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28.2.2008 | Von:
Hans J. Kleinsteuber

Europäische Öffentlichkeit und europäische Auslandssender

Vielfach wird bemängelt, dass es eine europäische Öffentlichkeit bislang nur in Ansätzen gibt. Der Beitrag prüft, welche Rolle die Deutsche Welle und andere europäische Sender spielen.

Einleitung

Dieser Beitrag geht von der unbestreitbaren Feststellung aus, dass es eine europäische Öffentlichkeit bisher bestenfallsin Ansätzen gibt. Wir haben hoch entwickelte nationale und lokale Systeme der medialen Berichterstattung, aber die gesamteuropäische Perspektive kommt dabei kaum vor.[1] Nun betreiben viele Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) gut ausgebaute Auslandssender, und es liegt nahe, nach ihrem Beitrag zum europäischen Einigungswerk zu fragen.






Nachfolgend werden kurz die leitenden Begriffe "Öffentlichkeit", "Europa" und "Ausland" geklärt, dann wird auf Entstehung und Stand europäischer Medien einschließlich der Auslandssender eingegangen. Schließlich wird die Deutsche Welle (DW) als einer der derzeit bedeutenden Akteure in den Mittelpunkt gestellt, wo man seit einigen Jahren um das europäische Kommunikationsdefizit weiß und Strategien entwickelt hat, um einen Beitrag zur Minderung zu leisten. Abschließend wird gefragt, was künftig zu tun sein wird.

Fußnoten

1.
Vgl. vor allem: Lutz M. Hagen (Hrsg.), Europäische Union und mediale Öffentlichkeit, Köln 2004; Wolfgang R. Langenbucher/Michael Latzer (Hrsg.), Europäische Öffentlichkeit und medialer Wandel, Wiesbaden 2006.