Porträt von Louise Otto-Peters auf dem Giebel eines Hauses in der Altstadt von Meissen

15.2.2019 | Von:
Sandra Berndt

Louise Otto-Peters (1819–1895). Ein Kurzporträt

Louise Otto-Peters ist eine der herausragenden Feministinnen des 19. Jahrhunderts. Ihr Bild stellt sich durch die Erschließung neuer und der Auswertung bekannter Quellen unter veränderten Gesichtspunkten und Fragestellungen mittlerweile differenzierter dar.[1] Insbesondere durch die Forschungen von Irina Hundt, Johanna Ludwig und Susanne Schötz wurden entscheidende Voraussetzungen für eine kritische Relektüre von Leben und Werk Louise Otto-Peters’ geschaffen.

Zu ihrem Leben nach der Heirat mit August Peters 1858 wurden bisher kaum authentische Dokumente gefunden. Stattdessen sind eine Reihe von Erinnerungen und Selbstzeugnissen "im Kolorit der Bilder Ludwig Richters"[2] bis in Formulierungen hinein zum Ausgangspunkt ihrer Porträtierung geworden.[3] Damit sind ihre überlieferten Selbstzeugnisse ein früher Ausdruck frauenbewegter Memoirenliteratur.[4] Worin das eigentliche Bestreben dieser schriftstellerischen Erinnerungsarbeit liegt, hinterfragen Julia Paulus und Kerstin Wolff sowie Irina Hundt.[5] Deren Ergebnisse lassen erkennen, dass die Geschichtsschreibung der Frauenbewegung in ihrer Tradierung immer auch von deren gesellschaftlichen Gegebenheiten abhängig ist. Markant zeigt sich dieser Aspekt an der Rezeption von Louise Otto-Peters im Wissenschaftsbetrieb von DDR und Sowjetunion, wo ihre Texte und Lebensleistungen bis in die 1970/80er Jahre weitgehend vom Diskurs ausgeschlossen blieben.[6]

Mit der Gründung der Louise-Otto-Peters-Gesellschaft e.V. 1993 gelang es, einen gemeinnützigen Verein zu initiieren, dessen gleichnamiges Archiv seit 1997 bemüht ist, alle bislang identifizierten Schriften von und über Louise Otto-Peters und ihrem umfangreichen Netzwerk zu sammeln. An dieser Stelle ist es kaum möglich, auf alle diese Veröffentlichungen einzugehen; die von Roselinde Zeitschel erarbeitete Bibliografie für den Zeitraum 1843 bis 1994 bietet einen detaillierten Überblick.[7]

"Wer sich umschaut …" Schriftstellerin und Publizistin

Louise Otto wurde am 26. März 1819 als jüngste Tochter in eine liberal-aufgeklärte bürgerliche Meißner Familie hineingeboren, in der Politik und eine allgemeine Begeisterung für Musik, Theater und Literatur eine große Rolle spielten. Den Privatunterricht ab 1826 konnte sie durch Verschieben der Konfirmation um ein Jahr bis 1835 verlängern. Auch aus eigener Erfahrung kritisierte sie frühzeitig das Bildungssystem des 19. Jahrhunderts, das nur Jungen ein umfassendes und langjähriges Lernen bis zu Abitur und Studium ermöglichte. Zentraler Punkt ihres Wirkens sollte es werden, Bildungs- und Ausbildungsmöglichkeiten für Mädchen und Frauen zu verbessern und zu schaffen.[8]

Nach dem Tod der Eltern 1835 und 1836 lebte sie zunächst mit den Schwestern Antonie und Francisca unter der Obhut ihrer Tante, ab 1840 viele Jahre allein mit ihr. Im gleichen Jahr lernte sie den liberal-demokratisch geprägten Juristen und Literaten Gustav Müller kennen, der sie mit aktuellen literarischen und politischen Strömungen bekannt machte. Nach seinem frühen Tod 1841 widmete sie sich verstärkt autodidaktischen Studien von Literatur, Philosophie, Geschichte, Religion, Politik, Medizin und Naturwissenschaften sowie des Französischen.[9] Im Vormärz entwickelte sie freundschaftliche Beziehungen unter anderem zum Oppositionsführer Sachsens und Demokraten Robert Blum, zum Verleger Ernst Keil sowie zu sozialkritischen Dichtern des Jungen Österreich wie Karl Isidor Beck, Karl Herloßsohn, Hermann Rollett, Eduard Mautner und Alfred Meißner, die aufgrund der repressiven Pressepolitik in Österreich ins in dieser Hinsicht progressive Sachsen geflüchtet waren und vor allem in Leipzig Wege zur literarischen Produktion fanden. Die Mitarbeit Louise Ottos an politisch-literarischen Zeitungen und Zeitschriften machten sie bereits zu diesem Zeitpunkt auch außerhalb Sachsens bekannt. Die durch eigene Veröffentlichungen gewonnene finanzielle Unabhängigkeit nutzte sie in den folgenden Jahren wiederholt dazu – zum Entsetzen ihrer Zeitgenoss/innen – allein durch Deutschland zu reisen und sich autodidaktisch zu bilden.[10]

1840, bei einer Reise ins sächsische Oederan, ein von der Textilindustrie geprägter Ort nahe Chemnitz, erhielt sie erstmals Einblicke in die prekären Arbeits- und Lebensbedingungen der Weberfamilien. Dies begründete einerseits ihr Interesse an sozialer Gerechtigkeit und an der sich herausbildenden Arbeiterklasse, andererseits begann sie sich mit der gesellschaftlichen Rolle der Frau auseinanderzusetzen.[11] In der vormärzlichen literarischen Szene, in der Louise Otto verkehrte, wurden auch Frauen gewisse Teilhaberechte eingeräumt. 1842/43 erfolgten erste literarische und journalistische Veröffentlichungen von Gedichten, Reiseliteratur und Rezensionen sowie ihres ersten Romans "Ludwig, der Kellner". 1843 reagierte sie auf die von Robert Blum in den "Sächsischen Vaterlands-Blättern" gestellte Frage nach politischer Teilhabe von Frauen, der die Artikelserie "Frauen und Politik" 1843/44 folgte, die als publizistischer Auftakt der deutschen Frauenbewegung gewertet wird.[12] Auch Louise Otto resümierte diesen Zeitraum als Beginn ihrer journalistischen und literarischen Karriere;[13] sie war damals die erste Frau, die sich zur Rolle der Frau in der Presse positionierte.[14] 1846 erschien ihr Roman "Schloß und Fabrik", der nach Auffinden der Zensurakte durch Johanna Ludwig 1996 erstmals unzensiert publiziert werden konnte,[15] 1847 wurde ihr erster Gedichtband "Lieder eines deutschen Mädchens" veröffentlicht. Als für unverheiratete Frauen ihres Standes zumindest gesellschaftlich anerkannte Einkommensquelle sollte Schreiben insbesondere in den späteren Jahren für ihren Lebensunterhalt und eine Zeit lang für den der Tante sowie der hinterbliebenen Kinder ihrer Schwester sorgen.[16]

Neben dem weithin beachteten Roman "Schloß und Fabrik" lässt sich ihr Engagement für die Arbeiter/innen besonders anschaulich an der viel zitierten "Adresse eines Mädchens" von 1848 illustrieren.[17] Dieser offene Brief überzeugt wie ihre aus dem gleichen Zeitraum stammende Eingabe zur Frauenarbeit an die sächsische Kommission durch frauenemanzipatorische Weitsicht. Louise Otto forderte darin völlig neuartig im gesamten Diskurs um die Verbesserung der Arbeitsbedingungen der Arbeiterklasse, die Situation der Arbeiterinnen explizit einzubeziehen. Erstmals legte sie die Funktion von je nach vorhandenen Möglichkeiten frei gewählter Erwerbsarbeit als Basis von Selbstständigkeit und Selbstbestimmung offen, während sie zugleich die Vereinbarkeit von Frauenerwerbsarbeit und Mutterrolle durch Kinderbetreuungseinrichtungen im Blick hatte.[18]

Louise Otto-Peters, 1879Louise Otto-Peters, 1879
Quelle: Stadtgeschichtliches Museum Leipzig.
Neben dem Plädoyer für Bildung und Erwerbsarbeit sprach sich Louise Otto 1849 als vermutlich erste Frau überhaupt in der Geschichte des Feminismus, des Parlamentarismus und der Demokratiebewegung in der von Louise Dittmar herausgegebenen Zeitschrift "Sociale Reform" für das Frauenstimmrecht aus.[19] Mit ihrem breiten Demokratieverständnis und aus der Enttäuschung heraus, dass die freiheitlich-demokratischen Revolutionäre von 1848/49 Frauenrechte nicht bedachten, gründete sie 1849 die erste langlebigere "Frauen-Zeitung" (bis 1852) als engagiertes feministisches Presseorgan zur Artikulation von Fraueninteressen. Der Germanistin Juliane Schröter zufolge war Louise Otto mit der Zeitung wesentlich an der Herausbildung eines politischen Kollektivsubjekts "die Frauen" beteiligt.[20] Die sprachliche Sichtbarmachung und die überregionale dialogische und vielstimmige Kommunikation etablierten die Vorstellung, dass alle Frauen eine große Gruppe bilden, vertreten durch die integrativ angelegte Kommunikationsgemeinschaft "Frauen-Zeitung" und ein darin entworfenes klassenübergreifendes Programm. Aus dem Blickwinkel des 19. Jahrhunderts wirkte die Zeitung emanzipatorisch-befreiend, indem das sprachlich konstruierte Kollektivsubjekt "die Frauen" gegen diskriminierende ständisch begründete Kategorisierungen von Menschen wie Frauen, Kinder, Dienstbotinnen, Arbeiterinnen als Unmündige und Unselbstständige gerichtet war.[21] Anfang 1853 versuchte Louise Otto die "Frauen-Zeitung" analog einer belletristischen Wochenschrift als "Deutsche Frauen-Zeitung. Blätter für Literatur, Kunst und die höheren weiblichen Interessen" wiederzubeleben. Sowohl äußerlich als auch inhaltlich kam es zu umfassenden Veränderungen, die kaum noch den frauenemanzipatorischen Intentionen Louise Ottos entsprachen, sodass auch hierin das frühe Ende der Zeitschrift im Juli 1853 begründet war.[22]

Louise Ottos ersten und viel beachteten Romane stammen aus den revolutionären 1840er Jahren und befassen sich allgemein mit sozialer Benachteiligung, politischer Repression, kirchlichem Konservatismus, gesellschaftlichen Vorurteilen und überkommenem Standesbewusstsein. Während der Restaurationszeit musste sich auch Louise Otto den Gegebenheiten von Repression und Zensur als Schriftstellerin und Publizistin anpassen. Trotz fehlender systematischer Untersuchung ist bekannt, dass sie sich in dieser Zeit verstärkt der Rolle der Kunst in der Gesellschaft zuwandte,[23] aber auch (kultur-)historischen Themen und der Geschichte der Hexenverfolgung Aufmerksamkeit schenkte.[24] Unter anderem in den "Privatgeschichten der Weltgeschichte" (1868–1872) beteiligte sie sich mit zahlreichen Frauenporträts aus mehreren Jahrhunderten entschieden an einer feministischen Geschichtsschreibung.[25]

Parallel zur literarischen und journalistischen Entwicklung im Vormärz engagierte sich Louise Otto als führende Vertreterin der Demokratiebewegung in Sachsen. Sie wirkte bei der Gründung von Vaterlandsvereinen in Meißen und Leipzig; sie unterstützte die Parlamentswahlen für die Deutsche Nationalversammlung; sie beteiligte sich bei der Organisierung von Arbeiter/innenversammlungen und -petitionen, demokratischen Vereinen und sozialistischen Klubs, und vor allem unterstützte sie illegal deutsche und österreichische Revolutionäre in Gefangenschaft und auf der Flucht. Auch für den oppositionellen Redakteur August Peters, ihren späteren Ehemann, der von 1849 bis 1856 zu einer Zuchthausstrafe verurteilt wurde, engagierte sie sich teilweise durch Aufwenden ihres Erbes. Louise Ottos Tagebucheinträge, Briefe und Gedichte dieser Zeit geben eindrucksvoll Kenntnis von der psychischen Belastung.[26] In den Folgejahren nahmen die Repressionen auch in ihrer unmittelbaren Umgebung durch Verbote einzelner Vereine und Zeitungen, dann 1850/51 durch die in den meisten Bundesstaaten erlassenen Vereins-, Versammlungs- und Pressegesetze zu. Louise Otto gehörte in der Reaktionsperiode schließlich selbst zu den politisch Überwachten; ihre polizeiliche Akte von Juli 1850 bis Oktober 1854 dokumentiert Verfolgung, Hausdurchsuchungen und Verhöre, Ausweisungen oder Einreiseverbote.[27]

Nach der Heirat mit August Peters 1858 lebte das Paar ab 1860 in Leipzig, wo beide an der demokratischen "Mitteldeutschen Volks-Zeitung" arbeiteten; Louise Otto-Peters war für das Feuilleton zuständig.[28] Das Ehepaar hatte seit dem Vormärz enge Kontakte zu Schriftstellern, Publizisten und Verlegern sowie einen langjährigen Freundes- und Bekanntenkreis in Leipzig, war im Leipziger Schillerverein und anderen Vereinigungen involviert sowie in der sich neu belebenden Nationalbewegung vernetzt. Es war eine kurze, aber wohl glückliche und moderne Ehe mit gleichermaßen erwerbstätigen und gesellschaftlich integrierten Partnern. Literarisch und publizistisch beteiligte sich Louise Otto-Peters in dieser Zeit mit Gedichten zur Erinnerung an die Leipziger Völkerschlacht und an den Freiheitskämpfer Theodor Körner, ebenso mit Themen zur Erziehung und Erwerbstätigkeit von Frauen.

Louise Otto-Peters ist die Autorin von einer bis heute nicht sicher ermittelten Zahl von Gedichten, 28 meist mehrbändigen Romanen, Novellen, Erzählungen, (kultur-)historischen Schriften, biografischen Skizzen, Reiseliteratur, Essays, Opernlibretti, Literatur-, Theater- und Musikkritiken sowie unzähliger, teilweise unter Pseudonym verfasster journalistischer Beiträge zu gesellschafts- und frauenpolitischen Themen, die keinesfalls hinreichend erforscht sind. Wenngleich ihr Einfluss auf nachfolgende Entwicklungen und ihre Bedeutung für die Frauenbewegungsgeschichte herausragend ist, weist Susanne Schötz in ihrer Darstellung zu Leben und Werk der frauenemanzipatorisch engagierten Demokratin darauf hin, dass der ästhetische Wert ihres schriftstellerischen Werks umstritten sei.[29]

Die erste umfassende Würdigung erfolgte nach Louise Otto-Peters’ Tod durch die ihr nahe stehende Lehrerin für Literatur und Geschichte Auguste Schmidt. Etwa 100 Jahre später entdeckte auch die feministische Literaturwissenschaft ihr vielschichtiges Œuvre. Dabei wurde sie vielfach auf ihre journalistischen Arbeiten im Vormärz und den Roman "Schloß und Fabrik" sowie auf die "Frauen-Zeitung" reduziert.[30] Andere Untersuchungen sehen Louise Ottos Popularität in ihrem unterhaltsamen Romanstil begründet,[31] wobei ihre "soziale Zweckprosa"[32] nicht nur den Unterhaltungs- und Informationsbedarf ihrer Leserschaft abdeckte, sondern die sozialen Probleme der Zeit und die weiblichen Lebenszusammenhänge in den Mittelpunkt rückte. Während letztgenannte Untersuchungen ihren Blick vorwiegend auf die weiblichen Figuren und deren Lebensentwürfe richten, zeigen Einzelstudien der vergangenen Jahre im Umfeld der Louise-Otto-Peters-Forschung, dass das Figurenrepertoire sozial und charakterlich vielschichtig und mit den Figurenkonstellationen ein erheblicher Geschlechterrollenwandel angelegt ist.[33] In fiktionalisierten Konstellationen spiegelt sich somit das neue feministische Bewusstsein wider.

Fußnoten

1.
Grundlegend hierzu Irina Hundt/Susanne Schötz, Louise Otto-Peters und die Anfänge der deutschen Frauenbewegung. Vorstellung eines Forschungsprojektes an der Universität Leipzig, in: Ilse Nagelschmidt (Hrsg.), Frauenforscherinnen stellen sich vor. Ringvorlesung Teil VII, Sommersemester 1998 bis Sommersemester 2001, Leipzig 2003, S. 289–323.
2.
Irina Hundt, Einleitung, in: dies. (Hrsg.), Im Streben "nach Einfluß aufs Ganze". Louise Ottos Tagebücher aus den Jahren 1849–1857, in: Johanna Ludwig/Susanne Schötz/Hannelore Rothenburg (Hrsg.), Louise-Otto-Peters-Jahrbuch III. Forschungen zur Schriftstellerin, Journalistin, Publizistin und Frauenpolitikerin Louise Otto-Peters (1819–1895), Beucha–Markkleeberg 2010, S. 7–40, hier S. 12.
3.
Vgl. statt vieler Auguste Schmidt/Hugo Rösch, Louise Otto-Peters. Die Dichterin und Vorkämpferin für Frauenrecht. Ein Lebensbild, Leipzig 1898.
4.
Vgl. Sylvia Schraut, Angekommen im demokratisierten "Männerstaat"? Weibliche Geschichte(n) in der Weimarer Republik, in: Ariadne 73–74/2018, S. 8–18, hier S. 16.
5.
Vgl. Kerstin Wolff/Julia Paulus, Selber schreiben – Beschrieben werden – Erforscht werden. 150 Jahre Frauenbewegung in Deutschland im Spiegel der (Selbst-)Erforschung, in: Ariadne 67–68/2015, S. 20–29; Hundt (Anm. 2), S. 9.
6.
Vgl. Irina Hundt, Eine "wahre" Sozialistin? Louise Otto und ihre österreichischen Freunde im Vormärz, in: Johanna Ludwig/Susanne Schötz/Hannelore Rothenburg (Hrsg.), Louise Otto-Peters Jahrbuch II. Forschungen zur Schriftstellerin, Journalistin, Publizistin und Frauenpolitikerin Louise Otto-Peters (1819–1895), Beucha–Markkleeberg 2007, S. 115–133, hier S. 133.
7.
Vgl. Roselinde Zeitschel, Eine Bibliographie, in: Johanna Ludwig/Rita Jorek (Hrsg.), Louise Otto-Peters. Ihr literarisches und publizistisches Werk. Katalog zur Ausstellung, Leipzig 1995, S. 126–143. Das Unternehmen wird in digitaler Form fortgeführt.
8.
Vgl. Susanne Schötz, Louise Otto-Peters (1819–1895), in: Gerald Wiemers (Hrsg.), Sächsische Lebensbilder, Bd. 7, Leipzig 2015, S. 411–459, hier S. 415.
9.
Vgl. Irina Hundt, Die autodidaktischen Studien "eines deutschen Mädchens" um 1840. Louise Ottos unveröffentlichte Notizen, in: Johanna Ludwig/Elvira Pradel/Susanne Schötz (Hrsg.), Louise-Otto-Peters-Jahrbuch I. Forschungen zur Schriftstellerin, Journalistin, Publizistin und Frauenpolitikerin Louise Otto-Peters (1819–1895), Beucha–Markkleeberg 2004, S. 29–38, hier S. 33.
10.
Vgl. Louise Otto, Frauenleben im Deutschen Reich. Erinnerungen aus der Vergangenheit mit Hinweisen auf Gegenwart und Zukunft, Paderborn 1988 (1876), S. 100–143.
11.
Vgl. Schötz (Anm. 8), S. 416.
12.
Vgl. Ute Gerhard, Unerhört. Die Geschichte der deutschen Frauenbewegung, Reinbek 1990, S. 16, S. 39; Ruth-Ellen Boettcher Joeres, Die Anfänge der deutschen Frauenbewegung: Louise Otto-Peters, Frankfurt/M. 1983, S. 58.
13.
Vgl. Boettcher Joeres (Anm. 12), S. 63.
14.
Vgl. Hundt (Anm. 2), S. 11.
15.
Louise Otto, Schloß und Fabrik. Erste vollst. Ausg. des 1846 zensierten Romans, hrsg. und mit einem Nachwort von Johanna Ludwig, Leipzig 1996.
16.
Vgl. Susanne Schötz, Bisher Unbekanntes aus dem Leben von Louise Otto-Peters – Einige Bausteine zu ihrer Biographie nach dem Tod von August Peters, in: Ludwig/Pradel/Schötz (Anm. 9), S. 222–232.
17.
Louise Otto, Adresse eines Mädchens an den hochverehrten Herrn Minister Oberländer, an die durch ihn berufene Arbeitercommission und an alle Arbeiter, in: Leipziger Arbeiter-Zeitung, 20.5.1848, S. 25f.
18.
Vgl. Susanne Schötz, Frauenarbeit im Diskurs der Revolution von 1848/49: Die sächsische "Kommission für die Erörtherung der Gewerbs- und Arbeitsverhältnisse", in: Johanna Ludwig/Ilse Nagelschmidt/Susanne Schötz (Hrsg.), Frauen in der Revolution von 1848/49, Bonn 1999, S. 114–135, hier S. 125f.
19.
Vgl. Susanne Schötz, Politische Partizipation und Frauenwahlrecht bei Louise Otto-Peters, in: Hedwig Richter/Kerstin Wolff (Hrsg.), Frauenwahlrecht. Demokratisierung der Demokratie in Deutschland und Europa, Hamburg 2018, S. 187–220, hier S. 200.
20.
Vgl. Juliane Schröter, "Wohl auf denn, meine Schwestern, vereinigt Euch mit mir." Die Konstruktion des politischen Kollektivsubjekts der Frauen in Louise Ottos Frauen-Zeitung (1849–1852), in: Muttersprache 2/2018, S. 123–151.
21.
Vgl. ebd., S. 148.
22.
Vgl. Irina Hundt, Zur Geschichte und Rekonstruktion der "Deutschen Frauen-Zeitung" nach 1853, in: Susanne Schötz/Gerlinde Kämmerer/Hannelore Rothenburg (Hrsg.), Louise-Otto-Peters-Jahrbuch IV. Forschungen zur Schriftstellerin, Journalistin, Publizistin und Frauenpolitikerin Louise-Otto-Peters (1819–1895), Beucha–Markkleeberg 2014, S. 34–43.
23.
Vgl. Susanne Schötz, Louise Otto-Peters – Über Kunst und Künstlertum, in: Ludwig/Schötz/Rothenburg (Anm. 6), S. 207–212.
24.
Boettcher Joeres (Anm. 12), S. 142–143.
25.
Vgl. Sandra Berndt, Emanzipation unter dem Deckmantel der Geschichte. Louise Otto und ihre kulturhistorischen Studien, in: Torsten Erdbrügger/Inga Probst (Hrsg.), Verbindungen. Frauen – DDR – Literatur. Festschrift für Ilse Nagelschmidt, Berlin 2018, S. 35–48.
26.
Vgl. Sandra Berndt, Netzwerken als ästhetische und Überlebensstrategie im autobiografischen und poetischen Werk von Louise Otto-Peters, in: Gerlinde Kämmerer/Sandra Berndt (Hrsg.), Louise Otto-Peters und ihre literarischen Netzwerke, Beucha–Markkleeberg 2015, S. 12–29.
27.
Vgl. Irina Hundt, Neues Archivmaterial zur politischen Verfolgung Louise Ottos in den Jahren 1850–1854, in: Schötz/Kämmerer/Rothenburg (Anm. 22), S. 14–33.
28.
Vgl. Johanna Ludwig, Eigner Wille und eigne Kraft. Der Lebensweg von Louise Otto-Peters bis zur Gründung des Allgemeinen Deutschen Frauenvereins 1865. Nach Selbstzeugnissen und Dokumenten, Leipzig 2014, S. 442.
29.
Schötz (Anm. 8), S. 413.
30.
Vgl. u.a. Renate Möhrmann, "Die Theilnahme der weiblichen Welt am Staatsleben ist eine Pflicht!" Vormärzautorinnen ergreifen das Wort, in: Hiltrud Gnüg/Renate Möhrmann (Hrsg.), Frauen Literatur Geschichte. Schreibende Frauen vom Mittelalter bis zur Gegenwart, Stuttgart 19992, S. 377–386; Germaine Goetzinger, "Allein das Bewußtsein dieses Befreienkönnens ist schon erhebend". Emanzipation und Politik in Publizistik und Roman des Vormärz, in: Gisela Brinker-Gabler (Hrsg.), Deutsche Literatur von Frauen, Bd. 2, München 1988, S. 86–104.
31.
Vgl. Barbara Bauer, Der Frauenroman. Zur Verbreitung, Kritik, Struktur und Geschlechteranthropologie am Beispiel Louise Otto-Peters, in: Ilse Nagelschmidt/Johanna Ludwig (Hrsg.), Louise Otto-Peters. Politische Denkerin und Wegbereiterin der deutschen Frauenbewegung, Dresden 1996, S. 54–105, hier S. 47.
32.
Christine Otto, Variationen des "poetischen Tendenzromans". Das Erzählwerk von Louise Otto-Peters, Pfaffenweiler 1995, S. 1.
33.
Vgl. Sandra Berndt, Liebe und Arbeit – Gefühle und Gerechtigkeit in Texten von Louise Otto-Peters, in: dies./Gerlinde Kämmerer (Hrsg.), Die Rechte der Frauen der Frauen 1791–1866–2016, Beucha–Markkleeberg 2017, S. 44–61; Marion Freund, "Was anders ist unser Leben als eine Reihenfolge von Präludien." Über die Literarisierung von Kunst, in: Schötz/Kämmerer/Rothenburg (Anm. 22), S. 150–163.
Creative Commons License

Dieser Text ist unter der Creative Commons Lizenz veröffentlicht. by-nc-nd/3.0/ Der Name des Autors/Rechteinhabers soll wie folgt genannt werden: by-nc-nd/3.0/
Autor: Sandra Berndt für Aus Politik und Zeitgeschichte/bpb.de
Urheberrechtliche Angaben zu Bildern / Grafiken / Videos finden sich direkt bei den Abbildungen.