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André Nagel am 13.01.2014

Live-Abschlussdiskussion "Politische Teilhabe im Netz"

Hehre Ziele, leere Versprechen? Zum Abschluss unseres Schwerpunktes „Politische Teilhabe im Netz“ diskutieren wir mit Frederik Wegener von Liquid Democracy und Dr. Markus Linden von der Uni Trier im Google-Hangout über die Möglichkeiten und Grenzen neuer Partizipationsmöglichkeiten im Internet. Und Sie können mitreden!



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Die Teilnehmer:
  • Frederik Wegener ist Gründungsmitglied des Vereins Liquid Democracy e.V. und war maßgeblich an der Entwicklung der Partizipationssoftware „Adhocracy“ beteiligt. Das Internet und die dazugehörigen Informationstechnologien bieten für ihn das Potential direkte Demokratie praktisch umzusetzen.

Frederik Wegener über...

Politische Teilhabe


Frederik WegenerFrederik Wegener
Teilhabe bedeutet für mich, bei Themen mitbestimmen zu können, die mich betreffen oder zu denen ich durch meine Expertise etwas beizutragen habe. [...] Der repräsentativen Demokratie fehlen Möglichkeiten der direkten Teilhabe. Dabei ist es durch die neuen technischen Entwicklungen heute viel einfacher und günstiger geworden, Menschen in Entscheidungen einzubeziehen. Bei vielen wächst dadurch auch der Wille sich zu beteiligen. Es erscheint nicht mehr zeitgemäß, Menschen aus politischen Entscheidungsprozessen künstlich auszuschließen.

  • Dr. Markus Linden ist Politikwissenschaftler im Forschungszentrum „Europa“ an der Universität Trier und steht der Euphorie vieler Netz-Optimisten eher skeptisch gegenüber. Das demokratisierende Potential des Internets sei nicht nur maßlos überschätzt, das hohle Versprechen von ‘mehr Demokratie’ trage zudem maßgeblich zur Machtkonsolidierung der Exekutive bei.

Markus Linden über...

Onlinedemokratie

Markus LindenMarkus Linden
Das Versprechen besteht in der Reintegration politikverdrossener Wutbürger durch netzbasierte Verfahren, die alle Meinungen zu Wort und alle Interessen zum diskursiven Ausgleich kommen lassen. "Die Menschen mitnehmen“ heißt der passende Slogan der Politik. Schon diese vermeintliche Leerformel enthält jedoch einen paternalistischen Machtanspruch [...]. Im praktischen Anwendungsbereich der Onlinedemokratie zeigt sich diese Asymmetrie. Zumeist handelt es sich um exekutiv dominierte Verfahren, die eher geschickten Werbekampagnen gleichkommen.

Wir wollen nicht nur über Partizipation mit und im Netz sprechen, sondern auch Sie teilhaben lassen: Parallel zum Gespräch der beiden Talkgäste können Sie live einschalten und über unseren Chat mitdiskutieren, Fragen stellen und Ihre Meinung äußern. Bereits vorab können Sie Ihre Fragen hier im Kommentarbereich oder über Twitter an @netzdebatte richten.

Los geht’s an diesem Donnerstag (16.01) um 10:30 Uhr, hier auf netzdebatte.bpb.de. Chat und Stream finden Sie dann in diesem Artikel.

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Kommentare anderer Nutzer

Joachim | 06.03.2014 um 11:01 [Antworten]

Die Technologie erlaubt mehr Demokratie

Ich denke die heutige Kommunikationstechnologie bietet die großartige Möglichkeit von mehr politischer Teilhabe der Bürger. Das Willensbildung auch immer organisiert und beworben wird finde ich normal - schließlich machen Parteien in ihren Wahlkämpfen nichts anderes. Aber eine Demokratie basiert doch per Definition auf der Mitbestimmung des Volkes, warum also nicht mehr Mitbestimmung zulassen?


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