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2.6.2003 | Von:
Michael Lemke

Der 17. Juni 1953 in der DDR-Geschichte

Folgen und Spätfolgen

Resümee

Der Volksaufstand vom 17. Juni 1953 und seine (Spät-)Folgen haben Gesellschaft und Politik der DDR erheblich beeinflusst. Die Erinnerung an ihn war in der SED und ihren Apparaten aus Gründen des Machterhaltes stärker als in der Bevölkerung, wo sie nie ganz verschwand, aber doch tendenziell abnahm.

Die Volkserhebung stellt zweifellos ein "singuläres Ereignis in der Geschichte der DDR" (Stefan Wolle) dar. Doch fragt es sich, ob es dies nicht auch für die Bundesrepublik bzw. die gesamtdeutsche Nachkriegsgeschichte im Kalten Krieg war. Dafür sprechen u.a. die direkt oder mittelbar auf den 17. Juni bezogenen deutschen Interaktionen, gesellschaftlichen Diskurse und die unterschiedlichen und doch gemeinsamen Erinnerungen der Zeitzeugen.