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Vergangenheitspolitik

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    "Nunca Más!" - Nie wieder! Mit dieser Forderung erhoben lateinamerikanische Menschenrechtsbewegungen nach dem Ende der Militärdiktaturen in ihren Ländern Anspruch auf umfassende Aufarbeitung der begangenen Menschenrechtsverletzungen.

    Nur durch Aufklärung und strafrechtliche Verfolgung von Menschenrechtsverbrechen in der diktatorischen Vergangenheit können sich demokratische, zivilgesellschaftliche Strukturen entwickeln und verfestigen. Wie diese Aufgabe von politischen und gesellschaftlichen Akteuren bewältigt wird, unterscheidet sich von Fall zu Fall.

       
  • Sabine Klingelhöfer

    Editorial

    Nach dem Ende von totalitären Regimen ist die Aufarbeitung von in der Vergangenheit begangenen Menschenrechtsverletzungen wesentliche Bedingung für die Entwicklung und nachhaltige Konsolidierung demokratischer Strukturen. Weiter...

    Gerd Hankel

    Vergangenheit, die nicht ruhen darf - Essay

    Eine Gesellschaft, die massive Gewalt erlebt hat, muss sich um ihrer eigenen Zukunft willen mit dieser Vergangenheit auseinander setzen. Die erforderlichen (völker)rechtlichen Grundlagen und Erfahrungen sind vorhanden, doch bleiben Gerechtigkeit oder Versöhnung oft ferne Ziele. Weiter...

    Kai Ambos

    Die Rolle des Internationalen Strafgerichtshofs

    Der Internationale Strafgerichtshof (IStGH) ist eine junge, aber schon sehr beanspruchte Institution. Die derzeitigen Ermittlungen bringen das Gericht an die Grenze seiner Belastbarkeit. Grundsätzlich stellt sich die Frage, welche Rolle der IStGH bei der Aufarbeitung massiver Menschenrechtsverletzungen spielen kann und soll. Weiter...

    Ruth Fuchs, Detlef Nolte

    Vergangenheitspolitik in Chile, Argentinien und Uruguay

    Im Beitrag werden aus vergleichender Perspektive die je spezifischen vergangenheitspolitischen Instrumente und Verfahren herausgearbeitet und übergreifende Muster identifiziert, die den Umgang mit dem Erbe autoritärer Vergangenheiten in Lateinamerika strukturieren. Weiter...

    Jan Pauer

    Die Aufarbeitung der Diktaturen in Tschechien und der Slowakei

    Das kommunistische Regime hinterließ in der Tschechischen und Slowakischen Republik trotz der gemeinsamen Staatlichkeit ein unterschiedliches Erbe, das zu verschiedenen Wegen in der Vergangenheitspolitik nach 1989 führte. Weiter...

    Pumla Gobodo-Madikizela

    Trauma und Versöhnung - Lehren aus Südafrika

    Die südafrikanische Wahrheits- und Versöhnungskommission versuchte nach dem Ende des Apartheidregimes, durch Dialog und Versöhnung zwischen Tätern und Opfern die während dieser Zeit erlittenen kollektiven und individuellen Traumata zu bewältigen. Weiter...