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Stadt, Solidarität und Toleranz


20.4.2010
Bis in die Moderne war die öffentliche Sphäre diejenige, in der sich der Mensch entfalten und an der Welt teilhaben konnte. Selbsterschaffung wird heute dagegen in der Sphäre des Privaten gesehen. Die Auswirkungen auf das Verständnis von Urbanität sind Gegenstand einer Politik des Städtischen.

Einleitung



Gibt es eine Krise des öffentlichen Raums? Oder leiden wir an Verlustängsten, wie oft, wenn sich etwas Vertrautes ändert? Ändert sich die Definition, die Wahrnehmung oder die Praxis? Ich werde nicht alle Fragen beantworten können, mit denen wir heute konfrontiert sind. Auch werde ich in der Argumentation ausholen, um zu ihrem Kern zu kommen: Wir erleben einen Paradigmenwechsel in der Bewertung des Öffentlichen und Privaten, der große Folgen für die Städte hat.

Die Grenzen zwischen dem Öffentlichen und Privaten waren nie statisch, auch die Inhalte beider Sphären verändern sich ständig. Es gibt keinen über Epochen und verschiedene Kulturen hinwegreichenden allgemeingültigen Katalog, der festlegen könnte, welche Lebensbereiche öffentlich sind und welche privat. Es gab jedoch lange Phasen, in denen eine gewisse Stabilität herrschte. In Schwellenzeiten kann man Verschiebungen in seiner eigenen Lebensspanne wahrnehmen. Für meine Generation ist das der Fall.

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Dossier

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