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2.3.2011 | Von:
Axel Börsch-Supan

Ökonomische Auswirkungen des demografischen Wandels

Schlussfolgerungen

Eine deutlich sinkende Anzahl von Menschen im erwerbsfähigen Alter, höhere Sozialausgaben bei weniger Beitragszahlern, Kapitalmarktverluste für die Babyboomer, die Gefahr eines sinkenden Lebensstandards: Die ökonomischen Herausforderungen an eine alternde Gesellschaft sind groß und zahlreich. Hinzu kommen die vielfältigen gesellschaftlichen und medizinischen Herausforderungen einer alternden Gesellschaft. Sie reichen von der Ausgestaltung eines demografiefesten Gesundheitssystems über Pflege und Zuwendung einer großen, immer älter werdenden Babyboom-Generation zu den Auswirkungen auf die große Politik: Ein alterndes Deutschland wird nicht den Platz in der globalen machtpolitischen Hackordnung einnehmen können, den es derzeit hat.

Grund zu einem fundamentalen Pessimismus gibt es dennoch keinen. Die ökonomischen Auswirkungen des demografischen Wandels sind kein unabänderliches Schicksal, sondern sie können abgewendet werden, wenn eine Anpassung an die sich verändernde Welt gelingt. Zentrale Stellhebel sind eine erhöhte Erwerbsquote, vor allem unter den Älteren, und deren Aus- und Weiterbildung. Mit einer geschickten Kombination von Arbeitsmarkt- und Sozialversicherungsreform kann unser Lebensstandard auch in Zukunft zumindest gehalten werden, vielleicht sogar steigen.


Dossier

Demografischer Wandel

Zu- und Auswanderung, Geburtenrate, Sterblichkeit - die sind die drei zentralen Faktoren für die demografische Entwicklung. Der demografische Wandel wird unsere Gesellschaft spürbar verändern - ob auf Kommunal-, Landes- oder Bundesebene, im Bereich der Sozialversicherungen, der Arbeitswelt, der Infrastruktur oder der Familienpolitik. Das Dossier beleuchtet die wichtigsten Bereiche und skizziert den Stand der Debatte.

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