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Der deutsche Armutsdiskurs - Essay


13.12.2010
Die Armutsdebatte hat sich polarisiert. Das liegt unter anderem an wachsenden Abstiegsängsten in der Mittelschicht, die oftmals der wahre Adressat von moralischen Verurteilungen der Unterschicht ist.

Einleitung



Am Thema Armut scheiden sich die Geister, aber nicht erst seit heute. Spätestens seit dem Aufkommen des Bürgertums sahen die Kassenwarte und jene, die Tüchtigkeit und Leistung für sich in Anspruch nahmen, Armut anders als die Armen selbst und kirchliche, später auch sozialstaatliche Instanzen. Insofern ist ein kontroverser Armutsdiskurs nichts Neues. Manches spricht aber dafür, dass sich die Debatte in den vergangenen Jahren polarisiert hat und extreme Meinungen zunehmen. Sowohl in privaten Stellungnahmen als auch in der öffentlichen und der veröffentlichten Meinung werden die Töne schärfer. In diesem Essay sollen diese kontroversen Meinungsäußerungen zur Armut in Deutschland dargestellt, eingeordnet und, soweit wissenschaftlich begründbar, vorsichtig beurteilt werden. Es geht hier also weniger um die Meinung des Verfassers als um die Inhalte des aktuellen Meinungskonflikts.




 

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