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14.5.2004 | Von:
Andreas Ufen

Islam und Politik in Südostasien

Neuere Entwicklungen in Malaysia und Indonesien

In diesem Aufsatz werden neuere Entwicklungen in Malaysia und Indonesien im Hinblick auf den Einfluss des "politischen Islams" nach dem Terroranschlag von Bali und angesichts der Reformbewegungen in den beiden mehrheitlich muslimischen Ländern beleuchtet.

Einleitung

Südostasien gilt in der islamischen Welt als Peripherie, ist aber in den vergangenen Jahren wegen des Terroranschlages von Bali, aber auch wegen der Reformbewegungen in Malaysia und besonders in Indonesien stärker in den Vordergrund des Interesses gerückt. Deshalb sollen einige neuere Entwicklungen in den beiden mehrheitlich muslimischen Ländern im Hinblick auf den Einfluss des "politischen Islams" und seiner Vertreter beleuchtet werden. Zunächst werden die politischen Systeme dieser Länder als hybride Regime gekennzeichnet. Danach soll gezeigt werden, wie und in welchem Umfang beide Gesellschaften seit etwa den frühen siebziger Jahren islamisiert worden sind. Schließlich werden die vielfältigen und widersprüchlichen Entwicklungen nach dem 11. September 2001 bzw. dem 12. Oktober 2002 (dem Bombenanschlag von Bali) skizziert.