht besonders einschlägigen BFC Dynamo, dessen Ehrenvorsitzender der Minister für Staatssicherheit Erich Mielke war, gründlich erforscht worden.[28] Die verhängnisvollen Verdächtigungen, die einen Sportler oder Funktionär treffen und ihn das Berufsleben kosten konnten, waren immer wieder mit den gleichen Schlagworten verbunden: Kontakte mit dem "Klassenfeind", damit waren vor allem Bundesdeutsche gemeint, oder Beziehungen zu "Staatsfeinden", wozu etwa ostdeutsche Bürgerrechtler oder Ausreiseantragsteller zählten. Anhand von zwei Beispielen soll im Folgenden gezeigt werden, wie das ideologische Fallbeil selbst erfolgreichste Persönlichkeiten im Fußballsport unvermittelt treffen konnte.

Fußnoten

1.
Vgl. Gunter Gebauer, Die Bundesliga, in: Etienne François/Hagen Schulze (Hrsg.), Deutsche Erinnerungsorte, München 2005, S. 463–476.
2.
Christoph Dieckmann, Drüben. Vom Verschwinden einer deutschen Himmelsrichtung, in: Zeitgeschichtliches Forum Leipzig (Hrsg.), Drüben. Deutsche Blickwechsel, Leipzig 2006, S. 78–87, hier: S. 79.
3.
Die faktisch unter Profibedingungen trainierende DDR-Elf nahm offiziell für sich den Amateurstatus in Anspruch.
4.
Vgl. Thomas Stridde, Die Peter-Ducke-Story, Jena 2006, S. 46f.
5.
"Der Fußball-Trainer aus Jena leistet sich Träume, weil er Realist ist", in: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 18.9.1986.
6.
Der Bezug auf die "deutsche Nation" war in der DDR-Verfassung von 1974 endgültig eliminiert worden.
7.
Vgl. Hans-Jörg Stiehler, Jugendliche Fußballfans. Struktur und Einstellungen, Leipzig 1984.
8.
Vgl. Protokoll Nr. 55/71 der Sitzung des Sekretariats des ZK am 17.11.1971, SAPMO DY 30/JIV2/3/1809.
9.
Vgl. René Wiese/Jutta Braun, Doppelpässe – Wie die Deutschen die Mauer umspielten, Hamburg 2006, S. 121.
10.
Vgl. Hanns Leske, Erich Mielke, die Stasi und das runde Leder, Göttingen 2004, S. 413.
11.
Anders als der DFB war der DFV keine unabhängige Organisation, sondern der staatlichen Massenorganisation DTSB (Deutscher Turn- und Sportbund) unterstellt. Allerdings fehlt eine Organisationsgeschichte des DTSB bislang ebenfalls.
12.
Vgl. Hanns Leske, Torhüter der DDR – Magneten für Lederbälle, Kassel 2010.
13.
Hervorzuheben sind hier die Publikationen von Frank Willmann, zuletzt: Zonenfußball. Von Wismut Aue bis Rotes Banner Trinwillershagen, Berlin 2011.
14.
Vgl. Giselher Spitzer et al. (Hrsg.), Schlüsseldokumente zum DDR-Sport, Aachen 1998, S. 15–74.
15.
Nach der Umbildung des "Deutschen Reichsbundes für Leibesübungen" zum Nationalsozialistischen Reichsbund für Leibesübungen" (NSRL) 1938 wurde die Berufung der Vereinsführer vom Einvernehmen mit dem zuständigen Kreisleiter der NSDAP abhängig gemacht und das Recht auf Vereinsauflösung dem NSRL übertragen. Vgl. Hans Joachim Teichler, Die Sportbeschlüsse des Politbüros, Köln 2002, S. 44.
16.
Ebd.
17.
Konrad Jarausch, Kollaps des Kommunismus oder Aufbruch der Zivilgesellschaft?, in: Eckart Conze/Katharina Gajdukowa/Sigrid Koch-Baumgarten (Hrsg.), Die demokratische Revolution 1989 in der DDR, Köln u.a. 2009, S. 25–45; hier S. 27.
18.
Vgl. die zeitgenössische propagandistische Auswertung: Horst Bartzsch, Verbrechen unter dem Deckmantel "sportlicher Traditionen", in: Theorie und Praxis der Körperkultur, 6 (1959), S. 485–489.
19.
Vgl. Hans Joachim Teichler, Tumulte in Planitz, in: Horch und Guck, 51 (2005) 3, S. 10–13.
20.
Eric Hobsbawm/Terence Ranger (eds.), The Invention of Tradition, Cambridge 1984.
21.
Probleme hatte die Etablierung der neuen Fußballclubs allerdings in der geteilten Stadt Berlin, da hier zahlreiche Ost-Berliner weiterhin zum vertrauten Verein Hertha BSC hielten. Vgl. René Wiese, Wie der Fußball Löcher in die Mauer schoss, in: Jutta Braun/Hans Joachim Teichler (Hrsg.), Sportstadt Berlin im Kalten Krieg, Berlin 2006, S. 239–284.
22.
Stefan Wolle, Die heile Welt der Diktatur. Alltag und Herrschaft in der DDR 1971–1989, Bonn 1998.
23.
Zu Vereinen als Trägern kultureller Sinnstiftung vgl. Frank Bösch, Das konservative Milieu. Vereinskultur und lokale Sammlungspolitik, Göttingen 2002, S. 57f.
24.
F. Willmann (Anm. 13).
25.
Vgl. Jutta Braun, Sportfreunde oder Staatsfeinde, in: Deutschland Archiv, (2004) 3, S. 440–447, hier: S. 441.
26.
Vgl. Uta Klaedtke, "Stahl Feuer!!!" – Die Fußballer des Stahl- und Walzwerkes Brandenburg zwischen politischer Anpassung und betrieblichem Eigensinn, in: Hans Joachim Teichler (Hrsg.), Sport in der DDR. Eigensinn, Konflikte, Trends, Köln 2003, S. 238–270, hier: S. 264.
27.
Vgl. Ralph Jessen/Richard Bessel (Hrsg.), Die Grenzen der Diktatur. Staat und Gesellschaft in der DDR, Göttingen 1996.
28.
Vgl. H. Leske (Anm. 10), S. 518f.
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