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Weg und Bilanz der Transformation in osteuropäischen Staaten

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    Nach Jahrzehnten der betonierten Spaltung Europas treten am 1. Mai 2004 neben Zypern und Malta acht mittel- und osteuropäische Staaten der Europäischen Union bei. Ungarn, Polen, Tschechien, die Slowakei, Estland, Lettland und Litauen gehörten bis zur Zeitenwende 1989/90 zum sowjetischen Machtbereich, Slowenien war Teil des Vielvölkerstaates Jugoslawien.

    In diesem Heft wird eine Einschätzung der Risiken und Chancen der EU-Osterweiterung vorgenommen. Neben Basisdaten des beeindruckenden Transformations-prozesses, der Politik, Wirtschaft und Gesellschaft der ehemaligen Ostblockstaaten seit 1990 erfasst hat und noch längst nicht abgeschlossen ist, wird diskutiert, ob mit der "EU 25" auf Deutschland eine Zunahme der legalen wie illegalen Einwanderung zukommt. Außerdem wird das reiche Erbe in Erinnerung gerufen, das die Beitrittsstaaten zum Prozess der europäischen Integration beisteuern werden: die Erfahrung, friedlich und mit den Mitteln der Zivilgesellschaft eine Diktatur zu Fall gebracht zu haben.

       
  • Hans-Georg Golz

    Editorial

    Der Erweiterungsschritt zum Europa der 25 scheint die EU nicht nur quantitativ, sondern vor allem qualitativ tief greifend zu verändern. In diesem Heft werden Risiken und Chancen der EU-Osterweiterung eingeschätzt. Weiter...

    András Bozóki

    Mitgliedschaft ohne Zugehörigkeit?

    Autoritäre politische Systeme lassen zivilgesellschaftlichen Gruppen in der Regel nur wenig Raum. Wichtigste Auswirkung einer langen undemokratischen Herrschaft ist deshalb der Mangel an "formalem Vertrauen". Weiter...

    Wolfgang Ismayr

    Die politischen Systeme der EU-Beitrittsländer im Vergleich

    Das Ende der kommunistischen Regime ab 1989 hat die politische Landschaft in Osteuropa grundlegend verändert. Inwieweit ist heute eine Institutionalisierung und Konsolidierung der Demokratie gelungen? Weiter...

    Michael Dauderstädt

    Transformation und Integration der Wirtschaft der postkommunistischen Beitrittsländer

    Der schleichende Kollaps der Planwirtschaften war eine wichtige Ursache des politischen Wandels in Mittel- und Osteuropa. Danach sahen sich die jungen Demokratien gleichzeitig mehreren wichtigen Aufgaben gegenüber. Weiter...

    Albrecht Rothacher

    Die EU 25

    Die Diskussion um die politischen Folgen der fünften EU-Erweiterung bewegt sich zwischen naivem Optimismus und schwärzestem Pessimismus. Einhellig aber ist die Meinung, dass Polen dabei eine zentrale Rolle zukommt. Weiter...

    Anu Toots, Raivo Vetik

    Estland vor dem EU-Beitritt

    Die estnische EU-Politik wird vom Zusammenspiel innerer und äußerer Faktoren geprägt. Äußere Elemente wie institutionelle Reformen und die Beitrittsverhandlungen entwickelten sich rasch, innenpolitische Faktoren hingegen brauchen Zeit. Weiter...

    Barbara Dietz

    Ost-West-Migration nach Deutschland im Kontext der EU-Erweiterung

    Deutschland ist das wichtigste Zielland für Migranten und Migrantinnen aus Osteuropa. Die EU-Erweiterung wird früher oder später auch zur Aufhebung aller Migrationsbarrieren führen. Weiter...

    Helmut Fehr

    Eliten und Zivilgesellschaft in Ostmitteleuropa

    Die zivilen Gesellschaften Ostmitteleuropas haben sich nach 1989 stark verändert: vom ethischen Konzept des Widerstands zu Werten wie Gerechtigkeit, Toleranz, Bürgersinn und Pluralismus. Schlüsselbegriffe einer ostmitteleuropäischen Version der Zivilgesellschaft. Weiter...