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Alltagskultur Ostdeutschland

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Leben in der DDR wird im Westen Deutschlands gern mit dem politischen System gleichgesetzt. Es wird so auf ein Leben unter der SED-Diktatur reduziert - eine Bewertung, die den Alltagserfahrungen der Menschen nur ungenügend gerecht wird. Sie zeugt zudem von wenig Neugier darauf, wie denn das alltägliche Leben "drüben" war. Langweilig sei es gewesen, meint man hierzulande nicht selten. In den fünf Beiträgen dieser Ausgabe wird nicht nur ein anderes - ein spannenderes - Bild vom Alltag in der DDR gezeichnet, es wird auch die Neugier und Lernbegierigkeit deutlich, mit der die Ostdeutschen nach der Wende den Anforderungen des neuen Gesellschaftssystems begegneten.

Katharina Belwe

Editorial

Leben in der DDR wird im Westen Deutschlands gern mit dem politischen System gleichgesetzt. Es wird so auf ein Leben unter der SED-Diktatur reduziert. Weiter...

Dietrich Mühlberg

Schwierigkeiten kultureller Assimilation

Die Eingliederung ihrer Gesellschaft in die Bundesrepublik machte die Ostdeutschen zu "Fremden im eigenen Land". Es zwang sie zu schneller Assimilation. Weiter...

Thomas Ahbe, Michael Hofmann

"Eigentlich unsere beste Zeit" Erinnerungen an den DDR-Alltag in verschiedenen Milieus

Alltagserinnerungen an goldene Jahre in der DDR gibt es heute mehr denn je. Sie zeigen, in welcher Weise diese Gesellschaft für bestimmte Generationen wirksame Integrationsangebote bereithalten konnte. Weiter...

Dagmar Schittly

DDR-Alltag im Film Verbotene und zensierte Spielfilme der DEFA

Der Film genoss in der DDR einen hohen Stellenwert. Entsprechend waren die Filmemacher und vor allem der einzige staatliche Filmbetrieb, die DEFA, ständiger Überwachung ausgesetzt. Weiter...

Sylvia Klötzer

"Über-Lebenszeit": Kabarett in der Transformation

Wie hat sich satirische Kritik eingebunden in die SED-Parteiöffentlichkeit ausgebildet und sich daraus gelöst? Eine Untersuchung am Beispiel von drei Produktionen der "Herkuleskeule". Weiter...

Rainer Gries, Silke Satjukow

Von Menschen und Übermenschen

Die kulturgeschichtliche Anatomie von Propagandafiguren wie den "sozialistischen Helden" zeigt den Doppelcharakter dieser Mediatoren: Sie waren einerseits autoritäre Setzungen durch die professionellen Propagandisten der Partei. Weiter...