APUZ Dossier Bild

9.4.2010 | Von:
Benno Gammerl

Eine Regenbogengeschichte

Die kleine Zeitgeschichte der Homosexualitäten in Deutschland berichtet vom Leben homophiler Männer und frauenliebender Freundinnen, von Schwulen und Lesben zwischen gesellschaftlichen Zwängen und emanzipatorischen Bemühungen.

Einleitung

Bloß die Schwulen", sagt Walter, "die haben wir vergessen." Pessimistisch blickt der von Werner Dissel gespielte ältere Mann in die deutsche Zeitgeschichte der Homosexualitäten zurück. Dabei sitzt er in einem (Ost-)Berliner Lokal vor einem Tisch mit leeren Weinbrandgläsern, während im Hintergrund das lesbischwule Nachtleben gefeiert wird. Die historiografische Schlüsselszene aus Heiner Carows Film "Coming Out" (DDR, 1989) wirft ein resignierendes, aber nicht verzweifeltes Licht auf die Fortschrittshoffnungen, die der männerliebende Mann nach den Verfolgungen durch die Nationalsozialisten in das demokratische Deutschland gesetzt hatte. Auch heute noch, sagen seine etwas müden Augen dem ihm gegenübersitzenden jungen Lehrer Philipp, zieht der Verstoß gegen die heteronormative Ordnung Strafen und Kummer nach sich.

Hat sich die Lage gleichgeschlechtlich liebender Menschen in Deutschland zwischen 1945 und 1989 tatsächlich nicht verbessert? Oder zunächst weniger wertend gefragt: Wie veränderten sich die Lebensweisen homosexueller Menschen und ihr Umfeld in dieser Zeit?


Dossier

Menschenrechte

Auf der Flucht vor Zwangsheirat, hinter Gittern wegen der "falschen" Meinung, in der Textilfabrik von Kindesbeinen an: Auch sechzig Jahre nach Erklärung der Allgemeinen Menschenrechte ist die Frage nach Freiheit und Würde des Menschen aktuell. Sind Menschenrechte universell? Wer verfolgt Verstöße gegen Menschenrechte? Und wie sieht die Situation in verschiedenen Regionen aus?

Mehr lesen

Mediathek

Homophobie begegnen

Homophobie und auch Transphobie findet man an vielen Orten. Dieser Film zeigt, was das eigentlich für die Betroffenen bedeutet.

Jetzt ansehen