An der Klagemauer wird am 29.11.2010 in Jerusalem (Israel) gebetet. Seit 1967 befindet sich die Klagemauer in Jerusalem unter israelischer Kontrolle. Die einst von König Herodes vor mehr als zweitausend Jahren errichtete westliche Stützmauer am Tempelberg ist heute für viele Israeli ein Symbol nationaler Erfüllung oder religiöser Erlösung. Foto: Rainer Jensen

22.4.2013 | Von:
Veronika Nahm

"Lange herbeigewünschter Aufenthalt"

Viele Eindrücke und Erfahrungen sind in Erinnerung geblieben, drei davon jedoch besonders: ein einzigartiges Ritual, ein fröhliches Fest und eine besondere Sehenswürdigkeit.

Ich war 2011 bei einer Studienreise dabei zum »Zachor - Erinnern«. Die Studienreise ist mir noch sehr lebhaft in Erinnerung. Es war mein erster und lange herbeigewünschter Aufenthalt in Israel. Drei Ereignisse haben mich am meisten beeindruckt:



Ein Blumenkranz zum Gedenktag  "Yom ha Shoa" in einer HotellobbyEin Blumenkranz zum Gedenktag "Yom ha Shoa" in einer Hotellobby (© Veronika Nahm)
1) Der Yom ha Shoa (das Foto zeigt den Hinweis auf den Tag in der Hotellobby). Das Ritual, dass alle Sirenen im Land für eine Minute angestellt werden und das Alltagsleben still steht, hat mich tief beeindruckt. Ich habe mir gedacht, dass in Israel so alle Menschen, egal wie alt und mit welcher persönlichen Geschichte, mit dem Gedenken an den Holocaust konfrontiert werden. In Deutschland gibt es nichts vergleichbares.








Ein Banner zur Feier des israelischen UnabhängigkeitstagesEin Banner zur Feier des israelischen Unabhängigkeitstages (© Veronika Nahm)
2) Der Unabhängigkeitstag: Ein fröhliches Fest mit OpenAir Musik, Grillen im Park und ganz vielen Leuten auf der Straße. Auf der anderen Seite die Nakba - die Kathastrophe, dass die Heimat verloren ging. Wie so vieles in Israel ambivalent und dadurch spannend.










Frau Nahm vor historischen Stätten in JerusalemFrau Nahm vor historischen Stätten in Jerusalem (© Veronika Nahm)
3) Jerusalem: Ich lasse mich sonst nie vor Sehenswürdigkeiten fotografieren, aber hier war mir wichtig: Ich war da! Eine so interessante, widersprüchliche, bunte, schöne, dreckige, warme, religiöse,... Stadt habe ich noch nie davor gesehen. Und ich lebe in Berlin.


Blog zur Israel-Studienreise

Im Blog berichtet die Journalistin Katarzyna Weintraub von der Israel- Studienreise "Zachor - Jüdische Erinnerungskultur der Gegenwart". Die Studienreisen der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb ermöglichen den Teilnehmenden einen authentischen und persönlichen Einblick in die politische und gesellschaftliche Situation der Reiseländer.

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Wer kann sich auf die Israel-Studienreisen der bpb bewerben? Welche Kriterien gibt es bei der Auswahl der Bewerberinnen und Bewerber? Wie erfolgt das Bewerbungs- und Einladungsverfahren? Die Antwort auf diese und weitere Fragen finden Sie hier. (PDF-Version: 66 KB)

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Seit 1963 veranstaltet die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb erfolgreich ihr Studienreisen-Programm nach Israel. Die Studienreisen sind ein Kernelement in der historisch-politischen Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus, der deutsch-jüdischen Geschichte und dem Antisemitismus in der Bundesrepublik Deutschland.

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