68er Dossier

"Die Hoffnung stirbt zuletzt"

Interview mit der Schriftstellerin Christa Wolf

16.7.2008
Die Schriftstellerin Christa Wolf spricht über die einschneidende Bedeutung des Prager Frühlings und seine Niederschlagung. Sie beschreibt die unterschiedlichen Ansätze der 68er in Ost und West.



Christa Wolf wurde 1929 in Landsberg/Warthe geboren. Sie lebt in Berlin. Die Schriftstellerin nahm in der DDR eine Sonderstellung ein. Von manchen als "Staatsdichterin" betitelt, war sie gleichzeitig Objekt der Stasi-Überwachung. Mit Romanen wie "Der geteilte Himmel" (1963) oder "Kassandra" (1983) eroberte sie sich in Ost- wie Westdeutschland ein großes Publikum. 1967 schrieb sie "Nachdenken über Christa T.", das die (zum Scheitern verurteilte) Selbstbehauptung des Individuums gegenüber der Gesellschaft thematisiert. Dementsprechend schwer hatte es das Buch, dem offiziell eine zu große Melancholie vorgeworfen wurde. Im Interview spricht Christa Wolf über die einschneidende Bedeutung des Prager Frühlings bzw. seine Niederschlagung, die Probleme bei der Veröffentlichung von "Christa T." und die unterschiedlichen Ansätze der 68er in Ost und West.

Länge: 8:05 min.


 

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