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USA

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    Die Eiszeit in den deutsch-amerikanischen Beziehungen ist seit dem Treffen zwischen Bundeskanzler Gerhard Schröder und US-Präsident George W. Bush am Rande der UN-Vollversammlung am 24. September offiziell für beendet erklärt worden. Von einer Harmonie wie in früheren Zeiten kann jedoch keine Rede sein. Zu tief sitzt die Verärgerung der US-Administration über Äußerungen deutscher Politiker über Präsident Bush und über die Weigerung der Schröder-Regierung, sich am umstrittenen Irakkrieg zu beteiligen.

    Anstatt die unterschiedlichen politischen Positionen aufzuarbeiten, wurden sie diplomatisch unter den Teppich gekehrt. Dies dürfte den bilateralen Beziehungen auf Dauer nicht förderlich sein. Neben den außenpolitischen Verwerfungen gibt es einige inneramerikanische Entwicklungen, die zu tiefer Besorgnis Anlass geben, etwa der große Einfluss einer kleinen Gruppe radikaler "Neokonservativer" auf den politischen Entscheidungsprozess, die Machtzunahme christlicher Fundamentalisten auf die Bush-Regierung sowie die enge Kooperation mit dem neuen militärisch-industriellen Komplex.

       
  • Ludwig Watzal

    Editorial

    Von einer neuen Harmonie zwischen Deutschland und den USA kann nur oberflächlich gesprochen werden. Zu verschieden bleiben die politischen Ansichten. Weiter...

    Karsten D. Voigt

    Macht, Souveränität und Herrschaft des Rechts -neue Herausforderungen an die transatlantischen Beziehungen

    Durch den internationalen Terrorismus und die Weiterverbreitung von Massenvernichtungswaffen sind globale Krisen ausgelöst worden. Europa kann zur Bekämpfung dieser neuen Gefahren erhebliches beitragen. Weiter...

    Ernst-Otto Czempiel

    Die stolpernde Weltmacht

    Die amerikanische Militärintervention konnte zwar den Diktator Saddam Hussein vertreiben, aber nicht das Land befrieden. Trotz erheblicher Schwierigkeiten ist nicht zu erwarten, dass die weit rechts angesiedelte Bush-Regierung von ihrem Ziel ablässt, die Region weiter zu dominieren. Weiter...

    Karl-Heinz Kamp

    Die Zukunft der deutsch-amerikanischen Sicherheitspartnerschaft

    Die deutsch-amerikanische Freundschaft hat in den letzten zwölf Monaten eine tiefe Krise durchlaufen. Die Beziehungen müssen an die neuen Realitäten angepasst werden. Weiter...

    Michael Minkenberg

    Die Christliche Rechte und die amerikanische Politik von der ersten bis zur zweiten Bush-Administration

    Seit einem Vierteljahrhundert nimmt die christliche Rechte Einfluss auf die amerikanische Politik. Aber mit George W. Bush hat sie einen ihnen überaus nahestehenden Vertreter im Zentrum der einzigen Weltmacht. Weiter...

    Alexandra Homolar-Riechmann

    Pax Americana und gewaltsame Demokratisierung

    Die Außenpolitik der USA wird zur Zeit von einer Anzahl erzkonservativer "Think Tanks" bestimmt. Worin liegen ihre Ideen und Vorstellungen? Weiter...

    Michael Hennes

    Der neue Militärisch-Industrielle Komplex in den USA

    Nach dem Ende des Kalten Krieges haben die USA die Chance einer Friedensdividende verspielt, wie die dramatische Aufstockung ihres Verteidigungshaushaltes belegt. Die Gefahren, die von dem neuen miltärisch-industriellen Komplex ausgehen, sind beachtenswert. Weiter...