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Innere Sicherheit im Wandel

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    Das Politikfeld "innere Sicherheit" unterliegt seit dem Zerfall des kommunistischen Herrschaftssystems in Mittel- und Osteuropa einem deutlichen Wandel. Mit den alten Feindbildern entfielen zwar auch bisherige Bedrohungen, aber die Globalisierung brachte neue Gefahren, auf die es sich einzustellen gilt: die Internationalisierung des Verbrechens und den weltweit agierenden Terrorismus.

    Damit werden weit reichende Veränderungen nicht nur der internationalen, sondern auch der nationalen, regionalen und kommunalen Sicherheitspolitik legitimiert. Kritische Beobachterinnen und Beobachter warnen daher vor einer Entwicklung des deutschen Rechtsstaates zum Präventionsstaat – mit der Folge einer Aushöhlung der Bürgerrechte. Wie viel Sicherheit verträgt also die Freiheit und wie viel Freiheit die Sicherheit?

       
  • Katharina Belwe

    Editorial

    Wie viel Sicherheit verträgt die Freiheit und wie viel Freiheit die Sicherheit? Dieser Diskurs muss verantwortungsvoll geführt werden. Sonst ist die Gefahr groß, dass Sicherheitsmaßnahmen die Freiheit, die sie doch schützen sollen, letztendlich gefährden. Weiter...

    Bernhard Frevel

    Sicherheit gewähren - Freiheit sichern - Essay

    Rings um Sicherheitsgefährdungen und das staatliche Sicherheitsversprechen werden sowohl die sicherheitstechnische Aufrüstung des Staates als auch die Privatisierung der Sicherheit als Lösung präsentiert. Gefährdet das die Freiheit? Weiter...

    Henning van den Brink, André Kaiser

    Kommunale Sicherheitspolitik zwischen Expansion, Delegation und Kooperation

    Auch bei der Gewährleistung innerer Sicherheit wird die Steuerungsfähigkeit des Staates von nichtstaatlichen Organisationen ergänzt. Das stellt die Akteure vor neue Herausforderungen. Weiter...

    Lars Normann

    Neueste sicherheitspolitische Reformergebnisse zur Terrorprävention

    Seit dem 11. September 2001 wandelt sich der Staat immer mehr zu einem "Präventionsstaat". Die aktuellen sicherheitspolitischen Reformergebnisse stehen dabei in einem Spannungsfeld zwischen Trennungsgebot und Datenschutz. Weiter...

    Peter Stegmaier, Thomas Feltes

    Vernetzung als neuer Effektivitätsmythos für die innere Sicherheit

    Netzwerke stehen für Sicherheit, Innovation, Kommunikation und Kooperation. Bei der Organisation von "innerer Sicherheit" geht die Vernetzung neuerdings mit dem Konzept des "ebenen- und institutionenübergreifenden Polizierens" einher. Weiter...

    Jo Reichertz

    Die Medien als selbständige Akteure

    Staatliche Sicherheitsaufgaben werden zurzeit gesellschaftlich neu verteilt und legitimiert. Den Medien kommt beim aktuellen öffentlichen "Kampf" um die "richtige" Politik des Polizierens eine eigenständige Bedeutung zu. Weiter...

    Herbert Schubert, Holger Spieckermann, Katja Veil

    Sicherheit durch präventive Stadtgestaltung - Deutschland und Großbritannien

    Der Beitrag betrachtet den Ansatz einer situativen Kriminalprävention durch Stadtgestaltung im Vergleich zwischen Deutschland und Großbritannien. In Deutschland wird der situative Ansatz stärker mit wohlfahrtsstaatlichen Interverntionen kombiniert. Weiter...