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Vermittlungsschwierigkeiten der Sozialwissenschaften


22.8.2005
Die Sozialwissenschaften sind in der öffentlichen Diskussion zwar präsent, aber ihre Professionalisierung hat zu Spezialisierung und Selbstreferentialität geführt. Eine Neuadjustierung ist nötig. Richtig verstandener Publikumsbezug ist ein Kernbestandteil guter sozialwissenschaftlicher Praxis.

Einleitung



Es liegt keineswegs auf der Hand, dass die Sozialwissenschaftler besondere Schwierigkeiten haben, ihr Publikum zu erreichen. Viele von uns glauben das, und der Titel dieses Aufsatzes unterstellt es in gewisser Weise. Aber trifft es auch zu? Zunächst sei ausgeführt, in welcher Hinsicht die These von der besonderen Publikumsdistanz der Sozialwissenschaften[1] nicht zutrifft, sondern auf problematischen Beurteilungskriterien fußt, die ihrerseits "hinterfragt" werden sollten. Dann seien Beobachtungen und Überlegungen vorgetragen, die das Verhältnis der Sozialwissenschaften zu ihrem Publikum tatsächlich als problematisch und verbesserungsbedürftig erscheinen lassen. Im Ergebnis erweist sich das Publikumsproblem der Sozialwissenschaften, soweit es besteht, als Problem ihrer inneren Verfassung.






Fußnoten

1.
Im vorliegenden Beitrag geht es um die Sozialwissenschaften im engeren Sinne, das heißt, die Wirtschaftswissenschaften werden hier ausgeklammert.