Daniel Cohn Bendit gemeinsam mit anderen Aktivisten auf einer Demonstration in Saarbrücken im Jahr 1968.

Künstler 68

Günter Grass

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"Eine Revolution war nicht vonnöten"

Der Schriftsteller Günter Grass erinnert sich an 68. Zwar habe er die Anliegen der Bewegung geteilt, er sei aber nicht bereit gewesen, "Ho Ho Ho Chi Min" rufend durch die Straßen zu laufen. Der Literaturnobelpreisträger weist zudem auf eine Kunstfeindlichkeit der 68er hin.

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Christa Wolf

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"Die Hoffnung stirbt zuletzt"

Drei Jahre vor ihrem Tod sprach die 2011 verstorbene Schriftstellerin Christa Wolf mit der bpb über die einschneidende Bedeutung des Prager Frühlings und seine Niederschlagung. Sie beschreibt die unterschiedlichen Ansätze der 68er in Ost und West.

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Jochen Gerz

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"Die Gesellschaft wurde plötzlich befragt von einer Kraft des Nutzlosen"

Der Künstler Jochen Gerz spricht über das Verhältnis der 68er-Revolte zur Kunst und über die Rolle, die 68 für seine künstlerische Entwicklung hatte: die Auseinandersetzung Deutschlands mit der eigenen Vergangenheit.

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Klaus Staeck

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"Die Zeit war eine gute Zeit"

Seit 2006 ist Klaus Staeck Präsident der Akademie der Künste in Berlin. Im Interview spricht er über die Demokratisierung der Kunst, aber auch die Probleme bei der Umsetzung theoretischer Postulate. Für ihn war 68 eine gute Zeit, da Autoritäten hinterfragt wurden.

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Edgar Reitz

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"Selbstverwirklichung war tabu"

Edgar Reitz' Meinung zu den 68ern ist zwiespältig. Einerseits fühlte sich der Filmemacher den gesellschaftspolitischen Ansprüchen der 68er verpflichtet, andererseits beklagt er die Auswüchse kollektiven Denkens auf die Kunst: "Für den deutschen Film bedeutete 68 eine Stagnation."

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Georg Katzer

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"Ein Streichquartett löst keine Revolution aus"

Georg Katzer zählt zu den profiliertesten Komponisten Neuer Musik in Deutschland. Im Interview spricht er über die Vorstellungen von Musik, die in der offiziellen DDR herrschten, seine eigene Haltung dazu und die Reaktionen des Publikums auf seine Werke.

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Hardt-Walter Hämer

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"Von 80 Prozent verfaulter Holzbalken stimmte gar nichts"

Hardt-Waltherr Hämer gilt als Vater der behutsamen Stadterneuerung. Er spricht in unserem Interview über Affinitäten zwischen Kunst und Veränderung und über die Mühsal, die Berliner vom Unsinn des Abreißens zu überzeugen.

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Peter Zlonicky

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"Der öffentliche Raum wurde zum Besitz der Bürger"

Peter Zlonicky zählt zu den renommiertesten Stadtplanern Deutschlands. Im Interview zählt er die wichtigsten Veränderungen auf, die durch 1968 in der Stadtplanung ausgelöst wurden: eine neue Sicht auf den städtebaulichen Bestand, den öffentlichen Raum, die Wohn- und Arbeitsformen.

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Jürgen Flimm

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"68 war eine den Wunden der Zeit zugeneigte Art"

Jürgen Flimm selbst sieht sich als Halb-68er, weil er zu dieser Zeit viel zu viel arbeiten musste, um ständig demonstrieren zu können. In unserem Interview spricht er über die Zustände an den Münchner Theatern 1968, über die neue Rolle des Regisseurs als Kommentator eines Stückes und die Notwendigkeit, etwas zu tun.

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Volker Ludwig

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"Autoritäre Väter, Mütter mit Putzfimmel, fehlende Spielplätze, Verbotsschilder"

Volker Ludwig ist Gründer und Leiter des GRIPS Theaters Berlin. In unserem Interview spricht er über die Anfänge des Kindertheaters in den späten 60er Jahren, die Schwierigkeiten, kollektiv Theater zu machen und die Situation heute.

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Katja Lange-Müller

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"Die kamen rüber und erklärten uns, was Sozialismus ist"

Katja Lange-Müller über die Desillusionierung der ostdeutschen Jugend in den 60er Jahren, die skurrilen Typen, die aus dem Westen nach Ostberlin kamen, "um uns den Sozialismus zu erklären", und darüber, worauf es den Jugendlichen wirklich ankam.

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Helmut Lachenmann

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"Wir müssen ans musikalische Material gehen"

Helmut Lachenmann ist einer der renommiertesten deutschen Komponisten der Gegenwart. Er spricht über die Position des Komponisten in der bürgerlichen Gesellschaft, Karlheinz Stockhausens Umgang mit 1968 und seinen eigenen Werdegang zu dieser Zeit.

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Magdalena Jetelová

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"Unsere Vision von 68, das ist der Überfall"

Die Künstlerin und Bildhauerin Magdalena Jetelová erlebte 1968 nicht als Befreiung, sondern als Trauma. In unserem Video spricht sie über den kreativen Umgang der Künstler mit einem repressiven Regime, die Rolle der urbanen Land Art in der Prager Kunstszene und die Unterschiede in der Wahrnehmung zwischen Ost und West.

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Peter Lilienthal

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"Das Idealbild von Amerika zerbrach"

Der Regisseur Peter Lilienthal, die Menschenrechtlerin Bosiljka Schedlich und der Journalisten Andreas Zumach diskutieren die Ursachen und die Berechtigung von '68 aus dem damaligen politischen Klima heraus.

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Dossier

Prag 1968

Vor 50 Jahren beendeten Kampftruppen aus der Sowjetunion, Bulgarien, Ungarn und Polen gewaltsam die reformkommunistische Bewegung des "Prager Frühlings" in der damaligen CSSR (den heutigen Ländern Tschechien und Slowakei). Damit machte die kommunistische Führung der Sowjetunion unmissverständlich deutlich, dass sie in ihren osteuropäischen Satellitenstaaten kein Abweichen von ihrem ideologischen und diktatorischen Kurs duldete.

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Online-Angebot

Kinofenster.de: We Want Sex

Nigel Coles Sozialkomödie erinnert an den Streik in Dagenham 1968, als erstmals in der britischen Geschichte Frauen für ihre Rechte kämpften. Kinofenster.de bietet passende filmpädagogische Begleitmaterialien für den Schulunterricht.

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