Daniel Cohn Bendit gemeinsam mit anderen Aktivisten auf einer Demonstration in Saarbrücken im Jahr 1968.

5.6.2008 | Von:
Katrin Hammerstein

Wider den Muff von 1000 Jahren

Die 68er Bewegung und der Nationalsozialismus

'Faschismus' – Begriff und Vorwurf

Entsprang der Faschismusvorwurf dabei durchaus echter Entrüstung und einem ernsthaften Anliegen, deutet sich in der Zuordnung des Attributs 'Nazi-' an alle nur möglichen Institutionen und Personen dennoch bereits sein zunehmend inflationärer Gebrauch und die Funktionalisierung der NS-Zeit als Chiffre für die Gegenwart an. Im Laufe der Zeit sollte er zur universell einsetzbaren Kritikformel avancieren.[30]

In seiner theoretischen Fundierung folgte der Faschismusbegriff der 68er Bewegung zunächst der marxistischen Terminologie. Der Nationalsozialismus wurde dementsprechend vor allem auf ökonomische Aspekte reduziert. Max Horkheimers Diktum "Wer aber vom Kapitalismus nicht reden will, sollte auch vom Faschismus schweigen." wurde ein viel zitiertes Motto. "Die neue Form des Faschismus", so der Wortführer der Protestbewegung Rudi Dutschke 1968, "ist nicht mehr in einer Partei oder in einer Person zu finden, sie ist vielmehr in allen Institutionen des Spätkapitalismus vorhanden".[31] Eine wesentliche Voraussetzung dafür machten die Studenten in den autoritären gesellschaftlichen Strukturen aus.[32] Diese Definition des Faschismus bedeutete letztlich eine Enthistorisierung und Entdifferenzierung sowie Ausblendung der konkreten NS-Verbrechen: "Die sich ausbreitende Vorstellung vom NS-Regime war [...] durch Faschismustheorien und politische Systemanalysen gekennzeichnet, und es entstand ein abstraktes und synthetisches Bild vom Nationalsozialismus ohne benennbare Täter und Opfer, ohne Orte und ohne Zeit, in dem das NS-Regime und die Bundesrepublik einander immer ähnlicher wurden."[33]

Am 30. 5. 1968 verabschiedet die Große Koalition eine Notstandsverfassung, die den Staatsorganen die Abwehr innerer und äußerer Notlagen erleichtern sollte. In bundesweiten Protesten warnten Demonstranten vor angeblich autoritären Zügen der jungen Demokratie. Foto: Günter ZintAm 30. 5. 1968 verabschiedet die Große Koalition eine Notstandsverfassung, die den Staatsorganen die Abwehr innerer und äußerer Notlagen erleichtern sollte. In bundesweiten Protesten warnten Demonstranten vor angeblich autoritären Zügen der jungen Demokratie. (© Günter Zint)
Letzteres wird besonders deutlich beim Protest gegen die Notstandsgesetze. Mit Vorliebe kürzten die Studenten diese auch als 'NS-Gesetze' ab, um so pointiert auf die Folgen hinzuweisen, die sie in ihren Augen implizierten: die Gefahr einer erneuten (NS-)Diktatur. "Kein zweites 1933" – diese Aufschrift trug beispielsweise ein mit Hakenkreuzen versehenes Transparent, das bei einer Demonstration gegen die Gesetze im Mai 1968 vom Siegestor in München herabgelassen wurde.[34] Eine neue 'Machtergreifung' schien bevorzustehen: "Wer das Ermächtigungsgesetz von 1933 am eigenen Leibe erfahren will als zweite vermehrte und verbesserte Auflage 1968, der darf weiterhin darauf vertrauen, dass wir gerecht und gut verwaltet und regiert werden. Wer aber gegen Faschismus und Polizeistaat ist, der nimmt teil am Sternmarsch auf Bonn".[35] In diesem Aufruf wird besonders deutlich, wie sehr die 68er mit – aus der Rückschau allerdings schiefen – Geschichtsanalogien argumentierten. In Anspielung auf den "Völkischen Beobachter" trug ein Flugblatt die Kopfzeile "Christlich-demokratischer Beobachter".[36] Auch die Methoden der Polizei wurden mit denjenigen der Nationalsozialisten gleichgesetzt.[37] Ein beliebtes Protestmittel bei Demonstrationen war daher das Grüßen der Polizei mit dem Hitlergruß. Ein Plakat prangerte überdies die "Sonderbehandlung politischer Gefangener" an. Das Erstarken der neonazistischen NPD, die 1969 nur knapp den Einzug in den Bundestag verpasst hatte, schien die Befürchtungen einer Wiederholung des Nationalsozialismus zusätzlich zu bestätigen. Einer der Sprechchöre bei den Demonstrationen warnte: "NPD und CDU bringen Faschismus uns im Nu."

Auch nach außen wurde der Faschismusvorwurf angewandt und z. B. auf zeitgenössische Diktaturen ausgeweitet. "Spanien, Bonn und Griechenland – Faschisten reichen sich die Hand", skandierten die Studenten und schrieben z. B. "Helass" mit einem Doppel-S in Runenschrift auf ihre Transparente.[38] In globaler Dimension schließlich galt es, den Faschismus in Form des kapitalistischen Imperialismus zu bekämpfen, was sich besonders massiv im Blick auf den amerikanischen Vietnamkrieg äußerte.[39] Parallelen zwischen den Vereinigten Staaten und NS-Deutschland ("USA = SA = SS"[40]) waren dabei ebenso gängiges Repertoire der Rhetorik wie die Bezeichnung von Vietnam als das "Auschwitz von Amerika".[41] Wilfried Mausbach bezeichnet diesen Zusammenhang treffend als "Opfer-Rochade von Juden und Vietnamesen".[42] Ein Flugblatt warnte: "Alle Bürger, die schweigen, tolerieren im Stillen den US-Krieg und machen sich genauso mitschuldig wie diejenigen, die bei den Verbrechen Hitlers schwiegen."[43]

Hier passt sich auch die Selbstdeutung der Bewegung – und insbesondere dann der RAF – als nachholender Widerstand ein. Entsprechend sahen sich die 68er in der Rolle der Opfer und stilisierten sich zu "langhaarigen Ersatzjuden" oder "'Juden' des Antikommunismus".[44] Die Springer-Presse, hieß es, erzeuge eine "Pogromstimmung" und hetze zum "Studentenmord" – so wie Julius Streicher im "Stürmer" zum Judenmord gehetzt habe.[45] In der Szene-Zeitschrift "Agit 883" wurde gefragt: "Wann werden die ersten KZ´s wieder eröffnet? Wann werden die ersten Öfen wieder brennen, damit die Pigs versuchen, uns zu beseitigen?",[46] und ein Plakat kündigte das Teach-In "Die Endlösung der Studentenfrage steht bevor" an.[47] "Die studentische Linke", so Wilfried Mausbach, "bemächtigte sich nun selber der Leerstelle, die der bisherige Erinnerungsdiskurs offen gelassen hatte. Als 'konkrete Juden' und aktive Widerstandskämpfer definierte die Protest- und Provokationselite sich aus der Täternation hinaus."[48] Die Analogien zur NS-Vergangenheit, die auf einen Faschismus im Innern bzw. erneute Kriegsverbrechen im Ausland verwiesen, schienen schließlich eine zunehmende Gewaltbereitschaft als letztes Mittel zur Überwindung der Unterdrückungsverhältnisse zu legitimieren. Dies könnte zumindest partiell die zunehmende Radikalisierung und Militanz der 68er Bewegung und schließlich das Auftreten der terroristischen Gruppen der siebziger Jahre zu erklären helfen.[49]

Linksfaschismus und Tradierung von NS-Ideologie



Die 68er wurden ihrerseits allerdings ebenfalls mit einem Faschismusvorwurf konfrontiert – dem des 'roten' oder 'Linksfaschismus'. So wurden vor allem ihre Protestaktivitäten mit faschistischen Methoden verglichen. Beispielsweise kommentierte die Bild-Zeitung die Demonstration gegen den Schah von Persien am 2. Juni 1967 in Berlin mit dem Satz: "Wir haben etwas gegen die SA-Methoden. Die Deutschen wollen keine rote und keine braune SA."[50] Aber auch einer der intellektuellen Vordenker der Bewegung, der Frankfurter Soziologe und Philosoph Jürgen Habermas, äußerte Bedenken und führte den Begriff des Linksfaschismus in die Debatte ein, als er Rudi Dutschkes Ausführungen zu weiteren Demonstrationen auf dem nach der Beerdigung Benno Ohnesorgs stattfindenden Kongress in Hannover als "voluntaristische Ideologie" bezeichnete, die man "linken Faschismus nennen muß".[51] Die BZ ging sogar so weit, den Studenten-'Führer' Rudi Dutschke in Hitlerpose zu karikieren.[52] Der Linksfaschismusvorwurf fand rasche Verbreitung und gipfelte gewissermaßen in der Bezeichnung der RAF als "Hitlers Kinder".[53]

Eine weitere Dimension des Linksfaschismusvorwurfes betrifft die angebliche Tradierung nationalsozialistischen Gedankenguts durch die 68er. Wolfgang Kraushaar konstatiert z.B. eine "ungebrochene Wirksamkeit eines antisemitischen Latenzzusammenhangs".[54] Eher waren die zum Teil tatsächlich an Versatzstücke der NS-Ideologie erinnernden Argumente der Protestbewegung aber "bestürzendes Resultat eines irrlichternden Vergangenheitsbewältigungstrips". Dieser bereitete im Zuge der schiefen Geschichtsanalogien und der damit einhergehenden Entdifferenzierung der NS-Zeit den Boden für eine gewisse Anfälligkeit für antisemitische Ressentiments. Dies machte sich z.B. während des Frankfurter Häuserkampfes um 1970 bemerkbar, bei dem die Studenten mit Schlagwörtern wie 'jüdisches Kapital' oder 'jüdische Spekulanten' gegen die Grundstücksspekulationen im Frankfurter Westend protestierten.

Hinzu kam ein mit antiimperialistischen Einstellungen verknüpfter Antizionismus, vor allem im Rahmen des Sechs-Tage-Kriegs 1967 bzw. des Palästinakonfliktes. Für die Studenten wandelten sich die einstigen NS-Opfer dabei zu faschistischen Tätern.[56] In Anspielung auf Hitlers Kriegsführung war die Rede vom "israelische[n] Blitzkrieg und Blitzsieg".[57] Welch groteske Ausmaße der Protest gegen "Nazisrael"[58] annehmen konnte, zeigt der fehlgeschlagene Bombenanschlag auf das Jüdische Gemeindehaus in Westberlin am 9. November 1969.[59]

In dem Bekennerschreiben, dem "Schalom + Napalm"-Flugblatt, heißt es: "Das bisherige Verharren der Linken in theoretischer Lähmung bei der Bearbeitung des Nahostkonflikts ist Produkt des deutschen Schuldbewußtseins: 'Wir haben eben Juden vergast und müssen die Juden vor einem neuen Völkermord bewahren.' Die neurotisch-historizistische Aufarbeitung der geschichtlichen Nichtberechtigung eines israelischen Staates überwindet nicht diesen hilflosen Antifaschismus. Der wahre Antifaschismus ist die klare und einfache Solidarisierung mit den kämpfenden Feddayin."[60] Dieter Kunzelmann bezeichnete den kritisierten Zusammenhang abschätzig als "Judenknax".[61] Der Antizionismus der Linksterroristen konnte sogar so weit gehen, dass das palästinensische Attentat auf die israelische Mannschaft bei den Olympischen Spielen in München 1972 von der RAF als "gleichzeitig antifaschistisch, antiimperialistisch und internationalistisch"[62] begrüßt und bei der Flugzeugentführung in Entebbe 1976 die jüdischen Passagiere selektiert wurden.

Resümee



"Wären wir ohne die 68er politisch-moralisch mehr oder weniger unerweckt durchs Leben gegangen, unfähig zu trauern, [...] ohne Scham?"[63] Diese Frage, die Günter Gaus im Jahr 2001 stellte, ist mit Sicherheit nicht pauschal zu bejahen, aber die Protestbewegung hatte elementaren Anteil am Aufbrechen des "kommunikativen Beschweigens" (Hermann Lübbe) der NS-Vergangenheit. Denn durch den für ihre Protestaktivitäten zentralen Faschismusvorwurf hielt sie das Thema im politischen Diskurs präsent. Dabei ging allerdings die Schere zwischen der ursprünglichen Intention – der Anklage der 'Täterväter' sowie der Verhinderung einer möglichen Wiederholung – und der Funktionalisierung der NS-Vergangenheit als "Mobilisierungsressource" (Edgar Wolfrum) für die Gegenwart immer weiter auf. Mit zunehmender Radikalisierung der 68er geriet der Nationalsozialismus als historisches Ereignis aus dem Blick, 'Faschismus' wurde zum allgegenwärtigen Modewort, wodurch sie einer angemessenen Aufarbeitung der NS-Diktatur zum Teil im Weg standen und gar für eine Art "zweite Verdrängung"[64] sorgten. Letztlich hatten sie sich "in den Fallstricken eben der Vergangenheit" verfangen, "die sie doch ablehnten".[65] Gerade daher ist Joschka Fischers anfangs zitierter Sentenz aber zuzustimmen: Ohne die Vorgeschichte der unbewältigten NS-Vergangenheit und deren – wenn auch problematischer – Aneignung wäre die 68er Bewegung anders verlaufen.

Fußnoten

30.
Vgl. auch Rusinek 2000, S. 117. Dies spiegelt sich auch in der "Begriffsverwilderung", die Wortschöpfungen wie 'Sozialfaschismus' oder 'Sexualfaschismus' hervorbrachte; Thamer 1998, S. 51.
31.
Interview mit Rudi Dutschke, in: Konkret, Nr. 5, Mai 1968. Zum Faschismusbegriff der 68er vgl. u. a. Thamer 1998, S. 49–53. Kraushaar 1997.
32.
Dabei übersahen sie allerdings, dass diese Strukturen zu einem Großteil bereits aus der Zeit vor dem 'Dritten Reich' stammten. Vgl. dazu Mausbach 2006, S. 22 f.
33.
Herbert 2001. Für Schildt bildet die Derealisierung die Voraussetzung für die Funktionalisierung der NS-Zeit im Generationenkonflikt; vgl. Schildt 2003, S. 318, 325. Vgl. auch Mausbach 2006, S. 37.
34.
Vgl. Schmidkte 2003, S. 156.
35.
Flugblatt des SDS-Heidelberg "Grosse [sic!] Koalition und Notstandsgesetze oder: Wie man die Demokratie begräbt und das Volk verschaukelt", Universitätsarchiv Heidelberg SDS FB 1.1 1967–1969.
36.
Abgedruckt in: Agit 883, 12.9.1969.
37.
Vgl. u. a. Mausbach 2006, S. 24. Schmidtke 2003, S. 148. Rübner 2006, S. 216 f.
38.
Vgl. auch Rusinek 2000, S. 117. Thamer 1998, S. 52.
39.
Vgl. Klimke 2006, S. 574.
40.
So z. B. Agit 883, 22.1.1972, S. 18. Auch wurde das "x" im Namen des Präsidenten gerne zum Hakenkreuz verfremdet.
41.
Vgl. dazu Mausbach 2003. Er weist darauf hin, dass der Begriff 'Völkermord' schon seit 1965 zur Charakterisierung der amerikanischen Aktivitäten in Vietnam benutzt, jedoch erst 1967 direkt Bezug auf Auschwitz genommen wurde; vgl. ebd., S. 291. Vgl. auch Agit 883, 7.8.1969. Schildt 2003, S. 327. Schmidtke 2003, S. 157.
42.
Mausbach 2006, S. 29.
43.
Zit. nach ebd.
44.
Darmstädter Studentenzeitung, Mai 1968, zit. nach Schmidtke 2003, S. 149. Erklärung des SDS von 1967, zit. nach Miermeister/ Staadt 1980, S. 108–110, Zitat S. 109. Vgl. dazu auch Rusinek 2000, S. 124. Mausbach 2006, S. 32–34. Zur RAF vgl. Hauser 2006, S. 1296.
45.
Flugblatt vom Mai 1968, zit. nach Schildt 2003, S. 327. Flugblatt, zit. nach Miermeister/Staadt 1980, S. 144.
46.
Agit 883, 19.6.1971. Vgl. auch Rübner 2006, S. 226.
47.
Abbildung in: Kat. Marbach 1998, S. 244.
48.
Mausbach 2006, S. 34.
49.
Vgl. Klimke 2006, S. 576, 582. Schneider 2004.
50.
Bild-Zeitung, 3.6.1967, zit. nach Schmidtke 2003, S. 148.
51.
Diskussionsbeitrag von Jürgen Habermas, in: Kongreß Hannover 1967, S. 101. Habermas hat sich später davon distanziert. Im Rückblick gesteht Daniel Cohn-Bendit zu, dass Habermas "eine Sensibilität gehabt für etwas, was schief lief bei uns". Siehe Daniel Cohn-Bendit, Geschichte nicht nur als deutsche Geschichte reflektieren, unter: http://www.hannah-arendt.de/ preistraeger/preis_2001_9.html, zuletzt besucht am 1.10.2007.
52.
Berliner Zeitung, 15.2.1968.
53.
Vgl. Schmidtke 2003, S. 149. Becker 1978.
54.
Kraushaar 2005a, S. 294. Seine These löste 2005 heftige Kontroversen aus. Vgl. zu linkem Antisemitismus und Antizionismus Kraushaar 2007. Mausbach 2006, S. 34–37.
56.
Vgl. das "Schalom + Napalm"-Flugblatt, abgedruckt in: Agit 883, 13.11.1969.
57.
SDS-Flugblatt vom Juni 1967, Universitätsarchiv Heidelberg SDS FB 1.1 1967–1969.
58.
So die Zeitschrift des Palästinakomitees der Universität Bonn, Abbildung bei Mausbach 2006, S. 37.
59.
Vgl. dazu Kraushaar 2005. Zu berücksichtigen ist, dass es sich dabei um bestimmte Gruppierungen und keine allgemeine Tendenz der 68er Bewegung handelte.
60.
Abgedruckt in: Agit 883, 13.11.1969.
61.
Dieter Kunzelmann: Brief aus Amman, abgedruckt in: Agit 883, Nr. 42, 27.11.1969. Vgl. dazu Kraushaar 2005, S. 66–72.
62.
Die Aktion des "Schwarzen September" in München. Zur Strategie des antiimperialistischen Kampfes, November 1972, in: Hoffmann 1997, S. 151–177, Zitat S. 151.
63.
Gaus 2001.
64.
Herbert 1992, S. 77. Vgl. Schildt 2003, S. 327. Mausbach 2006, S. 38.
65.
Postone 1992, S. 61.

Dossier

Prag 1968

Vor 50 Jahren beendeten Kampftruppen aus der Sowjetunion, Bulgarien, Ungarn und Polen gewaltsam die reformkommunistische Bewegung des "Prager Frühlings" in der damaligen CSSR (den heutigen Ländern Tschechien und Slowakei). Damit machte die kommunistische Führung der Sowjetunion unmissverständlich deutlich, dass sie in ihren osteuropäischen Satellitenstaaten kein Abweichen von ihrem ideologischen und diktatorischen Kurs duldete.

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