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Naher Osten

Der Friedensprozess im Nahen Osten liegt in Trümmern. Was im September 1993 mit der Unterzeichnung einer "Prinzipienerklärung" zwischen Yitzhak Rabin und Jassir Arafat in Washington so hoffnungsvoll begann, endete in einem neuen Aufstand der Palästinenser gegen die israelische Besatzung. Die Gründe des Scheiterns sind vielfältig. Eines scheint jedoch evident zu sein: Beiden Konfliktparteien ist es in diesen sieben Jahren nicht gelungen, alte Feindbilder ab- und nötiges Vertrauen, das in einer solch heiklen Situation ein tragfähiges Fundament hätte abgeben können, aufzubauen. Der Hass auf beiden Seiten erinnert an längst vergangen geglaubte Zeiten. Es kann keinen Weg zurück geben - nach dem Motto des "Alles-oder-Nichts". Kompromissfähigkeit, insbesondere von Seiten Israels, ist gefordert, da das Land alles das besitzt, was den Palästinensern "heilig" ist. Solange es keine gerechte Lösung in der Jerusalem-, Flüchtlings-, Siedlungs- und Grenzfrage gibt, wird die Region nicht zur Ruhe kommen.

Ludwig Watzal

Editorial

Wie könnte ein Weg aus der Spirale des Hasses und der Gewalt aussehen? Welche Kompromisse müssen jetzt eingegangen werden? Die Autoren sehen vor allem Israel gefordert. Weiter...

Ilan Pappe

Die israelische Haltung im Friedensprozess

Worin liegen die Gründe für die bürgerkriegsähnlichen Zustände in Israel und Palästina? Der Oslo-Prozess war an einem Wendepunkt angekommen, an dem Yassir Arafat keine Kompromisse mehr machen konnte. Weiter...

Abdul-Rahman Alawi

Zwischen Oslo und Al-Aksa-Intifada

Der Friedensprozess im Nahen Osten war von Beginn an asymmetrisch. Die Zugeständnisse Israels in den Abkommen seit 1993 waren eher kosmetischer Natur. Weiter...

Christian Hacke

Die Politik der Clinton-Regierung im Nahen und Mittleren Osten

Die Nahostpolitik der Regierung Clinton stand im Zeichen seiner Bemühungen um Fortschritte im arabisch-israelischen Friedensprozess. Dank seiner Vermittlungsversuche kam es auch zu positiven Ergebnissen. Weiter...

Nagi Abbas

Ägyptens Rolle im nahöstlichen Friedensprozess

Ägypten sieht sich in einer Vermittlerrolle im nahöstlichen Friedensprozess zwischen Israel und der palästinensischen Autonomieverwaltung. Der Friedensvertrag zwischen Israel und Ägypten aus dem Jahre 1979 prädestiniert das Land geradezu für diese Rolle. Weiter...

Ferhad Ibrahim

Syrien nach Hafiz al-Asad: Zwischen Kontinuität und Wandel

Der Übergang der Macht nach dem Ableben Hafiz al-Asads ist problemlos und fast planmäßig verlaufen. Die allgemeine Stagnation im Bereich der Innen- und Wirtschaftspolitik verlangt indes nach strukturellen Reformen. Weiter...

Kinan Jaeger

Der "Staat Palästina": Herausforderung deutscher Außenpolitik

Kaum ein Land unterstützt heute die Palästinensischen Autonomiegebiete so stark wie Deutschland. Die Entwicklung zeigt, dass die palästinensische Forderung nach Gründung eines eigenen Staates noch vor kurzem hierzulande sehr ambivalent betrachtet wurde. Weiter...

 

Informationsportal Krieg und Frieden

Die weltweiten Militärausgaben sind 2013 leicht zurückgegangen - auf 1,7 Billionen US-Dollar. Welches Land gibt wie viel für sein Militär aus? Und wer bezieht die meisten Waffen aus Deutschland? Das interaktive Portal liefert Antworten auf sicherheitspolitische Fragen. Weiter...