Daniel Cohn Bendit gemeinsam mit anderen Aktivisten auf einer Demonstration in Saarbrücken im Jahr 1968.

16.7.2008

"Die Zeit war eine gute Zeit"

Interview mit dem Künstler Klaus Staeck

Seit 2006 ist Klaus Staeck Präsident der Akademie der Künste in Berlin. Im Interview spricht er über die Demokratisierung der Kunst, aber auch die Probleme bei der Umsetzung theoretischer Postulate. Für ihn war 68 eine gute Zeit, da Autoritäten hinterfragt wurden.



Klaus Staeck wurde 1938 in Pulsnitz/Sachsen geboren und lebt in Heidelberg. Er ist in erster Linie für seine Plakate bekannt, mit denen er die bundesrepublikanische Wirklichkeit seit den späten 70er Jahren ironisch begleitet. Aus zahlreichen Prozessen, die ihm sein kritischer Blick auf Politik und (Rüstungs-)Industrie einbrachte, ging der gelernte Jurist stets als Sieger hervor. Seit 2006 ist er Präsident der Akademie der Künste, Berlin. In unserem Interview spricht er über die Demokratisierung der Kunst, aber auch die Probleme bei der Umsetzung theoretischer Postulate. "Die Zeit war eine gute Zeit", so sein Resümee, "weil jeder, der echte oder angemaßte Autorität vertrat, sich Fragen gefallen lassen musste."

Länge: 6:28 min.


Dossier

Prag 1968

Vor 50 Jahren beendeten Kampftruppen aus der Sowjetunion, Bulgarien, Ungarn und Polen gewaltsam die reformkommunistische Bewegung des "Prager Frühlings" in der damaligen CSSR (den heutigen Ländern Tschechien und Slowakei). Damit machte die kommunistische Führung der Sowjetunion unmissverständlich deutlich, dass sie in ihren osteuropäischen Satellitenstaaten kein Abweichen von ihrem ideologischen und diktatorischen Kurs duldete.

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