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60 Jahre ARD

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    Anfang Juni 1950 beschlossen die Intendanten der sechs öffentlich-rechtlichen Sender – Nordwestdeutscher Rundfunk (britische Besatzungszone), Südwestfunk (französische Zone), Bayerischer Rundfunk, Süddeutscher Rundfunk, Hessischer Rundfunk und Radio Bremen (alle amerikanische Zone) –, die "Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der Bundesrepublik Deutschland" zu gründen. Vier Jahre später ging das erste deutsche Fernsehprogramm auf Sendung, gemeinschaftlich veranstaltet von der ARD und anfangs nur für zwei Stunden täglich. Zum "Ersten" sind inzwischen über zehn weitere Fernsehprogramme, mehr als fünfzig Radioprogramme sowie diverse Onlineangebote dazugekommen. Die ARD spielt damit eine herausragende publizistische Rolle in Deutschland, die große gesellschaftliche Verantwortung für die unabhängige Meinungs- und Willensbildung der Bevölkerung mit sich bringt.

       
  • Johannes Piepenbrink

    Editorial

    Anfang 1950 beschlossen die Intendanten der sechs öffentlich-rechtlichen Sender, eine "Arbeitsgemeinschaft" zu gründen. Aus dem eher lockeren Zusammenschluss ist inzwischen ein fester und mächtiger Senderverbund geworden. Weiter...

    Dietrich Schwarzkopf

    Die ARD - Begleiterin deutscher Zeitgeschichte - Essay

    Es wird gezeigt, welche Rolle die ARD in 60 Jahren als Begleiterin gespielt hat. Die Stichworte sind: Wiedervereinigung, Umgang mit der NS-Vergangenheit, Europa, 1968, Terrorismus, duales Rundfunksystem. Weiter...

    Dietmuth Roether

    Spannungsverhältnisse - eine kritische Würdigung der ARD

    Die ARD ist Gegenstand zahlreicher Debatten. In ihnen geht es unter anderem um die Themen Qualitätsprogramm versus Quotendruck, Selbstkontrolle, politische Unabhängigkeit, Rundfunkgebühren und Ausbreitung ins Internet. Weiter...

    Konrad Dussel

    Entstehung und Entwicklung einer Gemeinschaft

    Entstanden als Zusammenschluss einiger Radiomonopolisten, hatte sich die ARD zunächst nur mit Gegnern in der Politik auseinanderzusetzen. Heute sind die "Hauptgegner" die konkurrierenden privaten Fernsehveranstalter. Weiter...

    Gemma Pörzgen

    Die Welt im Blick: ARD-Auslandskorres-
    pondenten

    Die Auslandskorrespondenten sind ein wichtiges Aushängeschild für die ARD. Angesichts der massiven Kürzungen bei den Printmedien wird die Bedeutung des ARD-Korrespondentennetzes in Zukunft noch wachsen. Weiter...

    Michael Meyen

    Die ARD in der DDR

    Die Wirkung der ARD auf die DDR-Bevölkerung wird heute gern überschätzt. Viele DDR-Bürger schalteten ihren Fernseher nur ein, um "abzuschalten" – also, um sich unterhalten zu lassen. Weiter...

    Hans-Jürgen Krug

    Von der Vielstimmigkeit zur Marke: 60 Jahre ARD-Hörfunkprogramme

    Aus dem lockeren Zusammenschluss regionaler Hörfunkanbieter ist inzwischen ein fest kooperierender Verband geworden. Unter dem gemeinsamen "ARD-Label" sind mittlerweile mehr als fünfzig Radioprogramme vereint. Weiter...

    Knut Hickethier

    "Tatort" und "Lindenstraße" als Spiegel der Gesellschaft

    Seit 40 bzw. 25 Jahren liefern "Tatort" und "Lindenstraße" Bilder von der bundesdeutschen Gesellschaft. Diese sind zwar fiktional aufbereitet, bieten aber gerade deshalb Deutungsmuster für die Wirklichkeit. Weiter...

     
    Öffentlich-rechtlicher RundfunkAus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 9-10/2009)

    Öffentlich-rechtlicher Rundfunk

    Der Programmauftrag der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten lautet: Gewährleistung einer unabhängigen "Grundversorgung" mit Information, Bildung, Kultur und Unterhaltung. Erfüllen die Sender ihren am Gemeinwohl orientierten Programmauftrag? Weiter...