An der Klagemauer wird am 29.11.2010 in Jerusalem (Israel) gebetet. Seit 1967 befindet sich die Klagemauer in Jerusalem unter israelischer Kontrolle. Die einst von König Herodes vor mehr als zweitausend Jahren errichtete westliche Stützmauer am Tempelberg ist heute für viele Israeli ein Symbol nationaler Erfüllung oder religiöser Erlösung. Foto: Rainer Jensen

16.5.2013 | Von:
Canan Kalac

"Es war keine Reise, es war eher ein Wendepunkt in meinem Leben."

Eine Reise, auf dem besagten Spuren von Abraham, Jesus und Mohammed kontrovers, politisch und unvergesslich erleben.

Ich gratuliere von Herzen der Bundeszentrale für politische Bildung, nicht nur wegen des 50. Jährigen Jubiläums der Israel-Studienreisen, sondern überhaupt für die gelungenen Beiträge im Dienste unserer Gesellschaft.

Kann man diese Israel Reise im Worte fassen und beschreiben? Meine Israel-Reise liegt nun mehr als ein Jahr zurück. Ich bin immer noch nicht von diesem Traum erwacht. Unabhängig davon möchte ich auch gar nicht aufwachen. So eine vielfältige, unvergessliche, geballte Erlebnisreise kann man nicht als Realität wahrnehmen. Es kann nur ein Traum sein. Meine erlebten emotionalen Tiefen und Höhen, die spirituellen Erfahrungen, die politischen Erkenntnisse, ich habe sie immer noch nicht verarbeiten können. Es war keine Reise, es war eher ein Wendepunkt in meinem Leben.

Was ich da erlebt/gelernt/gefühlt/erkannt habe, wünsche ich vielen weiteren Reisenden auf dem Pfad der Erkenntnis des Friedens. Das ganze Programm war politisch, theologisch, soziologisch und pädagogisch orientiert und das Allerwichtigste war: das Ganze wurde weder parteiisch noch einseitig angeboten. Ich habe danach ein völlig neues Bild von Israel, Palästina, dem Judentum, Christentum und dem Islam erlangt. Die Fußspuren und Schwingungen von Jesus, Abraham und Mohammed in Jerusalem begleiten und inspirieren mich immer noch. Ich wünschte jeder Muslim, jeder Christ und jeder Jude hätte die Gelegenheit diese Reise zu erleben. Womöglich würde man dann besser verstehen, was Jerusalem sich wünscht.

Mit dieser Erkenntnis ließe sich vielleicht eine Lösung für die Missverständnisse finden.

Happy Birthday Israel-Reise! Schön, dass du geboren wurdest, sonst hätte ich Israel und Palästina nicht so kennengelernt.

Deine Canan Kalac, Vorsitzende Netzwerk Bildung und Religion e.V.

http://www.youtube.com/watch?v=Gj5H_Fz1dCY


Blog zur Israel-Studienreise

Im Blog berichtet die Journalistin Katarzyna Weintraub von der Israel- Studienreise "Zachor - Jüdische Erinnerungskultur der Gegenwart". Die Studienreisen der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb ermöglichen den Teilnehmenden einen authentischen und persönlichen Einblick in die politische und gesellschaftliche Situation der Reiseländer.

Mehr lesen auf bpb-studienreisen.blogspot.de

Wer kann sich auf die Israel-Studienreisen der bpb bewerben? Welche Kriterien gibt es bei der Auswahl der Bewerberinnen und Bewerber? Wie erfolgt das Bewerbungs- und Einladungsverfahren? Die Antwort auf diese und weitere Fragen finden Sie hier. (PDF-Version: 66 KB)

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Seit 1963 veranstaltet die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb erfolgreich ihr Studienreisen-Programm nach Israel. Die Studienreisen sind ein Kernelement in der historisch-politischen Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus, der deutsch-jüdischen Geschichte und dem Antisemitismus in der Bundesrepublik Deutschland.

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