Zwei Hände halten den offiziellen Stimmzettel zur Bundestagswahl. Im Hintergrund ist der Reichstag zu sehen.

Wahl ABC

Direktmandat



In jedem der 299 Wahlkreise in Deutschland können sich Wahlbewerber um ein Direktmandat für den direkten Einzug in den Bundestag bewerben. Die Kandidatur – das passive Wahlrecht – steht jedem volljährigen Bürger offen, der am Wahltag seit mindestens drei Monaten in Deutschland wohnt. Gewählt ist, wer die einfache Mehrheit der Erststimmen seines Wahlkreises erhält. Die Direktkandidaten werden meist von den Parteien aufgestellt. Jeder Bürger kann sich aber auch unabhängig von einer Partei als Einzelbewerber aufstellen lassen, wenn er die Unterstützung von mindestens 200 Wahlberechtigten seines Wahlkreises hat. Allerdings ist die Chance, als Einzelkandidat gewählt zu werden, in einer Parteiendemokratie wie der deutschen sehr gering.

Ein ungewöhnlicher Fall einer unabhängigen Kandidatur ist der des Parlamentariers Siegfried Kauder im Bundestagswahlkampf 2013. Der CDU-Politiker ist seit 2002 Mitglied des Bundestags und möchte das auch bleiben. Doch hat sich seine Partei für einen anderen Direktkandidaten in seinem Wahlkreis entschieden. Daraufhin hat sich Siegfried Kauder als Einzelkandidat zu beworben. Damit tritt er als Unabhängiger gegen einen Kandidaten seiner eigenen Partei an, die nun ein Parteiausschlussverfahren eingeleitet hat. Dieses wird jedoch nicht vor der Bundestagswahl entschieden werden. Der Fall ist besonders brisant, weil Siegfried Kauder der Bruder des CDU-Fraktionsvorsitzenden Volker Kauder ist.



30.08.2013

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