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6.5.2003 | Von:
Günter Thoma

Jugendarbeitslosigkeit bekämpfen - aber wie?

Der Jugendarbeitslosigkeit sollte u.a. durch die Erleichterung des Übergangs von der Schule in die Arbeitswelt begegnet werden: durch eine gezielte Förderung der Ausbildungsreife und Optimierung der Ausbildungssituation.

Einleitung

Die Bekämpfung der Beschäftigungslosigkeit hat in unserer Gesellschaft höchste Priorität. Enorme Anstrengungen werden zu ihrer Verringerung unternommen; dabei kommt der Reduzierung der Jugendarbeitslosigkeit ein besonderer Stellenwert zu. Millionen Mark und Euro sind in der Vergangenheit für entsprechende Programme ausgegeben worden - ohne den gewünschten Erfolg zu erzielen. Könnte es sein, dass die alten Antworten nicht mehr taugen, weil sich mittlerweile die Fragestellungen verändert haben? Immerhin schlagen wir uns nun schon seit dreißig Jahren mit einer alles in allem wachsenden Massenbeschäftigungslosigkeit herum. Es sind also neue Konzepte gefragt.

Was den Kampf gegen die Jugendarbeitslosigkeit betrifft, so muss einerseits in den Bereichen Prävention und Qualifizierung entschieden anders vorgegangen werden als bisher. Andererseits ist die Jugendarbeitslosigkeit Teil der allgemeinen Krise der Arbeit, deren Überwindung eine wesentliche Bedingung dafür ist, die Jugendarbeitslosigkeit zu verringern bzw. zu beseitigen.

Eine Absage muss all jenen erteilt werden, welche sich die Überwindung der Jugendarbeitslosigkeit vom zu erwartenden Geburtenrückgang erhoffen. Die Zukunft ist grundsätzlich nicht vorhersehbar, da man nie alle Faktoren berücksichtigen, geschweige denn richtig einschätzen kann. Außerdem gibt es zahlreiche Einflüsse, welche die Entlastung des Arbeitsmarktes durch einen Geburtenrückgang mehr als neutralisieren könnten. Wir haben das Problem jetzt. Die Frage muss also lauten: Jugendarbeitslosigkeit bekämpfen - aber wie?