Daniel Cohn Bendit gemeinsam mit anderen Aktivisten auf einer Demonstration in Saarbrücken im Jahr 1968.

16.7.2008

"Unsere Vision von 68, das ist der Überfall"

Interview mit der Künstlerin Magdalena Jetelová

Die Künstlerin und Bildhauerin Magdalena Jetelová erlebte 1968 nicht als Befreiung, sondern als Trauma. In unserem Video spricht sie über den kreativen Umgang der Künstler mit einem repressiven Regime, die Rolle der urbanen Land Art in der Prager Kunstszene und die Unterschiede in der Wahrnehmung zwischen Ost und West.



Magdalena Jetelová wurde 1946 in Semily in der damaligen Tschechoslowakischen Republik geboren. Die Künstlerin und Bildhauerin erlebte 1968 nicht als Befreiung, sondern als Trauma. Der Einmarsch der Truppen des Warschauer Paktes am 20. August 1968 beendete eine Zeit des Aufbruchs und der Öffnung. Die Folgejahre waren bleiern. 1985 entschloss sie sich schließlich, nach Deutschland zu flüchten. Heute lebt sie in München, Prag und Bergheim/Rheinland. In unserem Ausschnitt spricht sie über den kreativen Umgang der Künstler mit einem repressiven Regime, die Rolle der urbanen Land Art in der Prager Kunstszene und die Unterschiede in der Wahrnehmung zwischen Ost und West.

Länge: 4:38 min.


Dossier

Prag 1968

Vor 50 Jahren beendeten Kampftruppen aus der Sowjetunion, Bulgarien, Ungarn und Polen gewaltsam die reformkommunistische Bewegung des "Prager Frühlings" in der damaligen CSSR (den heutigen Ländern Tschechien und Slowakei). Damit machte die kommunistische Führung der Sowjetunion unmissverständlich deutlich, dass sie in ihren osteuropäischen Satellitenstaaten kein Abweichen von ihrem ideologischen und diktatorischen Kurs duldete.

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Nigel Coles Sozialkomödie erinnert an den Streik in Dagenham 1968, als erstmals in der britischen Geschichte Frauen für ihre Rechte kämpften. Kinofenster.de bietet passende filmpädagogische Begleitmaterialien für den Schulunterricht.

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