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Perspektiven der Sozialen Arbeit


6.3.2008
Soziale Arbeit muss sich neu positionieren. Der ökonomische Druck, unter dem die Sozialen Dienste und Einrichtungen stehen, nimmt zu. Im Kontext sozialstaatlicher Reformen wird Soziale Arbeit immer mehr zu einer Aktivierung zur Selbsthilfe.

Einleitung



Soziale Arbeit befindet sich in Bedrängnis. In der Praxis setzt sich immer mehr die Tendenz durch, als Dienstleister zu agieren, das heißt, nach ökonomischen Kriterien zu arbeiten und dabei zugleich neue Entwicklungen im Verhältnis Individuum und Gesellschaft aufzugreifen. Der Begriff der "Sozialwirtschaft" wird populär; dahinter verbergen sich neue Positionen und veränderte Wege sozialarbeiterischen Denkens und Handelns.






Diese Entwicklung wird zwar von Wissenschaftlern nachvollziehbar analysiert und in den Zusammenhang neoliberalen Denkens und daran ansetzender neuer Modelle einer "Regierung des Sozialen" gestellt.[1] Im Ergebnis dieser Reflektionen stehen aber kaum Entwürfe, die in der Praxis der Sozialen Arbeit längst erkennbares ökonomisches Denken strukturell berücksichtigen und neue Tendenzen produktiv aufgreifen. Dabei lägen genau darin Antworten auf die aktuellen Herausforderungen, vor der die Soziale Arbeit als offenes Projekt der Moderne steht. Darüber will ich im Folgenden auf der Basis von vier Thesen diskutieren: Soziale Arbeit muss

  • die Forderung nach "Ökonomisierung" konstruktiv aufnehmen;
  • sich noch viel konsequenter als Dienstleister begreifen und die praktische und methodische Umsetzung der damit verbundenen Aufgaben auch theoretisch begleiten;
  • aktuelle Tendenzen der Aktivierung und der Selbstorganisation ihrer Klientel in ihre Horizonte als organisierte Hilfe in der Moderne aufnehmen;
  • den Spagat zwischen ihrem ethischen Selbstverständnis und den aktuellen politischen und ökonomischen Anforderungen bewältigen.


    Fußnoten

    1.
    Heinz-Jürgen, Dahme/Hans Uwe Otto/Achim Trube/Norbert Wohlfahrt (Hrsg.), Soziale Arbeit für den aktivierenden Staat, Opladen 2003. Anmerkung der Redaktion: Siehe auch den Beitrag von H.-J. Dahme in diesem Heft.

     
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