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5.7.2010 | Von:
Jürgen Pohl

Wiederaufbau nach dem Erdbeben - Perspektiven für Haiti

Das Erdbeben erfasste den strukturell instabilen Karibikstaat mit bisher kaum gekannter Intensität. Fehlende Bewältigungsstrategien, soziokulturelle und ökonomische Rahmenbedingungen machen den Wiederaufbau langwierig.

Einleitung

Am 12. Januar 2010 ereignete sich einige Kilometer südwestlich der Hauptstadt Port-au-Prince ein Erdbeben mit der Stärke M 7,0 auf der Richterskala. Ihm folgten mehr als zehn schwere Nachbeben.[1] Dieses Erdbeben gilt als das stärkste in der gesamten karibischen Region seit 200 Jahren. Mit einer Tiefe von etwa zehn Kilometern lag das Hypozentrum, der Bebenherd, relativ nah an der Erdoberfläche. Ungefähr 20 Kilometer westlich der Hauptstadt, bei Léogâne wurde das Epizentrum lokalisiert (Abbildung 1). Allein Léogâne gilt als zu 80 Prozent zerstört. Für die Metropolregion Port-au-Prince sind absolut gesehen die größten Schäden zu verzeichnen. Die Auswirkungen des Bebens waren jedoch in allen Regionen Haitis zu spüren.


Fußnoten

1.
Vgl. Marc O. Eberhard et al., The MW 7.0 Haiti earthquake of January 12, 2010: USGS/EERI Advance Reconnaissance Team report, U.S. Geological Survey Open-File Report 48, Reston/Virginia 2010.

Hintergrund aktuell (01.04.2010)

Knapp zehn Milliarden Dollar für Haiti

Eine neue Zukunft für Haiti: Auf Einladung der UN haben sich unter diesem Motto am Mittwoch (31.03.2010) Vertreter von mehr als 150 Staaten auf einer internationalen Geberkonferenz in New York getroffen. Für den langfristigen Wiederaufbau Haitis wollen Staaten und Organisationen rund 10 Milliarden Dollar zur Verfügung stellen. Das ist deutlich mehr als erwartet.

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