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20 Jahre Tschernobyl

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    Nach der Explosion im ukrainischen Atomkraftwerk Tschernobyl am 26. April 1986 breitete sich eine radioaktive Wolke über große Teile Europas aus. Tausende verloren ihr Leben, Krebserkrankungen und genetische Schäden gehören zu den Spätfolgen. Weite Landstriche Weißrusslands, der Ukraine und Russlands sind bis heute hoch strahlenbelastet. Die Szenarien der vom Menschen verursachten Erderwärmung scheinen zu einer Renaissance der Atomenergieerzeugung zu führen.

    Angesichts zur Neige gehender Rohstoffvorräte und der fragilen Lage in Nahost muss die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern reduziert werden. Sind diese Ziele mit dem Ausbau Erneuerbarer Energien erreichbar? Atomenergie wird nur dann demokratieverträglich zur Energieerzeugung eingesetzt werden können, wenn diese Großtechnologie mit erheblichen Sicherheitsrisiken gesellschaftliche Akzeptanz erlangt.

       
  • Hans-Georg Golz

    Editorial

    Nach der Explosion im Atomkraftwerk Tschernobyl breitete sich eine radioaktive Wolke über Europa aus. Die Szenarien der Erderwärmung scheinen zu einer Renaissance der Atomenergieerzeugung zu führen. Weiter...

    Swetlana Alexijewitsch

    Stimmen aus Tschernobyl - Essay

    In der Nacht des 26. April 1986 gelangten wir an einen neuen Ort der Geschichte. Wir sprangen in eine neue Realität, und diese überstieg nicht nur unser Wissen, sondern auch unsere Einbildungskraft. Weiter...

    Astrid Sahm

    Dimensionen einer Katastrophe

    Die Katastrophe von Tschernobyl zeichnet sich nicht nur durch komplexe radioökologische und medizinische Konsequenzen aus, sondern hatte auch erhebliche politische und sozioökonomische Folgen für die betroffenen Gesellschaften. Weiter...

    Gerhard Jochum, Wolfgang Pfaffenberger

    Die Zukunft der Stromerzeugung

    Für die Gestaltung der "Stromzukunft" muss die Entscheidung für eine Marktöffnung konsequent durchgehalten werden. Die Erneuerbaren Energien bedürfen einer europäischen Dimension. Der Ausstieg aus der Atomenergie könnte sich als Bumerang erweisen. Weiter...

    Mojib Latif

    Der menschliche Einfluss auf das Klima

    Der CO2-Gehalt der Erdatmosphäre war seit Jahrhunderttausenden nicht mehr so hoch wie heute. Dass der Mensch für diesen Anstieg verantwortlich ist, kann nicht mehr ernsthaft bestritten werden. Weiter...

    Jens Ivo Engels

    Umweltgeschichte als Zeitgeschichte

    Umwelthistorische Periodisierungsvorschläge und Untersuchungsfelder sind für die Zeitgeschichte relevant. Der Schwerpunkt liegt auf dem ambivalenten Umgang moderner Gesellschaften mit Natur und Umwelt. Weiter...