An der Klagemauer wird am 29.11.2010 in Jerusalem (Israel) gebetet. Seit 1967 befindet sich die Klagemauer in Jerusalem unter israelischer Kontrolle. Die einst von König Herodes vor mehr als zweitausend Jahren errichtete westliche Stützmauer am Tempelberg ist heute für viele Israeli ein Symbol nationaler Erfüllung oder religiöser Erlösung. Foto: Rainer Jensen

19.7.2013 | Von:
Maya Kristin Schönfelder

Geschichten, Menschen und Begegnungen

Israel und die palästinensischen Autonomiegebiete sind voller Orte, welche die Fazination und den Schrecken der Region so anschaulich wiederspiegeln, wie es kein Buch der Welt vermag. Die bpb-Studienreisen ermöglichen es, deren Geschichten zu hören und den Menschen zu begegnen, die dort Leben.

Eindrücke der Israel-Studienreise.Eindrücke der Israel-Studienreise. (© Maya Kristin Schönfelder)
Dass die Bundeszentrale seit 50 Jahren Studienreisen nach Israel durchführt, merkt man: Zum Glück. Ich habe noch nie eine Gruppenreise erlebt, bei der alles so reibungslos funktioniert hat. Das färbte dann prompt auf Pünktlichkeit und Disziplin der Gruppe ab.

Besonders beeindruckt an dieser Reise im Mai 2013 unter dem Titel "Zentrum und Peripherie“ haben mich die Begegnungen mit Menschen in Orten, an die ich selbst nie gefahren wäre. So man dort überhaupt ausländische Besucherinnen eingelassen hätte ohne die bpb. Lebensgeschichten bestimmten diese Tour und brachten mir mehr Erkenntnis als die Lektüre einer ganzen Bibliothek. Egal ob das palästinensische Dorf, das im wahrsten Sinne des Wortes eingemauert wird oder die jüdische Siedlung Ariel, die gerade darum kämpft, eine McDonalds Filiale in ihrer neuen Mall zu bekommen - viele Konflikte, die mir zuvor immer sehr abstrakt erschienen, besitzen nun ein Gesicht. Manchmal zeigte sich auch eine Fratze. Doch die habe ich mit meinen Augen gesehen. Und kann jetzt meine eigenen Geschichten erzählen.

Vielen Dank an die Bundeszentrale und alles Gute für die nächsten 50 Jahre Israel-Studienreisen! Ich freue mich darauf.


Blog zur Israel-Studienreise

Im Blog berichtet die Journalistin Katarzyna Weintraub von der Israel- Studienreise "Zachor - Jüdische Erinnerungskultur der Gegenwart". Die Studienreisen der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb ermöglichen den Teilnehmenden einen authentischen und persönlichen Einblick in die politische und gesellschaftliche Situation der Reiseländer.

Mehr lesen auf bpb-studienreisen.blogspot.de

Wer kann sich auf die Israel-Studienreisen der bpb bewerben? Welche Kriterien gibt es bei der Auswahl der Bewerberinnen und Bewerber? Wie erfolgt das Bewerbungs- und Einladungsverfahren? Die Antwort auf diese und weitere Fragen finden Sie hier. (PDF-Version: 66 KB)

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Seit 1963 veranstaltet die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb erfolgreich ihr Studienreisen-Programm nach Israel. Die Studienreisen sind ein Kernelement in der historisch-politischen Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus, der deutsch-jüdischen Geschichte und dem Antisemitismus in der Bundesrepublik Deutschland.

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