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Glossar

Aktenvernichtung

Im November 1989 begann in der DDR die systematische Aktenvernichtung durch das MfS (Ministerium für Staatssicherheit). Dadurch gingen zum Teil unwiederbringliche Informationen über die Struktur und Arbeitsweise des MfS verloren. Erst im Dezember gelang es Bürgerkomitees gelang es erst im Dezember 1989, die Aktenvernichtung zu stoppen, in der Zentrale in Berlin erst im Januar 1990.

Teile der Bürgerkomitees ließen sich später von den staatlichen Auflösern dazu animieren, einer Vernichtung wesentlicher Teile aus verschiedenen Hauptabteilungen des MfS zuzustimmen. Sie taten dies mit der Begründung, dass mit diesen Akten nur neues Unrecht geschaffen würde und der Frieden im Land gefährdet sei. Man berief sich auf eine angeblich drohende Lynchjustiz. So stimmte der Runde Tisch der Selbstauflösung der Hauptverwaltung Aufklärung zu und ließ die elektronischen Datenträger des MfS vernichten, ohne zu wissen, was überhaupt auf diesen gespeichert war.

Tausende Aktensäcke mit so genannten vorvernichteten Akten (mehrfach zerrissenen, aber noch nicht mit einem Reißwolf zerstörten Dokumenten) werden in der BStU wieder zusammengesetzt. Diese Arbeit wird voraussichtlich noch Jahrzehnte in Anspruch nehmen.



18.05.2006


Illustration, die Kathrin und Ereignisse rund um den Mauerfall 1989 zeigt.
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