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Berlin - eine zweimalige Stadt

Stadtplanung im Spannungsfeld vieler Interessen


26.5.2002
Während der vergangenen vier Jahrzehnte vor der Wende haben West- und Ostberlin eine spezielle städtebauliche Entwicklung durchlaufen. Die Ziele und Leitbilder waren jedoch völlig anders.

Einleitung



"Die größte Baustelle Europas" ist inzwischen zum Synonym für Berlin geworden. Seit dem Fall der Mauer 1989 erlebt und durchlebt die Stadt einen umfassenden wirtschaftlichen, politischen, sozialen, vor allem aber auch städtebaulichen Wandel, für den es kaum Parallelen gibt. Es geht um nicht weniger als um das Zusammenführen zweier Millionenstädte [1] mit extrem unterschiedlichen städtebaulichen Leitbildern während der vergangenen 50 Jahre.

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  • Es ging und geht immer noch um den Ausbau zur Hauptstadt Deutschlands. Und es geht darum, die wirtschaftsräumliche Stellung der Stadt auch im internationalen Kontext zu bestimmen. Sozialpolitisch und sozialräumlich aber geht es vor allem um die Frage, ob die Bewohner der vereinigten Stadt diese auch innerlich annehmen. Ein weiteres Schlagwort, das von der "Baustelle der deutschen Einheit", gewinnt hier an Bedeutung.


    Fußnoten

    1.
    Dieser Beitrag basiert auf einer englischsprachigen Veröffentlichung des Autors: The Urban Planning Context in Berlin: a City Twice Unique, in: William J. V. Neill/Hans-Uve Schwedler (Hrsg.), Urban Planning and Cultural Inclusion, Basingstoke-New York 2001 1ƒ1989 hatte Westberlin ca. 2 Millionen und Ostberlin ca. 1,2 Millionen Einwohner. Die beiden Stadthälften nahmen eine Fläche von rund 480 km² bzw. 403 km² ein.