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5.3.2009 | Von:
Dorothee Pilavas

Begegnungen in der Pufferzone

Auf Zypern hat es in all den Jahren der Trennung immer Begegnungen zwischen den Volksgruppen gegeben. Der Beitrag zeigt konkrete Beispiele bikommunaler Zusammenarbeit von 1974 bis heute und liefert ein aktuelles Stimmungsbild der Bevölkerung.

Einleitung

Trotz Krieg, Vertreibung und Stacheldraht hat es in den Jahren der Trennung immer Begegnungen zwischen den Volksgruppen Zyperns gegeben. Parteien, Gewerkschaften, Kommunalpolitiker, Nichtregierungsorganisationen und viele engagierte Einzelpersonen haben - teilweise mit internationaler Unterstützung - dafür gesorgt, dass der Kontakt zwischen griechischen und türkischen Zyprioten nie abgebrochen ist. Die Bedingungen dafür waren schwierig, denn nach der Teilung von 1974 hatten die Bewohner Zyperns so gut wie keine Möglichkeit mehr, in den jeweils anderen Inselteil zu gelangen. So mussten die Treffen in der von den Vereinten Nationen (UN) kontrollierten Pufferzone oder im Ausland stattfinden. Seit 2003 der erste Checkpoint an der Waffenstillstandslinie (Green Line) geöffnet wurde, ist die bikommunale Zusammenarbeit leichter geworden. Doch die Mauer in den Köpfen der Menschen ist noch lange nicht überwunden.