Das Brandenburger Tor am Pariser Platz in Berlin.
1 | 2 Pfeil rechts

Reaktionen auf den Mauerbau in Berlin und der DDR


20.1.2012
Wie reagierte eigentlich die Bevölkerung der DDR auf den Mauerbau und den damit einhergehenden zunehmenden Anpassungsdruck im SED-Staat? Ein Bericht über den Schockzustand der ostdeutschen Gesellschaft.

Der Bau der Mauer ...




Die Bösebrücke an der Bornholmer Straße in Berlin, Ende 1961.Die Bösebrücke an der Bornholmer Straße in Berlin, Ende 1961. (© AP)
Der Bau der Mauer ist unbestritten die wichtigste Zäsur in der Geschichte der DDR.[1] Dennoch haben die meisten Historiker sich bei der Beschäftigung mit dem Mauerbau bisher auf die Verwicklungen der internationalen Politik im Kontext der zweiten Berlinkrise konzentriert.[2] Dagegen haben sich nur wenige mit den Veränderungen in der DDR befasst, in der sich die Bevölkerung seit 1961 ganz anders als zuvor mit der SED arrangieren musste, und mit den Reaktionen der Bevölkerung in Berlin und der DDR auf die Grenzschließung.[3]




Der breiten Masse in der Bevölkerung der DDR war durchaus bewusst, dass die Grenzschließung darauf gerichtet war, "Republikflucht" und die Tätigkeit der Grenzgänger, also jener Menschen, die in Ost- oder West-Berlin arbeiteten, aber im anderen Teil der Stadt wohnten, zu unterbinden. Darüber hinaus richtete sie sich gegen die ganze Bevölkerung der DDR, insofern sie die offenen Grenzen und die Möglichkeit der Abwanderung in den vielfältigen Verhandlungen mit Vertretern der Staatsmacht und der Behörden dazu genutzt hatte, Lösungen auszuhandeln, zu denen diese andernfalls nicht bereit gewesen wären.[4]
Verhaftung eines Ehepaars, das versucht hatte, die Grenzsperren nach West-Berlin zu überqueren, 13. August 1961.Verhaftung eines Ehepaars, das versucht hatte, die Grenzsperren nach West-Berlin zu überqueren, 13. August 1961. (© AP)
Denn die offene Grenze hatte der SED durchaus einige Fesseln angelegt im Umgang mit einer Bevölkerung, der als letzte Möglichkeit, sich den Zumutungen der SED zu entziehen, immer der Weg nach Westen offen gestanden hatte. Diese Drohung hatte alle politischen, wirtschaftlichen und sozialen Auseinandersetzungen in der DDR beeinflusst, hatte doch ein Sechstel der Bevölkerung diesen Weg bis 1961 bereits eingeschlagen. Sie war einer der Gründe für den Mauerbau gewesen, denn die SED hatte diese Fesseln als Einschränkung ihrer Souveränität in der DDR wahrgenommen – so, wie sie die Abwanderung selbst als Verrat und als eine Form von Rebellion gegen ihre Herrschaft in der DDR ansah.[5]

Die Auffassung, dass der "Republikflucht" ein Riegel vorgeschoben werden sollte, war in der SED verbreitet. Auch wenn es bei einigen Bürgern Häme und Schadenfreude gegenüber den Grenzgängern gab, so stand doch die Beeinträchtigung der eigenen Chancen und Freiheiten, das Bewusstsein einer verschärften Spaltung zwischen den beiden Teilen Deutschlands und die Befürchtung, dass die DDR-Regierung die neue Situation zu einer Intensivierung der politischen Repression und der wirtschaftlichen Produktivität nutzen würde, im Vordergrund.[6]

Proteste und Demonstrationen




Die erste Reaktion in Berlin auf beiden Seiten des Stacheldrahts, der erst einige Tage später den ersten Mauern weichen sollte, war ungläubiges Entsetzen – und Wut, wie einige Angehörige der Kampfgruppen in der Nacht der Grenzsperrung direkt erfahren sollten: "Von 1956 bis 1966 war ich Angehöriger der Kampfgruppen, am 13. August 1961 also bei [der] Befestigung der Staatsgrenze [eingesetzt]. Unsere Hundertschaft sicherte die Bauarbeiten am Abschnitt Heinrich-Heine- und Fritz-Heckert-Straße, in einem Altbau-Gebiet, das unmittelbar die Staatsgrenze berührte. Zahlreiche Anwohner hatten sich in dieser Nacht auf der Straße angesammelt. Die meisten von ihnen zeigten sich uns und dem Geschehen nicht freundlich gesonnen. [...] Weite Kreise waren als Grenzgänger korrumpiert, darunter viele einfache Menschen. Sie sahen mit der Schließung der Grenze ihr unredliches Treiben beendet. Daß der Unmut darüber bis zum Haß gehen kann, erlebte ich in jener Nacht mit einem Genossen am Verhalten einer hochschwangeren Frau. Sie drang, vom Haß entstellt, auf uns ein und beschimpfte uns. Wir versuchten ihr verständlich zu machen, warum das hier geschehe, und baten sie, nach Hause zu gehen. [...] Sie würde bleiben, erwiderte sie, – ihr Kind solle im Mutterleib miterleben, welches Verbrechen hier geschehe."[7]

Ost-Berliner an der abgesperrten Sektorengrenze in Berlin, 13. August 1961.Ost-Berliner an der abgesperrten Sektorengrenze in Berlin, 13. August 1961. (© Bundesregierung, B 145 Bild-00009768, Foto: Siegmann)
Am Vormittag und im Laufe des 13. August versammelten sich in Berlin immer wieder Menschen auf beiden Seiten der Grenze, um sich zu überzeugen, dass das nicht Denkbare tatsächlich geschah. Und auf beiden Seiten der tags zuvor noch nahezu unsichtbaren Grenze kam es zu Unmutsäußerungen und spontanen Protesten. Am frühen Morgen protestierten am Übergang Wollankstraße etwa fünf- bis sechshundert Menschen gegen die Grenzschließung. Weitere Proteste formierten sich am Vormittag an den Bahnhöfen an der Bornholmer Straße, Schönhauser Allee und Französische Straße sowie im Bezirk Prenzlauer Berg.[8] Etwa 500 Menschen protestierten an der Eberswalder Straße; die Volkspolizei löste diese Gruppe auf.[9] An der Kreuzung Brunnen-/Bernauer Straße sowie an der Wolliner Straße bildeten sich mehrfach im Verlauf des Tages aus den entsetzten Zuschauern protestierende Gruppen, die von der Volkspolizei aufgelöst wurden. Am Nachmittag gab es ähnliche Szenen – nur ohne Volkspolizei – auf der Westseite der Grenze an der Swinemünder Straße.[10] Vor allem an den Bahnhöfen, an denen noch am Vortag eine Verbindung nach West-Berlin bestand, waren Agitatoren und Polizei mit erheblicher Kritik konfrontiert.[11] Fahrgäste forderten "provokativ", in den Westen fahren zu dürfen. Am Bahnhof Schönhauser Allee etwa verlangten zwei Jugendliche, die in West-Berlin arbeiteten, dorthin gefahren zu werden: "Sie wurden von den Sicherheitsorganen vom Bahnhof entfernt."[12]

Über Mittag wurden die Polizeieinheiten verstärkt, um vor allem jeden Kontakt zu Menschenansammlungen auf der Westseite zu verhindern, sodass sich kein übergreifender Protest formieren konnte. Es gelang der Volkspolizei, die meisten protestierenden Gruppen auf der östlichen Seite aufzulösen, die sich aber bald darauf neu formierten. Mehrfach wurde dabei Tränengas eingesetzt. Volkspolizei und Angehörige des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) verhafteten Menschen, die zum Streik aufriefen oder im Ärger die Bekanntmachungen der Regierung abrissen. Die Proteste setzten sich, selbst in der Innenstadt, bis in die Abendstunden fort. Häufig waren es junge Leute, die diese Proteste dominierten.[13]

In den ersten zwei bis drei Tagen liefen immer wieder Menschen auf beiden Seiten der Grenze zusammen und gaben dadurch und durch verbale Äußerungen ihrem Unmut Ausdruck.[14] Am 15. August demonstrierten mittags am Ost-Berliner Arkonaplatz nahe der Grenze ein- bis zweitausend Menschen gegen deren Abriegelung.[15] Kollektive Proteste und spontane Demonstrationen in Ost-Berlin trieb die Volkspolizei in den folgenden Tagen immer wieder mit Nebelkörpern, Wasserwerfern und Schlagstockeinsatz auseinander.[16] Aber es kam, wie der SED-Vorsitzende Walter Ulbricht im vorhinein versichert hatte, nicht zu einer Aufstandsbewegung in der DDR, die im Westen einige befürchtet hatten und die insbesondere Kremlchef Nikita Chruschtschow für möglich gehalten hatte. Die Überrumpelung der Bevölkerung, die Erfahrung von 1953, das schnelle Eingreifen der Parteimaschinerie und die schnelle und gut geplante Reaktion von Volkspolizei und Staatssicherheit gewährleisteten, dass es bei lokalen Protesten bleib. Ulbricht hatte schon am 1. August gegenüber Chruschtschow abgewiegelt: "Ein Aufstand ist nicht realistisch."[17]

Erzwungene Zustimmung




Neben Stacheldrahtverhauen gehörten Mauern aus Gasbetonquadern zu den ersten Befestigungen der Grenzsperren in Berlin. Aufnahme vom August 1961.Neben Stacheldrahtverhauen gehörten Mauern aus Gasbetonquadern zu den ersten Befestigungen der Grenzsperren in Berlin. Aufnahme vom August 1961. (© AP)
Eine weitere Reaktion der Bevölkerung auf den Mauerbau waren Solidaritätsadressen und Zustimmungserklärungen, die Betriebs- und Wohnkollektive aus der ganzen DDR an die Staats- und Parteiführungen richteten und in denen sie die "Maßnahmen", wie es vorerst hieß, ausdrücklich begrüßten. Denn die SED ließ sich die Grenzschließung von ihrem Staatsvolk bestätigen. Dadurch wollte sie sich, der Bevölkerung und der Welt eine Legitimität suggerieren, die tatsächlich nicht vorhanden war. Diese Briefe waren für die SED ein wichtiges Moment nachträglicher Legitimierung, die für die Propaganda intensiv genutzt wurden.

Die Propagandamaschine der SED war republikweit noch in der Nacht zum 13. August angelaufen, nachdem die Genossen der Bezirks- und Kreisleitungen aus dem Bett geklingelt worden waren. Der Apparat war mit sich zufrieden: "Es hat sich erwiesen, daß die Bezirksleitungen in wenigen Stunden den Partei- und Staatsapparat sowie das Parteiaktiv zur Lösung einer neuen Aufgabe mobilisieren und zum Einsatz bringen können. Die Büros und Apparate der Bezirksleitungen sowie entscheidende Staatsfunktionäre waren in der Nacht vom Sonnabend zum Sonntag gegen 3 Uhr einsatzfähig. Büromitglieder und Mitarbeiter der Bezirksleitungen begaben sich in die Kreise, um die Arbeit der Kreisleitungen zu unterstützen. In den Kreisen wurden sofort Beratungen mit den Parteisekretären, mit den Vorsitzenden der Blockparteien und Massenorganisationen durchgeführt und an den Schwerpunkten Agitatorengruppen eingesetzt. Die Parteileitungen in den Schichtbetrieben haben bereits in den frühen Morgenstunden des 13.8. Versammlungen und Aussprachen organisiert. Dasselbe geschah in vielen Hausgemeinschaften. Die Mehrheit der Werktätigen wurde am Montagvormittag [14.8.] durch Versammlungen und Foren gründlich über die Maßnahmen der Regierung informiert. Die Partei wurde faktisch unter den Massen politisch wirksam, bevor der Feind überhaupt gewahr wurde, was geschehen war, und hatte die Lage fest in der Hand, wobei zu berücksichtigen ist, daß ein großer Teil der aktivsten Genossen Mitglieder der Kampfgruppen ist, zu Schutzmaßnahmen eingesetzt war und nicht unmittelbar in den Agitatorengruppen mitwirken konnten."[18]

Der Parteiapparat war schnell mobilisiert und agitierte die Bevölkerung, bevor diese sich ein eigenes Bild hatte machen können. Auch die Schnelligkeit, in der SED-Propagandisten den Bürgern der DDR auf Versammlungen die neue Situation erläuterten, hat wohl dazu beigetragen, dass es in der DDR verhältnismäßig ruhig blieb. Auf diesen von der SED in Betrieben und Wohngebieten einberufenen Versammlungen wurden die von den Funktionären vorformulierten Zustimmungserklärungen verabschiedet. Parteifunktionäre verlangten von den Teilnehmern, die Solidaritätsadressen zu unterschreiben, die sie dann an die Parteiführung sandten. So verfasste die Nachtschicht des Milchhofs Weißensee schon in der Nacht zum 13. August eine zustimmende Solidaritätsadresse mit 23 Unterschriften an Walter Ulbricht.[19] Ihr folgten zahlreiche andere Betriebe und Wohngebiete aus allen Teilen des Landes.[20]

Wenn der verbale Druck der Funktionäre nicht ausreichte, um die Teilnehmer der Versammlungen zu überzeugen, nahmen Volkspolizei oder Staatssicherheit einige exemplarische Verhaftungen vor, um die anderen zur Zustimmung zu nötigen. Ein Kraftfahrer aus der Gegend von Magdeburg zum Beispiel sprach sich bei einer Betriebsversammlung am 14. August gegen eine zustimmende Resolution aus. Er konnte diese zwar durch sein Auftreten verhindern, wurde aber nach der Versammlung inhaftiert.[21] Zwei Bürger aus Lindenberg im Kreis Sonneberg wurden verhaftet, weil sie in einer Einwohnerversammlung gesagt hatten, die SED sei schuld an der "Republikflucht", weil "die Arbeiter in der DDR nichts zu melden" hätten.[22] In Plauen verhielten sich Jugendliche auf einer Einwohnerversammlung am 14. August renitent. Der Bericht sagt, sie hätten einen Angehörigen der SED-Bezirksleitung beschimpft. Zwei "Rädelsführer" wurden verhaftet.[23] In mehreren Berichten wird hervorgehoben, dass sich vor allem junge Leute offen gegen die "Maßnahmen" in Berlin aussprächen. Diese "provokatorische" oder "feindliche" Haltung bei jenem Teil der Bevölkerung, in den die SED ihre größten Hoffnungen setzte, alarmierte den Parteiapparat.[24]

In den Betrieben




Bereits am 14. August seit 7.10 Uhr in der Frühe erhielt Erich Honecker, im SED-Apparat zuständig für die Organisation des Mauerbaus, die ersten Berichte über die Reaktionen und Diskussionen in der Bevölkerung. In den meisten Betrieben lief die Arbeit normal an. Nur vereinzelt forderten Arbeiter ihre Kollektive zum Streik auf, etwa in einer Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft (LPG) bei Halberstadt. Teilweise kursierten Gerüchte darüber, dass in Berlin gestreikt würde.[25] Allerdings sind einige kleinere Arbeitsniederlegungen aktenkundig geworden. Etwa 40 Arbeiter des VEB Holzindustrie Hennigsdorf bei Oranienburg traten beispielsweise in den Ausstand. Sie kritisierten, vor den "Maßnahmen" nicht gefragt worden zu sein, und forderten die Rücknahme der Grenzschließung. Außerdem verlangten sie, dass das Streikrecht im Arbeitsgesetzbuch verankert werde.[26] Doch solche Reaktionen waren vereinzelt und in den meisten Betrieben blieb es ruhig.

Darüber hinaus gab es andere, stillere Reaktionen. Denn die Drohgebärde, die mit dem Mauerbau verbunden war, hatten die meisten Arbeiter durchaus verstanden. Hatten sie doch in vielen zustimmenden Resolutionen schon unterschreiben müssen, dass sie künftig für dasselbe Geld mehr würden arbeiten wollen. Das veränderte die Situation und vertiefte den Missmut, die einzelne interne Berichte beschreiben. In einem Köpenicker Betrieb schlug den Genossen der SED an den Tagen nach dem Mauerbau "eisiges Schweigen" entgegen.[27] Dies wird auch aus einem Betrieb in Hennigsdorf gemeldet: Es würde kein Protest laut und die geforderten Zustimmungserklärungen würden ohne Protest oder Diskussion unterschrieben. Es gäbe jedoch eine heimliche Sympathie mit Provokateuren. Aus anderen Betrieben wurde noch nach einigen Wochen gemeldet, dass SED-Angehörige von ihren Kollegen nicht mehr gegrüßt, gemieden und Gespräche bei ihrer Annäherung abgebrochen würden.[28] Die Grenze zwischen oben und unten war wieder einmal deutlich hervorgetreten.



Fußnoten

1.
Ilko-Sascha Kowalczuk/Torsten Diedrich (Hg.), Staatsgründung auf Raten? Zu den Auswirkungen des Volksaufstandes 1953 und des Mauerbaus auf Staat, Militär und Gesellschaft der DDR, Berlin 2005.
2.
Michael Lemke, Die Berlinkrise 1958 bis 1963. Interessen und Handlungsspielräume der SED im Ost-West-Konflikt, Berlin 1995; Rolf Steininger, Der Mauerbau. Die Westmächte und Adenauer in der Berlinkrise 1958–1963, München 2001; Hope M. Harrison, Ulbrichts Mauer. Wie die SED Moskaus Widerstand gegen die Mauer brach, Berlin 2011; Manfred Wilke, Der Weg zur Mauer. Stationen der Teilungsgeschichte, Berlin 2011. Vgl. in der vorliegenden Ausgabe die Beiträge von Gerhard Wettig, Die UdSSR und die Berliner Mauer, u. Hope M. Harrison, Walter Ulbricht, der Bau der Mauer und der Umgang damit seit 1989.
3.
Patrick Major, "Mit Panzern kann man doch nicht für den Frieden sein". Die Stimmung der DDR-Bevölkerung zum Bau der Berliner Mauer am 13. August 1961 im Spiegel der Parteiberichte der SED, in: Jb. f. historische Kommunismusforschung 1995, S. 208–223; ders., Vor und nach dem 13. August 1961: Reaktionen der DDR-Bevölkerung auf den Bau der Berliner Mauer, in: AfS 39 (1999), S. 325–354; ders., Behind the Berlin Wall. East Germany and the Frontiers of Power, Oxford 2009, S. 119–143; Gerhard Sälter/Beatrice Jansen-De Graaf, "Hier wordt een misdad begaan". Reacties van de Oost-Berlijnse bevolking op de bouw van de Muur, in: Historisch Nieuwsblad 6/2001, S. 26–30; Gerhard Sälter/Manfred Wilke, Ultima Ratio: Der 13. August 1961. Der Mauerbau, die Blockkonfrontation und die Gesellschaft der DDR, Sankt Augustin/Berlin 2011.
4.
Patrick Major, Behind the Berlin Wall. East Germany and the Frontiers of Power, Oxford 2009, S. 82–88.
5.
Gerhard Sälter, Fluchtverhinderung als gesamtgesellschaftliche Aufgabe; in: Klaus-Dietmar Henke (Hg.), Die Mauer. Errichtung, Überwindung, Erinnerung, München 2011, S. 152–162, hier 152–155.
6.
Patrick Major, Torschlußpanik und Mauerbau. "Republikflucht" als Symptom der zweiten Berlinkrise; in: Burghard Ciesla u.a. (Hg.), Sterben für Berlin. Die Berliner Krisen 1948: 1958, Berlin 2000, S. 221–243, hier 241–243.
7.
Erinnerungen von Walter Vogt, Angehöriger der Kampfgruppen und Funktionär der Künstlergewerkschaft der DDR, BArch, SGY 30/1820, Bl. 47. – Vogt muss schon sehr auf den Applaus der SED-Oberen gesehen haben, um Überlebensstrategien der "Werktätigen" als "unredliches Treiben" zu bezeichnen.
8.
Information der Abt. Parteiorgane, 13.8.1961, BArch, DY 30/IV 2/5/433, Bl. 4f.
9.
Fernschreiben des Bundespresseamts, 13.8.1961, PA-AA, Bestand B 12, Bd. 192, o. Pag.
10.
Landesarchiv Berlin (LAB), C Rep. 303-26-01, Nr. 239, Bl. 4, 10, 13f, 20.
11.
Information der Abt. Parteiorgane, 13.8.1961, BArch, DY 30/IV 2/5/433, Bl. 4f.
12.
Informationen der Abt. Organisation und Kader des ZK der SED über Reaktionen auf die Schutzmaßnahmen, 14.8.1961, BArch, DY 30/3682, Bl. 157, 159.
13.
Information der Abt. Parteiorgane, 13.8.1961, BArch, DY 30/IV 2/5/433, Bl. 6f, 12–14.
14.
Vereinzelt geschah das übrigens bis zum Ende der 1960er-Jahre, dass Ost-Berliner, häufig angetrunken und deshalb risikobereiter, gegen die Mauer protestierten und die Grenzsoldaten als Handlanger beschimpften.
15.
Jürgen Petschull, Die Mauer: August 1961, Hamburg 1981, S. 151.
16.
Bericht über [...] Einsatzbereitschaft der 1. Mot. Brigade der Bereitschaftspolizei, Oberstleutnant Wahner, 19.9.1961, BArch, DY 30/IV 2/12/24, Bl. 168–196, hier 189.
17.
Gespräch Chruschtschows mit Ulbricht, 1.8.1961, dok.: Gerhard Wettig u.a. (Hg.), Chruschtschows Westpolitik 1955–1964, Bd. 3, München 2011, Dok. 15.
18.
Abt. Parteiorgane an Honecker: Einschätzung der Partei- und Massenarbeit sowie der Lage in der Republik, 20.8.1961, BArch, DY 30/IV 2/5/190, Bl. 9–33, zit. 10 (Hervorheb. i. Orig.).
19.
Informationen der Abt. Organisation und Kader des ZK der SED über Reaktionen auf die Schutzmaßnahmen, 14.8.1961, BArch, DY 30/3682, Bl. 157, 159.
20.
Zustimmungserklärungen von Betriebskollektiven zu den Maßnahmen der Sicherung der Staatsgrenze der DDR, 1961, BArch, NY 4182/1100.
21.
Bericht des MfS, 18.8.1960, gegengezeichnet von Honecker am 19.8., BA-MA, VA-01/39572, Bl. 68.
22.
Tagesrapport des Kommandos Grenzpolizei, 15.8.1961, BA-MA, Pt 7799, Bl. 94.
23.
Tagesrapport des Kommandos Grenzpolizei, 16.8.1961, BA-MA, Pt 7799, Bl. 104.
24.
Abt. Parteiorgane an Honecker: Einschätzung der Partei- und Massenarbeit, 20.8.1961, BArch, DY 30/IV 2/5/190, Bl. 17f.
25.
Tagesrapport des Kommandos Grenzpolizei, 17.8.1961, BA-MA, Pt 7799, Bl. 113.
26.
Patrick Major, Torschlußpanik und Mauerbau. "Republikflucht" als Symptom der zweiten Berlinkrise; in: Burghard Ciesla u.a. (Hg.), Sterben für Berlin. Die Berliner Krisen 1948: 1958, Berlin 2000, S. 221–243, hier 240.
27.
Informationen der Abt. Organisation und Kader des ZK der SED über Reaktionen auf die Schutzmaßnahmen, 14.8.1961, BArch, DY 30/3682, Bl. 157, 159.
28.
Patrick Major, Torschlußpanik und Mauerbau. "Republikflucht" als Symptom der zweiten Berlinkrise; in: Burghard Ciesla u.a. (Hg.), Sterben für Berlin. Die Berliner Krisen 1948: 1958, Berlin 2000, S. 221–243, hier 240.

 

Online-Angebot

Chronik der Mauer

28 Jahre war die Berliner Mauer Symbol der deutschen Teilung und des Kalten Krieges. In zeitlicher Abfolge werden Ursachen, Verlauf und Folgen von Mauerbau und Mauerfall durch Texte, Film- und Tonmaterial, Fotos und Zeitzeugeninterviews dargestellt. Weiter... 

Teaser Jugendopposition in der DDROnline-Angebot

Jugendopposition in der DDR

Ausgezeichnet mit Grimme Online Award: Wie haben junge Menschen in der DDR mit Mut und Musik gegen Stasi und SED-Diktatur gekämpft? Zeitzeugen berichten. Mit zahlreichen Videos, Fotos und Dokumenten. Weiter... 

kinofenster.de-LogoOnline-Angebot

Kinofenster.de: Friendship!

Go West! Von Ost-Berlin nach New York und dann Richtung San Francisco – die Geschichte einer abenteuerlichen Reise im Jahr 1989. Kinofenster.de bietet passende filmpädagogische Begleitmaterialien für den Schulunterricht. Weiter...