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Klimawandel und Erdsystemmanagement


30.7.2010
Klimaveränderungen sind in der langen Erdgeschichte nichts Ungewöhnliches. Es bedarf vertiefter geowissenschaftlicher Erkenntnisse, um den derzeitigen Klimawandel verstehen und ihm angemessen begegnen zu können.

Einleitung



Das Winterhalbjahr 2009/2010 hat mit Blick auf Schneereichtum und die ungewöhnlich lang andauernden winterlichen Extrembedingungen, die in Deutschland bis in das späte Frühjahr reichten, einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Hinzu kam das Orkantief "Xynthia" im Februar dieses Jahres.

Im Gegensatz dazu waren der Herbst und Frühwinter 2009 durch verhältnismäßig hohe Temperaturen gekennzeichnet. Im Mai und Juni 2010 folgten Starkniederschläge, die zu Flutkatastrophen im Weichsel- und Oder-Einzugsgebiet führten. Die Macht dieser Naturereignisse offenbart die Grenzen technisch entwickelter Zivilisationen, sich vor den Folgen dieser Ereignisse zu schützen. Gleichzeitig sind sie die Triebfeder für die fortwährende Anpassung an extreme Situationen.

Grundsätzlich stellt sich hierbei die Frage, ob es sich um Auswirkungen eines vom Menschen verursachten (anthropogenen) Klimawandels handelt oder ob wir eher unabhängig davon die Folgen einer vom Erdsystem getriebenen, globalen Klimaänderung erleben. Erst wenn die Rolle anthropogener und natürlicher Einflüsse auf diese Dynamik hinreichend bekannt ist, können im Hinblick auf Anpassung an und Schutz vor dem Klimawandel möglichst gezielte Maßnahmen ergriffen werden.