An der Klagemauer wird am 29.11.2010 in Jerusalem (Israel) gebetet. Seit 1967 befindet sich die Klagemauer in Jerusalem unter israelischer Kontrolle. Die einst von König Herodes vor mehr als zweitausend Jahren errichtete westliche Stützmauer am Tempelberg ist heute für viele Israeli ein Symbol nationaler Erfüllung oder religiöser Erlösung. Foto: Rainer Jensen

22.4.2013 | Von:
Ute Rauscher

Lebensgeschichten aus erster Hand

Das Besondere an der Reise waren vor allem die persönlichen Gespräche – nicht nur mit Wissenschaftlern und Politikern. „Wann sonst bekommt man innerhalb von 12 Tagen die Gelegenheit sowohl mit Studenten zu reden, die quasi in den Semesterferien einen Militäreinsatz bestreiten, als auch mit ultraorthodoxen Juden.“

Ute Rauscher, Teilnehmerin der Israel-Reisegruppe 2008, hat ein Foto eingesendet, das eine Israelische Sperranlage (Mauer) zeigt.Im Rahmen der Israel-Studienreisen besuchen die Teilnehmer/-innen auch das Gebiet zwischen israelischem Kernland und dem Westjordanland. (© Ute Rauscher)
Meine Israel-Reise mit der bpb im Mai 2008 hat mich nachhaltig beeindruckt; m.E. ein hervorragender Einstieg um die Komplexität der Region zu erfassen. Die persönlichen Gespräche eben nicht nur mit Wissenschaftlern und Politikern machen die Reiseerfahrungen besonders eindringlich. Wann sonst bekommt man innerhalb von 12 Tagen die Gelgenheit sowohl mit Studenten zu reden, die quasi in den Semesterferien einen Militäreinsatz bestreiten als auch mit ultraorthodoxen Juden wie dem überzeugten Siedler aus Ma'ale Adumim? Fast schon abenteuerlich war der Studientag in den palästinensischen Gebieten, die Gespräche mit Studenten der Universität Bir Zait und die lebhafte Stadtführung durch Ramallah mit Suleiman Abu Dayyeh von der Friedrich-Naumann-Stiftung in Jerusalem. Tief bewegt hat mich unser Besuch der Gedenkstätte Yad Vashem. Und noch ein Lob an die bpb: Die Reisegruppe war sehr gut zusammen gestellt, sowohl was die Professionen betrifft als auch deren Alter. Auch das Verhältnis Männer-Frauen war sehr ausgewogen. Vielen Dank!


Blog zur Israel-Studienreise

Im Blog berichtet die Journalistin Katarzyna Weintraub von der Israel- Studienreise "Zachor - Jüdische Erinnerungskultur der Gegenwart". Die Studienreisen der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb ermöglichen den Teilnehmenden einen authentischen und persönlichen Einblick in die politische und gesellschaftliche Situation der Reiseländer.

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Wer kann sich auf die Israel-Studienreisen der bpb bewerben? Welche Kriterien gibt es bei der Auswahl der Bewerberinnen und Bewerber? Wie erfolgt das Bewerbungs- und Einladungsverfahren? Die Antwort auf diese und weitere Fragen finden Sie hier. (PDF-Version: 66 KB)

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Seit 1963 veranstaltet die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb erfolgreich ihr Studienreisen-Programm nach Israel. Die Studienreisen sind ein Kernelement in der historisch-politischen Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus, der deutsch-jüdischen Geschichte und dem Antisemitismus in der Bundesrepublik Deutschland.

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