In einem Labor der Gewebebank des Integrierten Forschungs- und Behandlungszentrums Adipositaserkranungen (IFL) an der Universität Leipzig beobachtet Tierpflegerin Eva Böge eine adipöse Maus mit einem Gewicht von 52 Gramm (l) und eine normale Maus mit 20 Gramm, aufgenommen am 06.01.2012. Die Labormäuse gehören zu einem großen Forschungsprogramm der Wissenschaftler am IFL, die hier unter anderem auch auf der Suche nach der ultimativen Schlankheitspille ohne Nebenwirkungen sind. Helfen sollen dabei Untersuchungen des Fettgewebes von adipösen Patienten und bei Tieren. In einer bundesweiten Gewebebank, die gegenwärtig weiter ausgebaut wird, lagert bereits Material von rund 800 Patienten. Foto: Waltraud Grubitzsch dpa/lsn (zu dpa-Korr vom 08.01.2012)

14.2.2012 | Von:
Carola Otterstedt

Bedeutung des Tieres für unsere Gesellschaft

Tiere sind in fast allen gesellschaftlichen Bereichen präsent. Der dem Tier zuge­ordnete ökonomische und kulturelle Stellenwert bestimmt auch die Haltung der Gesellschaft gegenüber dem Leben des einzelnen Tieres und seiner Art.

Einleitung

Wir leben in einer Gesellschaft mit einer Vielzahl von Heim-, Nutz- und Wildtieren: allein 8,2 Millionen Katzen und 5,3 Millionen Hunde in Deutschland,[1] knapp 90 Millionen Rinder und 150 Millionen Schweine in Europa.[2] Der gemeinsame Lebensraum Natur und ethische Grundsätze verpflichten uns zu einem stetigen Abwägen der Verwirklichung eigener Interessen und dem altruistischen Handeln zur Sicherung nachhaltiger Ressourcen.

Auf welcher kulturellen Grundlage handeln wir mit Tieren? Wie verändert sich das Tierbild und welche ökonomische, ökologische und soziale Relevanz besitzt die Mensch-Tier-Beziehung für unsere Gesellschaft? Der vorliegende Beitrag gibt einen Einblick in die Vielfalt der Korrelation menschlichen und tierlichen[3] Lebens in unserer Gesellschaft.

Fußnoten

1.
Vgl. Industrieverband Heimtierbedarf, Der deutsche Heimtiermarkt 2010, online: www.ivh-online.de/fileadmin/user_upload/
Der_Deutsche_Heimtiermarkt_2010_A4.pdf (26.1.2012).
2.
Vgl. http://epp.eurostat.ec.europa.eu/portal/
page/portal/agriculture/data/main_tables (2.2.2012)
3.
Der Begriff "tierlich" wird im Sinne von das Tier betreffend verwendet. Bewusst wird an dieser Stelle der Begriff "tierisch" vermieden, da dieser nicht selten in der Literatur missverständlich und wertend verwendet wird.