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6.3.2008 | Von:
Baldo Blinkert
Thomas Klie

Soziale Ungleichheit und Pflege

Die Versorgungssituation pflegebedürftiger Menschen wird zunehmend prekärer. Die Versorgungschancen hängen in hohem Maße von gesellschaftlichen Strukturen ab, die sich im Modernisierungsprozess verändert haben und weiter verändern werden.

Einleitung

In unserer nicht sehr perfekten Welt ist fast alles sozial verteilt: Bildungschancen, Eigentum und Vermögen, Gesundheit und Sicherheit. Im folgenden werden wir darlegen, dass dies auch für die Versorgungschancen pflegebedürftiger Menschen gilt. Wir werden unsere Ausführungen dazu durch die Ergebnisse verschiedener empirischer Untersuchen belegen, die wir in den letzten Jahren durchgeführt haben.[1] Die Versorgungssituation pflegebedürftiger Menschen ergibt sich aus ihren Pflegearrangements.










Eine erste und grundlegende Unterscheidung bezieht sich auf den Ort der Pflege: darauf, ob die Versorgung in einem Heim durchgeführt wird oder ob es sich um eine häusliche Versorgung handelt. Eine zweite Unterscheidung bezieht sich auf das Ausmaß, in dem bei einer häuslichen Versorgung professionelle Hilfen in Anspruch genommen werden.

Fußnoten

1.
"Wir" ist der Freiburger Forschungsverbund soziale Sicherheit im Alter. Dazu gehören das Freiburger Institut für angewandte Sozialwissenschaft (FIFAS), das Institut für Soziologie der Universität Freiburg und die Arbeitsgemeinschaft Gerontologie und Pflege an der EFH Freiburg.