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Schiller

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    Friedrich Schillers Erstling "Die Räuber" erregte bei der Uraufführung 1782 in Mannheim großes Aufsehen; das Freiheitspathos wider die Tyrannenmacht war am Vorabend der Revolution in Frankreich eine Provokation. Neben historischen und ästhetischen Schriften erschienen europäische Dramen wie "Don Karlos", "Wallenstein" und "Maria Stuart". Mit Goethe verfasste Schiller "Xenien", polemische Sentenzen, in denen sie über die Zustände im zerfallenden "Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation" spotteten. Im Schiller-Gedenkjahr 2005 wird der 200. Todestag des Schriftstellers begangen. Doch Schiller teilt das Schicksal vieler Klassiker: nur mehr zitiert und kaum mehr gelesen zu werden. Dabei bieten Leben und Werk mannigfaltige Anknüpfungspunkte für die politische Bildung in der Demokratie: Schillers Idealismus, seine Vorstellungen von einer "ästhetischen Erziehung" des Menschen, die aufklärerische Forderung nach "Gedankenfreiheit", die europäische und weltbürgerliche Perspektive seines politischen Freiheitsbegriffs.

       
  • Hans-Georg Golz

    Editorial

    Im Schiller-Gedenkjahr 2005 wird der 200. Todestag des Schriftstellers begangen. Leben und Werk bieten mannigfaltige Anknüpfungspunkte für die politische Bildung in der Demokratie. Weiter...

    Michael Krüger

    Friedrich Schiller

    Die Geschichte der Moderne ist geprägt von der Idee der Freiheit. Es gilt, an jene zu erinnern, die diese Idee unserer Freiheit formuliert haben: Friedrich Schiller gehört dazu. Weiter...

    Norbert Oellers

    Die Aktualität eines Idealisten

    Schillers Idealismus gründete auf dem Glauben, dass durch die heitere Kunst der Welt zu helfen sei. Dieser Idealismus sollte von Generation zu Generation weitergegeben werden. Weiter...

    Marie Haller-Nevermann

    Ein Weltbürger, der keinem Fürsten dient

    Als Weltbürger, der sich keinem Fürsten angedient hat, kann Schiller als emphatischer Anwalt der res publica, als Klassiker der Moderne gelten. Weiter...

    Otto Dann

    Friedrich Schiller in Deutschland und Europa

    Nach dem Ende der deutschen Reichsnation wurde der Schiller-Mythus entkräftet. Es stellt sich die Frage, was Schiller jenseits der Nationalkulturen bedeuten kann. Weiter...

    Manfred Jäger

    Mein Schiller-Jahr 1955

    Die SED benutzte Schiller für aktuelle deutschlandpolitische Interessen. Hans Mayers Leipziger Rede 1955 hielt jedoch Distanz zum offiziellen Schiller-Bild in der DDR. Weiter...