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Frauenerwerbstätigkeit im europäischen Vergleich


12.11.2002
Die Erwerbstätigkeit der Frauen in Europa ist immer von Ungleichheiten gegenüber jener der Männer geprägt. Allerdings ist das Ausmaß dieser Ungleichheiten in Europa höchst unterschiedlich.

I. Erwerbsbeteiligung



Die Erwerbstätigkeit der Frauen in Europa ist immer von Ungleichheiten gegenüber jener der Männer geprägt. Allerdings ist das Ausmaß dieser Ungleichheiten in Europa höchst unterschiedlich: Am geringsten fallen die Unterschiede in den skandinavischen Ländern aus; Deutschland gehört in keinem Bereich zur Spitzengruppe, aber in etlichen zu den Schlusslichtern.

Die Erwerbs- und Beschäftigungsquoten von Frauen sind in Europa sehr unterschiedlich. Der Grund hierfür sind national unterschiedliche Gesetze und Regelungen in verschiedenen Politikbereichen, wie beispielsweise der Arbeitsmarkt-, Sozial- und Steuerpolitik.

Die geringste Differenz zwischen Männern und Frauen zeigt die Erwerbsquote von Schweden mit nur 4,8 Prozent (Männer: 81,1 Prozent, Frauen: 76,3 Prozent), die größte Italien mit 28,5 Prozent (Männer: 73,1 Prozent, Frauen: 44,6 Prozent) auf. Deutschland liegt mit 17,7 Prozent (Männer: 79,9 Prozent, Frauen: 62,2 Prozent) im Mittelfeld. Jedoch sind Erwerbsquoten allein nur begrenzt aussagekräftig. Vergleicht man Beschäftigungsquoten (Anteil der Beschäftigten an der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter zwischen 15 und 65 Jahren), zeigt Schweden die geringste Divergenz mit 2,9 Prozent (Männer: 72,6 Prozent, Frauen: 69,7 Prozent), die größte weist Griechenland mit 30 Prozent (Männer: 71,3 Prozent, Frauen: 41,3 Prozent) auf. Deutschland liegt mit einer Differenz von 14,9 Prozent (Männer: 72,7 Prozent, Frauen: 57,8 Prozent) im Mittelfeld. Betrachtet man die Beschäftigungsquoten im Zeitvergleich, nimmt Deutschland einen Schlussplatz ein. In Griechenland, Italien und Spanien ist der Anteil der Haushalte mit einem männlichen Alleinverdiener besonders hoch. Eine Ausnahme bildet Portugal mit deutlich höheren weiblichen Erwerbsquoten. Das niedrige Lohnniveau und das geringe Angebot an Teilzeitstellen - auch als Folge einer unzureichenden Entwicklung des Dienstleistungssektors - führen dazu, dass viele portugiesische Haushalte zwei vollzeitbeschäftigte Personen aufweisen.

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