An der Klagemauer wird am 29.11.2010 in Jerusalem (Israel) gebetet. Seit 1967 befindet sich die Klagemauer in Jerusalem unter israelischer Kontrolle. Die einst von König Herodes vor mehr als zweitausend Jahren errichtete westliche Stützmauer am Tempelberg ist heute für viele Israeli ein Symbol nationaler Erfüllung oder religiöser Erlösung. Foto: Rainer Jensen

22.4.2013 | Von:
Tim Farin

Reise nach Israel - Das Gegenteil von Theorie

Das straffe Programm in Kombination mit der abwechslungsreichen Freizeitgestaltung ermöglichte Einblicke in die Lebenswirklichkeit in Israel und Verständnis für das Leben dieser Region.

Nächtlicher Schnappschuss aus IsraelNächtlicher Schnappschuss aus Israel (© Tim Farin)
Gratulation zum Jubiläum - gut, dass es dieses Programm so lange schon gibt und dass es weiterhin für regen Austausch sorgt. Die Reise mit der bpb nach Israel gehört zu den intensivsten Erfahrungen meines Lebens. Mit einer Gruppe noch recht junger Journalisten war ich im Herbst 2005 in Tel Aviv und Jerusalem. In Erinnerung geblieben ist mir die enorme Dichte an Programmpunkten - Gespräche mit Experten mit verschiedensten Perspektiven, Einblicke in Institutionen, Konfrontationen mit dem Leben im Nahen Ostens. Es ist das Gegenteil von Theorie: Exposition in der Realität, beispielsweise beim spontanen Besuch an einem Checkpoint zur West Bank. Die Militärs ließen uns in die Sperrzone vor, wir durften - bewacht von einem Geschütztum - im Niemandsland mit den Soldaten sprechen, während die arabischen Grenzgänger auf ihre Passage warteten. Auch unser Besuch im Hauptquartier der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO), am Grab Arafats, bleibt als starker Eindruck. Neben einem einwöchigen Crashkurs, der Programm genug für einen Monat enthielt, war auch die Freizeitgestaltung anregend. Breakdance in Jerusalem - die Impressionen des israelischen Nachtlebens bleiben ebenso wie die Einsichten aus den Gesprächen mit Wissenschaftlern, Medienmachern und Staatsvertretern. Seither habe ich die bpb-Reisen vielen Kollegen empfohlen, denn sie bieten die große Chance, so etwas wie Verständnis für das Leben dieser Region zu entwickeln.


Blog zur Israel-Studienreise

Im Blog berichtet die Journalistin Katarzyna Weintraub von der Israel- Studienreise "Zachor - Jüdische Erinnerungskultur der Gegenwart". Die Studienreisen der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb ermöglichen den Teilnehmenden einen authentischen und persönlichen Einblick in die politische und gesellschaftliche Situation der Reiseländer.

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Wer kann sich auf die Israel-Studienreisen der bpb bewerben? Welche Kriterien gibt es bei der Auswahl der Bewerberinnen und Bewerber? Wie erfolgt das Bewerbungs- und Einladungsverfahren? Die Antwort auf diese und weitere Fragen finden Sie hier. (PDF-Version: 66 KB)

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Seit 1963 veranstaltet die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb erfolgreich ihr Studienreisen-Programm nach Israel. Die Studienreisen sind ein Kernelement in der historisch-politischen Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus, der deutsch-jüdischen Geschichte und dem Antisemitismus in der Bundesrepublik Deutschland.

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